Das Gefühl überfordert zu sein

Das Gefühl überfordert zu sein

Das Gefühl überfordert zu sein, ist bei vielen Menschen alltäglich. Wir haben das Gefühl es wächst uns alles über den Kopf und wir haben den Überblick verloren. Wer sich überfordert fühlt, achtet zu wenig auf die eigenen Bedürfnisse.

In der heutigen Zeit arbeiten viele Leute weit mehr als 40 Stunden in der Woche. Allein dieser Sachverhalt ist nicht sonderlich dramatisch. Was wirklich katastrophal ist, ist dass viele dieser Personen keinen Freizeitaktivitäten mehr nachgehen. Teilweise haben sie sich eine Denkweise zugelegt, die sie selber ruiniert und überfordert.

 

Überfordert für den Erfolg?

Personen, die ihr Leben nur auf ihren Erfolg ausrichten, zählen nicht gerade zu denen, die wir als glückliche Menschen bezeichnen. Sie sind nur darauf bedacht jede Sekunde ihres Lebens „sinnvoll“ zu nutzen. Darunter verstehen sie allerdings nur Arbeit, Leistung, alles für den Erfolg ... In Hobbys oder anderen Freizeitaktivitäten, mit denen sie keine „Werte“ schaffen können, sehen sie eher eine Zeitverschwendung, bis sie sich vom Leben überfordert fühlen.

Durch diesen fatalen Fehler arbeiten diese Personen mehr, als sie eigentlich verkraften können und überfordern sich selbst. Sie sind der Meinung wenn sie möglichst 24 Stunden am Tag durch arbeiten, dann schaffen sie auch viel. Das ist aber leider ein Trugschluss.

 

Ruhephasen dienen der Kraftgewinnung

Gegen harte Arbeit gibt es nichts einzuwenden. Es gibt auch nichts dagegen einzuwenden über einen gewissen Zeitraum hart durch zu arbeiten – jedoch sollte auch die Erholung einen hohen Stellenwert haben. Für Menschen, die dem Erfolg um jeden Preis nach jagen, haben allerdings Erholung, Entspannung, Ruhe oder Pausen etwas Negatives. In dieser Zeit wird nichts erschaffen, was sich nachweisen lässt oder greifbar wäre – von daher ist es aus ihrer Sicht unrentabel. Aber auch der schnellste Wagen dieser Welt fährt nicht mit einer leeren Batterie!

Vernünftige Erholungspausen haben eine enorm hohe Wirkung auf die Produktivität. Die „leeren“ Batterien des Körpers werden wieder aufgefüllt – der Mensch kann sich mit voller Aufmerksamkeit seiner Arbeit widmen und gleichzeitig ist sein Handeln effizienter.

Es ist wichtig seine Freizeitaktivitäten genau so in das Leben einzuplanen wie die Arbeit – ohne sich schuldig zu fühlen, dass man die Zeit des Vergnügens auch mit Arbeit hätte füllen können. Ruhephasen und Vergnügen sind im richtigen Verhältnis zur Arbeit Quellen der Kraftgewinnung. Wer diese Phasen nicht richtig mischt, fühlt sich mit der Zeit ausgebrannt und überfordert.

 

Ihr Bedarf ist heute

Es macht keinen Sinn die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse auf „später“ zu verschieben. Sicher können Sie auch mit siebzig das Leben genießen. Das setzt aber voraus, dass Sie überhaupt siebzig werden! Außerdem müssen Sie in einem guten Gesundheitszustand sein, um die geplante Weltreise, im Jetfighter fliegen, Panzer fahren ... überhaupt noch machen zu können.

Viele Menschen verlernen vor lauter Arbeiten das Leben zu genießen. Wenn sie in den Ruhestand gehen, haben sie keine Hobbys, Interessen o.ä. womit sie ihren Tag verbringen können. Es tut sich nur ein großes schwarzes Loch auf.

Arbeiten ohne Pause minimiert Ihre persönliche Produktivität. Sie haben keine Pause, verzichten auf jegliches Vergnügen, ihr Erfolg hält sich in Grenzen, weil sie zwar mehr Zeit mit der Arbeit an sich verbringen, aber mittelmäßige Ergebnisse erzielen.

Ausgeruht und mit Spaß an der Arbeit erreicht jeder Mensch mehr, als mit bloßem Pflicht- oder Schuldgefühl. Wenn alle Kräfte des Körpers im Gleichgewicht sind, dann fühlen wir uns wohl und voller Lebenskraft. Demzufolge sind wir in der Lage Höchstleistungen zu verbringen.



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