Projekte zu Ende bringen, Projekte beenden

Zu Ende bringen von Projekten - 10 Tipps

Zu Ende bringen, was einmal angefangen ist, ist anscheinend für viele Menschen schwierig. Ist es der Mangel an Motivation, Ehrgeiz und Konsequenz, was dazu verleitet Projekte anzufangen, aber nicht zu Ende zu bringen? Oder steht uns der eigene Perfektionismus im Wege? Warum verbummeln wir unsere Zeit mit Nebensächlichkeiten, so dass wir unsere Ziele komplett aus den Augen verlieren oder völlig vergessen?  Am Ende ist nichts fertig und die Frustration nimmt ihren Lauf. Hier sind 10 Tipps wie Sie Ihre Projekte erfolgreich zu Ende bringen:

1. Urteilen Sie kritisch ob Sie Ihr Projekt zu Ende bringen werden bevor Sie es überhaupt beginnen

Sie werden nie etwas zu Ende bringen, wenn Ihnen Ihr Projekt keinen Spaß macht, wenn Sie die Lage nicht überblicken können, wenn Sie kein wirkliches Interesse haben und nicht bewusst entscheiden, ob Sie genau dieses eine Projekt wirklich machen wollen.

Bei allem was Sie sich vornehmen ist es wichtig genau und kritisch zu überlegen, wie das Ende Ihrer Handlung aussieht. Bringt Sie das anvisierte Projekt in irgend einer Weise vorwärts? Welche Gründe gibt es dieses Projekt zu starten? Wenn Sie Ihr Projekt zu Ende bringen würden - was genau ändert sich dann für Sie, für Ihre Lebensqualität?

Tragen Sie alle Vorteile zusammen, die Ihnen Ihr neues Projekt beschert. Vergessen Sie dabei nicht den "Preis" zu berücksichtigen, den Ihr Projekt fordert - sei es nun Zeit, Geld oder andere Ressourcen.

Überstürzen Sie nichts. Machen Sie wenn möglich einen "Probelauf". Also wenn Sie sich beispielsweise dafür entscheiden Ihre Kondition in einem Fitness-Studio zu verbessern, dann gehen Sie erst einmal acht Wochen regelmäßig zum Kurs. Sind Sie dann immer noch davon angetan, können Sie schließlich auch nach acht Wochen eine Jahreskarte kaufen. Die meisten kommen allerdings gar nicht so weit und schmeißen schon vorher das Handtuch, weil die erste Euphorie und das Interesse schnell nach lassen.

 

2. Was benötigen Sie für Ihr Projekt?

Wenn Sie ein Projekt erfolgreich zu Ende bringen wollen, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, welche Leistungen diese Maßnahme von Ihnen abverlangt. Können Sie Ihr Vorhaben allein umsetzen oder brauchen Sie Kooperationspartner?

Betrachten Sie Ihr Projekt dissoziiert, das heißt von Außen wie einen Film. Welche Rolle spielen Sie? Was wird mit der Realisierung dieses Projekts auf Sie zu kommen? Wie viel Mühe und Anstrengung müssen Sie investieren? Wie viel Zeit werden Sie benötigen und wie sieht die Höhe des finanziellen Einsatzes aus?

Erstellen Sie sich einen groben Plan - eine Gliederung, um zu sehen welche Schritte nötig sind, so dass Sie nichts vergessen oder übersehen. Nach der groben Planung können Sie einzelne große Schritte in mehrere kleine Zwischenziele unterteilen.

Prüfen Sie nochmals kritisch, ob sich die Mühe lohnt dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Wenn ja - dann sollten Sie zum nächsten Schritt übergehen.

3. Erstellen Sie Ihr persönliches Programm für Ihr Projekt

Nachdem Sie nun genau wissen, was in groben Zügen nötig ist, kommt die feine Gliederung. Wie können Sie Ihre Zeit, Ihre Energie, Ihre Kraft und alles was Sie noch für Ihr Projekt benötigen am effektivsten einsetzen? Bringen Sie die einzelnen Schritte in die richtige Reihenfolge. Brechen Sie jeden Schritt in kleine übersichtliche Zwischenziele herunter - verzetteln Sie sich nicht bei der Planung, sonst ist hier bereits ihr Projekt zu Ende.

Erstellen Sie sich einen genauen Zeitplan. Wie sehen die Ziele für jeden Monat, jede Woche und jeden Tag aus? Fertigen Sie diese drei Pläne und planen Sie genügend Zeit ein. Wenn Sie Ihre Zeit zu knapp kalkulieren, kippt der gesamte Plan bei der kleinsten unvorhergesehenen Kleinigkeit.

Wenn Sie diesen Schritt einfach weg lassen, kann das die Ursache sein, warum Sie Ihr Projekt nicht zu Ende bringen. Ohne vernünftige Planung verlieren Sie sich schnell in Kleinigkeiten und drehen sich im Kreis. Zielgenauigkeit heißt das Zauberwort!

Vergessen Sie bei Ihrer Planung nicht, dass Sie zwischendurch Erholungsphasen benötigen. Pausen sind wichtig, denn mit leeren Akkus schaffen Sie nur wenig in der selben Zeit. Planen Sie Ihre Aktivitäten am besten in Zeitblöcken - 90 Minuten arbeiten - Pause!

4. Vermeiden Sie Perfektionismus

Perfektionismus ist ein großer Feind der Produktivität. Machen Sie Ihre Sache so gut wie möglich und vermeiden Sie Perfektionismus. Sie vergeuden wertvolle Ressourcen, um beispielsweise mit einem großen Zeitbudget zwei Prozent Ihrer Arbeit noch perfekter zu machen, die ein Außenstehender gar nicht wahr nimmt.

Perfektionismus kann dazu führen, dass Sie immer und immer wieder ein und die selbe Sache überarbeiten. Halten Sie sich nicht an solchen Kleinigkeiten fest. Schauen Sie sich das Ergebnis Ihrer Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an, dann haben Sie meist einen anderen Blickwinkel.

Halten Sie sich an Ihren Plan und an Ihre eigenen Zielvorgaben. Sie wollen Ihr Projekt zu Ende bringen - vergessen Sie das nicht - das ist das vordergründige Ziel!

"Es zeichnet einen gebildeten Geist aus, sich mit jenem Grad an Genauigkeit zufrieden zu geben, den die Natur der Dinge zulässt und nicht dort Exaktheit zu suchen, wo nur Annäherung möglich ist." (Aristoteles)

5. Verpflichten Sie sich Ihrem Projekt

Nachdem Sie alles sorgfältig geplant haben und Ihr Ziel klar ist, sollten Sie mit aktiven Handlungen beginnen. Prüfen Sie nochmals ob dieses Projekt wirklich Ihrem Interesse entspricht oder ob Sie inzwischen etwas anderes im Visier haben. Zeit kann nicht ersetzt werden, deshalb ist es wichtig dass Sie sich überlegen, ob Sie wirklich Ihre Zeit hier investieren wollen.

Wenn Sie den Entschluss gefasst haben, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, dann wird es Zeit aktiv zu werden. Halten Sie sich an Ihre eigenen Vorgaben. Wenn Sie ständig Ihre Planung über den Haufen werfen, werden Sie merken dass sich Frustration und Unzufriedenheit in Ihrem Leben breit machen.

Überdenken Sie bei jeder Ablenkung, dass Sie sich einem Projekt verpflichtet haben. Das soll nicht heißen, dass Sie keine Freizeit genießen sollen - diese müsste jedoch in Ihrem Plan einen festen Platz haben.

Geben Sie nicht jeder Versuchung nach Ihr Projekt auf den sankt Nimmerleinstag zu verschieben - Sie wollen Ihr Projekt zu Ende bringen! Was ist Ihnen wichtiger? Wenn Sie jetzt der Versuchung nachgeben, haben Sie dann wirklich Freude daran oder verbringen Sie die ganze Zeit mit einem schlechten Gewissen?

Wenn Sie bei Ihrer inneren Verpflichtung für das Projekt bleiben, werden Sie eine innere tiefe Zufriedenheit empfinden. Nach Beendigung Ihres Projektes können Sie sich eine Auszeit gönnen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.



6. Behalten Sie das Ende Ihrer Vision im Auge

In der Regel werden neue Projekte mit viel Enthusiasmus begonnen. Gerade wenn es sich um größere, langfristige Projekte handelt, ist es nicht immer einfach über den gesamten Zeitraum motiviert zu bleiben.

Mal angenommen Sie wollen abnehmen, dann wird es Monate dauern bis Sie das Projekt wirklich zu Ende bringen. Es ist nicht immer einfach sich selbst zu motivieren. Das Ziel ist fern, die Versuchung liegt möglicherweise direkt vor Ihren Füßen. Dann ist es wichtig, dass Sie immer das Ende Ihrer Vision vor dem geistigen Auge behalten.

Wenn Sie beispielsweise ein Haus bauen wollen, dann macht es nicht unbedingt immer Spaß jeden Tag einen Ziegel nach dem anderen übereinander zu legen und mit Zement zu verbinden. Wenn Sie jedoch Ihre Vision vor dem geistigen Auge haben, wie Ihr Haus einmal aussehen wird, kann dies eine gute Motivationsquelle sein.

Eine andere Möglichkeit besteht darin Bilder von ähnlichen Projekten, die bereits fertig sind, an Ihrem Arbeitsplatz zu positionieren. Manche stellen sich auch kleine Modelle Ihrer Visionen ins Büro oder auf den Schreibtisch wie beispielsweise Miniatur Modelle Ihres Traumwagens. Suchen Sie nach Möglichkeiten, die Sie inspirieren. Bei mir hängen Bilder an der Wand direkt vor meinem Schreibtisch, die meine Lebensziele zeigen. Ich schaue Sie jeden Tag ständig an und "besuche" so meine langfristigen Ziele täglich.

7. Folgen Sie dem Weg der Alternative

Folgen Sie wann immer es möglich ist auch dem Weg der Lust. Damit meine ich allerdings nicht, dass Sie nur dann an Ihrem Projekt arbeiten, wenn Sie gerade Lust haben oder in der "richtigen Stimmung" sind. An manchen Punkten eines Projektes ist es jedoch so, dass verschiedene Arbeiten nötig sind, deren Abfolge "egal" ist.

Bleiben wir bei unseren beiden Beispielen: Wenn Sie sich entschlossen haben zu Ihrem persönlichem "Abnehm-Projekt" körperliche Aktivitäten einzubeziehen, dann steht vielleicht in Ihrem Wochenplan: Montag schwimmen, Mittwoch joggen, Freitag Tennis. Wenn nun heute gerade Montag ist und Sie haben Lust Tennis zu spielen, dann können Sie hier dem Weg der Alternative folgen und lieber Tennis spielen - auch wenn Ihr Plan anders aussieht.

Oder wenn Sie ein Haus bauen und sich bereits im Innenausbau befinden und heute lieber Fliesen an die Wand kleben würden, weil Sie keine Lust haben zu malern, dann können Sie auch hier lieber der Alternative folgen. In der Regel gehen diese Arbeiten dann schneller von der Hand. Sie haben mehr persönliche Power, sind bedeutend produktiver, haben Spaß an der Arbeit und quälen sich nicht. Gemacht werden muss es sowieso.

Gönnen Sie sich die Freiheit flexibel zu sein und frei wählen zu können. So lange Ihre Aktivitäten dafür sorgen, dass Sie sich Ihrem Ziel nähern und Ihr Projekt zu Ende bringen, so lange ist das völlig in Ordnung.

8. Nutzen Sie Ihre Fortschritte für weiteren Ansporn

Sichtbare Fortschritte helfen uns dabei aktiv und konsequent das begonnene Projekt zu Ende zu bringen. Sie sind unser Ansporn - unsere Motivationsquelle. Prüfen Sie täglich, ob Sie Ihre Tagesaufgaben erfüllt haben. Überlegen Sie auch, was Sie in Zukunft besser machen können oder wo Sie noch Reserven haben, die Sie anzapfen können, um das Projekt schneller zu beenden.

Prüfen Sie jede Woche, ob Sie Ihr Wochenziel erreicht haben. Sind Sie im Zeitplan? Haben Sie alles geschafft, was Sie sich vorgenommen haben? Wenn nicht - warum nicht? Sie sind niemanden Rechenschaft schuldig - nur sich selbst.

Das gleiche gilt für Ihre Monatsziele. Haben Sie Ihr Zwischenziel für diesen Monat erreicht? Was haben Sie in den letzten Wochen dazu gelernt? Was können Sie anders bzw. besser oder effizienter machen? Wie können Sie Ihr Projekt zu Ende bringen? Welche Schritte müssen Sie als Nächstes einleiten?

Es ist wichtig, dass Sie immer wieder eine Zwischenbilanz machen, um weiter vorwärts zu kommen. Sie arbeiten schließlich nicht an diesem Projekt um Ihre Zeit tot zu schlagen - Sie wollen etwas damit erreichen!

9. Feiern Sie Ihre Erfolge

Bei Ihrer täglichen, wöchentlichen und monatlichen Auswertung ist es wichtig genau zu betrachten, was Sie alles erreicht haben. Versuchen Sie jeden Tag so viele "Pluspunkte" wie möglich auf Ihrem "Erfolgskonto" zu verbuchen. Je mehr Erfolge Sie verbuchen können - auch wenn sie noch so klein sind - desto mehr prägt sich Ihr "Erfolgsbewusstsein" aus.

Ihr neues "Erfolgsbewusstsein" führt dazu, dass sich Ihre Aufmerksamkeit immer mehr darauf richtet noch mehr Erfolg zu haben. Sie erkennen plötzlich Chancen und Möglichkeiten, die Sie am Anfang Ihrer Planung noch gar nicht sehen konnten.

Genießen Sie Ihre Erfolge und feiern Sie diese. Es ist Ihr gutes Recht - Sie haben schließlich etwas geleistet!

10. Das Projekt zu Ende bringen - aber nicht um jeden Preis

Wenn Sie auf dem Weg zum Ziel merken, dass Ihr Ziel gar nicht mehr zu Ihnen gehört, dann lassen Sie es fallen. Es macht keinen Sinn einem Ziel nachzujagen nur um des Zieles wegen.

Menschen verändern sich. Sie sind heute klüger als gestern. Mit der Zeit verändern sich Ihre Ansprüche und Ihre Ziele. Passt das begonnene Projekt nicht mehr zu Ihren Visionen, dann macht es keinen Sinn es mit aller Macht zu Ende bringen zu wollen. Sie vermiesen sich damit nur Ihre Lebensfreude.

"Wenn das Pferd tot ist, steig ab!" (alter Indianerspruch)



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