Sozialkompetenz – ein wichtiger Erfolgsfaktor

Sozialkompetenz - ein wichtiger Erfolgsfaktor

Sozialkompetenz ist erfolgreicher, als Fachkompetenz. Wer nur auf der Fachebene kommuniziert, bleibt erfolglos - und das verdanken wir unserem Gehirn. Sozialkompetenz bestimmt wie wir mit anderen umgehen. Sie erzeugt Gefühle, die unser Gehirn auswertet. Daraus entwickeln wir unsere Intuition - unser Bauchgefühl. Verfügen Sie über soziale Kompetenzen?

Wie sich die Denkweise im Gehirn entwickelt

Das Gehirn regelt alle Funktionen in unserem Körper. Versagt das Gehirn seinen Dienst, ist das menschliche Leben beendet. Alles, was wir im Verlauf des Lebens wahrnehmen, wird im Gehirn abgespeichert. Neue Informationen werden mit bereits vorhandenen verknüpft und somit weiter verdichtet. Durch diese Verknüpfungen entsteht unsere Art zu denken. Man könnte sagen es entstehen individuelle „Denkwege“.

Jede Information ist mehr oder weniger mit einem Gefühl verknüpft. So entwickeln wir im Laufe unseres Lebens unsere Gewohnheiten und unsere Denkweise. Erhalten wir eine Information, gelangt sie auf rasantem Wege an die Stelle des Gehirns, wo bereits ähnliche Informationen abgelegt sind und wird mit diesen verknüpft. Dabei spielen unsere Emotionen eine außergewöhnlich große Rolle. Die Sozialkompetenz ist ebenfalls auf der Emotionsebene angelegt. Wer über eine herausragende Sozialkompetenz verfügt ist im Allgemeinen beliebter, da Sozialkompetenz mit Einfühlungsvermögen verknüpft wird.

Warum das Gefühl der Sieger ist

Geht es um das Urteilsvermögen eines Menschen, siegt in der Regel das Gefühl über die Klugheit. Je mehr Gefühl mit einer Information verknüpft ist, desto mehr gewinnt sie an Kraft. Je mehr eine Information an Kraft gewinnt, desto mehr beherrscht sie unsere Denkweise. Das bedeutet also: Jeder Mensch kann selbst Einfluss darauf nehmen, was und wie er denken möchte.

Negative Gedanken kommen nicht mit einer Windböe angeflogen, sondern werden von uns gehegt und gepflegt. Sie können also jeder Zeit selbst entscheiden, ob Sie positiv oder negativ denken wollen. Gewohnheiten und Denkweisen, die wir uns über Jahre „antrainiert“ haben, benötigen längere Zeit in der Veränderung, als kurzzeitige „Flausen“. Wenn Sie also in Ihrem Leben etwas ändern möchten, müssen Sie zuerst sich selbst und Ihre Art zu denken ändern.

Das Gehirn und die Konflikte

Im Verlauf der Evolution hat sich das menschliche Gehirn weiter entwickelt. Im Großen und Ganzen besteht das Gehirn aus drei Arealen, die sich zu verschiedenen Zeiten ausgebildet haben. Das dritte Areal des Gehirns befähigt uns zu denken und Zusammenhänge zu erkennen und somit zu beeinflussen. Durch die drei Areale im Gehirn kommt es immer wieder zu Konflikten im Menschen selbst. So haben wir zum einen unsere Gefühle, zum anderen auch unseren Intellekt. Beide stimmen nicht immer überein. Kommt es zu Differenzen zwischen beiden, siegt in der Regel das Gefühl.

Die linke und die rechte Gehirnhälfte

Das Gehirn in seiner Gesamtheit besteht aus zwei Gehirnhälften, die sich ständig über Informationen austauschen. Im Groben kann man sagen, dass die linke Gehirnhälfte Informationen aufnimmt, während in der rechten Gehirnhälfte die entsprechenden Bilder dazu abgespeichert sind. Hören Sie also das Wort Zitrone, arbeitet die linke Gehirnhälfte. Diese fragt sofort auf der rechten Seite nach einem Bild zu dem Wort „Zitrone“. Ist diese Information mit starken Gefühlen verbunden, läuft Ihnen auch ziemlich schnell das Wasser im Mund zusammen.

Links ist die Fachkompetenz zu Hause

Die linke Seite des Gehirns, ist die Seite des Verstandes. Mit dieser Seite des Gehirns verfolgen wir Logiken, ordnen wir die für uns wichtigen Dinge des Lebens, betreiben Analysen und sind in der Lage zu sprechen. Auf dieser Seite des Gehirns entsteht das kleine schwierige Wörtchen „nein“.

Rechts im Gehirn wohnt die Sozialkompetenz

Die rechte Seite des Gehirns, ist die emotionale Seite, hier entsteht unser „Bauchgefühl“, dass so zu sagen durch die Sozialkompetenz anderer beeinflussbar ist. Die rechte Gehirnhälfte bestimmt unsere Ängste, alle Bilder und Farben, hier wird festgelegt, ob wir einem Sachverhalt, einem Angebot, anderen Menschen ... zustimmen und ob wir uns wohlfühlen. Auf dieser Seite des Gehirns entsteht das kleine leichte Wörtchen „ja“.

Die Sozialkompetenz ist kompetenter

Wer nicht in der Lage ist zu erkennen, wie wichtig es ist beide Gehirnhälften zu nutzen, dem kann es passieren, dass er mehr weiß, als alle anderen, aber sehr unbeliebt ist, da die linke Gehirnhälfte ständig im Einsatz ist - die rechte aber nicht zum Zuge kommt.

So haben wir es oft mit Fachkräften zu tun, die zwar viel wissen, aber in der Sozialkompetenz recht schwach da stehen. Der beste Chef kann nicht viel bewirken, wenn sein Team nicht mit ihm mit zieht - da nützt auch alles Fachwissen wenig - Führungsqualitäten gepaart mit Sozialkompetenz heißen in diesem Fall die Zauberwörter.

Warum Fachkompetenz hinter Sozialkompetenz kommt

Das Leben fordert immer den ganzen Menschen und nicht nur einen Teil von ihm. Es ist daher wichtig ein gesundes Gleichgewicht zwischen Klugheit und Emotionen herzustellen. Ein Handelsvertreter, der mit einem potenziellen Kunden nur auf der Fachebene spricht, wird wahrscheinlich nicht so viel verkaufen, wie ein anderer, der nicht jedes Detail seines Produktes kennt, der aber viel sympathischer ist. Sympathie ist eine Gefühlssache! Und hier schließt sich der Kreis.

Ein Vertreter, der rein sachlich ist, arbeitet mit der linken Gehirnhälfte. Demzufolge spricht er auch die linke Gehirnhälfte seines Kunden an. Diese Seite des Gehirns, ist die Seite, wo das „Nein“ zu hause ist. Die Folge – er wird kaum etwas verkaufen. Es ist also wichtig, dass wir neben der rein fachlichen Ebene auch die Gefühlsebene, also unsere Sozialkompetenz ausbauen. Menschen, die über die rechte Gehirnhälfte angesprochen werden, neigen leichter dazu ja zu sagen und fühlen sich im allgemeinen wohler.

Deshalb sind Menschen mit Gefühl auch gefragter als reine „Fachidioten“. Beweisen Sie also nicht nur fachliches Wissen, sondern auch soziale Kompetenz, damit Sie in Ihrem Umfeld beliebt sind. Was nützt Ihnen Ihr Wissen, wenn es kein anderer wissen will? Dann bleiben Sie auf Ihren Informationen und Produkten sitzen.



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