soziale Beziehungen, Lebensbereich
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Soziale Beziehungen – einer der fünf Lebensbereiche

 

Soziale Beziehungen gehören zu dem Bereich, der für jeden Menschen am Wichtigsten ist. Auf diesem Bereich bauen alle anderen Lebensbereiche auf. Menschen sind sozial veranlagt und benötigen andere Menschen um sich herum. Im Durchschnitt gehört ein Mensch zu etwa 5-6 verschiedenen Gruppen. Unter einer Gruppe versteht man mindestens drei Personen.

 

In der Regel verbindet die Menschen, die soziale Beziehungen pflegen ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu gehören gemeinsame Ziele und Handlungen, spezifische Normen oder/ und ein Wir- Bewusstsein. Wenn Sie im Leben erfolgreich sein wollen, sind Sie auf die Hilfe Ihrer Mitmenschen angewiesen. Um die Hilfe zu bekommen, die Sie brauchen, ist es wichtig, sich verschiedenste soziale Beziehungen aufzubauen. Dabei müssen Sie sich jedoch stets vor Augen halten, dass Menschen individuell sind. Sie haben es hier nicht mit planvoll, einleuchtenden, stimmigen Charakteren zu tun. Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine eigenen Gefühlswelten. Menschen sind stolz, eitel, selbstgefällig … und verfügen über eine Menge Vorurteile.

 

Soziale Beziehungen, die keine sind

 

Mal angenommen, Sie und ich treffen aufeinander. Was würden Sie von mir halten, wenn ich Ihnen stundenlang erzähle, wie toll ich bin, wie gut es mir geht, meinen Standpunkt, meine Hobbys, meine Interessen, ein Schlag aus meiner Jugend, etwas über meinen Mann, meine Kinder, was mir alles gefällt, was ich ablehne, wen ich gut finde …?

Wahrscheinlich würden Sie ein Gebet sprechen: „Lieber Gott, mach dass sich der Erdboden öffnet und ich abtauchen kann!“ Anderen geht es sicherlich ebenso. Wenn Sie sich im Dialog befinden und von Ihrer Selbstherrlichkeit nicht genug bekommen, werden andere kaum soziale Beziehungen mit Ihnen eingehen. Oder würden Sie sich für mich interessieren unter den oben genannten Bedingungen? Warum sollten Sie das tun? Warum sollten sich andere für soziale Beziehungen interessieren, in denen sie nicht vorkommen? Was haben Sie davon? Was haben andere davon? Einseitige Beziehungen funktionieren nicht. Beziehungen müssen immer eine Wechselwirkung beinhalten, die für beide Seiten einen Nutzen bringt – ansonsten ist sie schlicht und ergreifend wertlos.

 

Der Aufbau von fairen sozialen Beziehungen

 

Kein Erfolg ist möglich, ohne die Hilfe der Mitmenschen um Sie herum. Es ist wichtig, dass Sie Achtung, Respekt, Vertrauen und Zuneigung bei anderen gewinnen. Die beste Methode ist in erster Linie authentisch zu sein. Wenn Sie das tun, was Sie sagen, werden Sie von anderen als glaubwürdig empfunden und können so soziale Beziehungen besser ausbauen. Menschen, die vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind, wirken künstlich und aufgesetzt. Sie werden in der Regel abgelehnt. Wenn Sie wirklich persönliche Qualitäten haben, müssen Sie das nicht krampfhaft nach Außen demonstrieren.

Wenn Ihre Taten mit Ihren Handlungen übereinstimmen, strahlen Sie eine gewisse innere Stabilität und Balance aus. Sie ruhen in sich selbst. Diese Ruhe vermittelt Sicherheit. Ein Mensch, der Sicherheit ausstrahlt und das tut, was er sagt, spricht andere Menschen an. Er kann die Türen ihrer Herzen öffnen. Er interessiert sich dafür, was den anderen am Herzen liegt. Er ist in der Lage andere für sich zu begeistern. Diese Menschen werden akzeptiert und genießen das Vertrauen der anderen. Wir sind eher bereit, uns solchen Menschen gegenüber zu öffnen. Wir lassen uns auf derartige soziale Beziehungen besser ein, lassen uns durch sie leichter beeinflussen, begeistern und motivieren.

Ermuntern Sie den anderen immer in seinem Selbstvertrauen. Nette Gesten und kleine Liebenswürdigkeiten im gegenseitigen Umgang sind wie Öl im Getriebe des täglichen Lebens. Es fällt Ihnen kein Zacken aus der Krone, sich für die Bemühungen des anderen zu bedanken. Ein Lob auszusprechen, wenn etwas gut gelungen ist, kostet ebenfalls nichts. Den anderen zu bitten, wenn man etwas möchte und nicht nur Arbeitsanweisungen auf Grund seiner Stellung zu befehlen, ist ebenfalls ohne größeren Aufwand möglich. Wenn Sie möchten, dass der andere Ihnen zuhört, dann brauchen Sie nur über ihn selbst zu sprechen. Je länger Sie über den anderen sprechen, desto länger hört er Ihnen zu.

 

Interessieren Sie sich ehrlich für andere?

 

Wenn Sie sich für nichts anderes interessieren, als nur für sich selbst, dann werden Sie sich auch ganz allein um sich selbst kümmern müssen. Andere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit von Ihnen sagen, dass Sie sehr eingebildet sind und kein Feingefühl haben. Sie können von anderen nur das erwarten, was Sie selbst bereit sind zu geben. Sorgen Sie dafür, dass andere Menschen sich in Ihrer Gegenwart wohlfühlen. Machen Sie sich klar, dass Sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Nur wenn die anderen spüren, dass Sie von Ihnen angenommen und verstanden werden, werden sie sich wohl fühlen in einer sozialen Beziehung mit Ihnen.

 

Bemühen Sie sich um andere in besonderer Weise!

 

Bemühen Sie sich immer auf jeden Menschen individuell einzugehen. Interessieren Sie sich für das, was er gern möchte, was ihn interessiert, seine Probleme, seine Nöte und seine Ziele … Bringen Sie Verständnis für Ihr Gegenüber auf und zeigen Sie dem anderen Ihr Wohlwollen. Wenn Sie sich ehrlich für andere Menschen interessieren, werden Sie eine Menge Freude darin finden soziale Beziehungen weiter auszubauen und zu festigen. Wenn Sie jedoch hauptsächlich damit beschäftigt sind, andere für sich zu interessieren, werden Sie einen langen, langen Weg vor sich haben.

 

In den Schuhen des anderen laufen und soziale Beziehungen verstärken

 

Machen Sie sich immer erst die Mühe, den Standpunkt des anderen zu sehen, bevor Sie mit gut gemeinten Ratschlägen daher kommen. Anstatt andere Menschen zu maßregeln, sollten Sie erst einmal den Versuch unternehmen und herausfinden, warum sich der andere so und nicht anders verhält – warum er tut, was er tut. Dadurch schaffen Sie einen Rahmen, der Anteilnahme, Behutsamkeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Gerade die Leute, die für andere kein Lächeln, keine nette Geste oder ein nettes Wort mehr übrig haben, brauchen es am Nötigsten!

 

Schenken Sie der Welt ein Lächeln und die Welt lacht zurück!

 

Mit einem ehrlichen, freundlichen Lächeln werden Sie bei anderen mehr Sympathie erzeugen, als wenn Sie tolle Klamotten tragen und von oben bis unten mit Goldschmuck behangen sind. Ein freundliches Lächeln und ehrliches Interesse öffnet die Herzen der Menschen. Jeder Mensch hat das Bedürfnis bedeutsam zu sein. Soziale Beziehungen lassen sich mit aufrichtiger Anerkennung schneller und besser erreichen- zudem sind Sie überall gern gesehen. Ein redlich verdientes Lob, dass aufrichtig an die betreffende Person weiter gegeben wird, zeigt dem anderen, dass er ernst genommen wird.

 

Soziale Beziehungen leben von Wertschätzung

 

Wenn Sie jemanden loben, nur um ihm eine Freude zu machen, werden Sie damit möglicherweise das Gegenteil erreichen. Seien Sie daher großzügig, ehrlich und herzlich mit Ihrer Anerkennung und verschenken Sie einfach ein Lob – auch wenn es sich um kleine Erfolge handelt. Kleine Erfolge, sind auch Erfolge. Zeigen Sie anderen, dass Sie von Ihnen überzeugt sind. Loben Sie das Können der anderen und bagatellisieren Sie deren Fehler. Ermutigen Sie andere bei dem, was sie tun und geben Sie anderen das Gefühl, dass sie ihre Fehler mühelos überwinden können.

 

Wir helfen denen, die wir mögen

 

Wenn Sie ehrlich sind, dann müssen Sie zugeben, dass auch Sie viel eher geneigt sind einem Menschen behilflich zu sein und ihn zu unterstützen, wenn Sie ihn mögen und er Ihnen sympathisch ist. Menschen reagieren auf Handlungen und entwickeln diesbezüglich gewisse Emotionen. Sind unsere Gefühle hingegen nicht beteiligt, dann spricht uns dieser Mensch nicht sonderlich an. Wir setzen an dieser Stelle unseren Verstand ein und wägen alle Argumente sorgfältig und kritisch ab.

 

Sprechen Sie andere mit ihrem Namen an!

 

Der Name eines Menschen macht ihn einzigartig. Er gehört nur ihm ganz allein. Jeder hört seinen Namen gern – unser Name gehört zu unseren schönsten Wörtern auf der ganzen großen Welt. Soziale Beziehungen können Sie besser festigen, wenn Sie andere Menschen mit ihrem Namen ansprechen. Sie zeichnen den anderen mit dieser Maßnahme in gewisser Weise aus und lassen ihn bedeutungsvoll erscheinen. Ihr Gesprächspartner fühlt sich von Ihnen anerkannt. Des weiteren werten Sie die Persönlichkeit des anderen auf, wenn Sie ihn hin und wieder mit seinem Namen ansprechen. Im Gegenzug dazu, wird der andere Sie sofort mit seiner Sympathie beschenken.

Unser Unterbewusstsein filtert unseren Namen aus etlichen Geräuschen heraus. Wir hören sofort, wenn in unserer Nähe plötzlich irgendwo unser Name fällt. Die Namensansprache im Dialog befriedigt unser Geltungsbewusstsein und kann Wunder bewirken – nicht nur bei der Verkäuferin um die Ecke, sondern auch bei Geschäftsführern und Konzernmanagern! Deshalb sollten Sie den Namen Ihres Gesprächspartners ab und zu nennen. Achten Sie dabei auf ein normales Maß! Wenn Sie den Namen Ihres Gesprächspartners zu oft verwenden, machen Sie einen scheinheiligen, taktlosen und plumpen Eindruck, was soziale Beziehungen in Frage stellen kann!

 

Sind Sie ein Trottel?

 

Kritik üben und Vorwürfe machen, kann jeder Trottel. Sind Sie einer? Wenn Sie andere schnell wieder loswerden wollen, ist Kritik eine Top Methode. Überlegen Sie, wie Sie selbst reagieren, wenn Sie kritisiert werden. Mit Sympathie und Wohlwollen hat es meist nichts zu tun. Wenn Sie einen anderen Menschen kränken und verletzen, werden Sie ihn dadurch nicht ändern! Niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu erniedrigen und ihn in seiner Würde zu verletzen. Sie sollten daher immer bestrebt sein, Sorge dafür zu tragen, dass der andere sein Gesicht wahren kann – ansonsten kommt es einem Verbrechen gleich.

 

Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus!

 

Wenn es etwas gibt, was Ihnen nicht gefällt, dann bemühen Sie sich immer, zuerst positive Botschaften zu vermitteln, bevor Sie Kritik anbringen. Beginnen Sie immer mit Anerkennung und Lob. Strengen Sie sich an, Ihre Kritik möglichst indirekt an den Mann oder die Frau zu bringen. Reden Sie zuerst von Dingen, die Sie selbst schon vermasselt haben, bevor Sie den anderen kritisieren.

Es ist wie beim Zahnarzt: Zuerst kommt die Betäubungsspritze. Hinterher wird dann zwar doch gebohrt, aber es tut nicht mehr so weh! Zu dieser Methode sollten Sie nur im Ausnahmefall greifen. Ansonsten ist es besser die gewünschten Eigenschaften des anderen zu verstärken, in dem Sie diese besonders hervorheben und sich erfreut zeigen. Das, was Ihnen nicht gefällt, lassen Sie einfach weg. Dinge, die keine Beachtung finden, lösen sich oft von allein auf. Denken Sie immer daran, dass Ihnen jeder Mensch an irgendeiner Stelle überlegen ist. Sie können also von jedem Menschen etwas lernen und durch soziale Beziehungen einen größeren Nutzen für sich selbst verzeichnen.

 

Wissen Sie immer mehr als alle anderen?

 

Mit künstlicher Anerkennung werden Sie kaum bei anderen Menschen punkten und soziale Beziehungen vertiefen können. Jeder verfügt über ein gewisses Feingefühl und durchschaut Sie schneller, als ein Rennpferd rennen kann. Mit künstlicher Anerkennung vermitteln Sie in erster Linie eins – nämlich, dass Sie es nicht ehrlich meinen. Künstliche Anerkennung, Besserwisserei, Kritik und Behauptungen stoßen andere Menschen ab. Die Türen gehen schneller zu, als es Ihnen vielleicht lieb ist. Sie können anderen widersprechen, etwas behaupten, alles besser wissen und vielleicht gelingt es Ihnen auch den anderen damit zu besiegen. Dieser Sieg wird jedoch immer bedeutungslos bleiben. Gewinnen können Sie andere Menschen und neue soziale Beziehungen mit diesen Aktionen jedoch definitiv nicht.

 

Akzeptieren Sie das „Anderssein“ der anderen!

 

Natürlich begegnen wir im Leben auch Menschen, auf deren Anwesenheit wir gern verzichten können und vor allem auch wollen. Menschen die nicht auf „unserer Wellenlänge“ liegen, rufen in uns ein klammes Gefühl hervor. Sie müssen auch nicht mit der ganzen Welt befreundet sein. Kein Mensch ist wie der andere und deshalb treffen wir im Leben auch auf Leute, die wir nicht mögen.

Die Bewusstseinsebene des anderen steht konträr zu unserer eigenen. Die Welt in der dieser andere Mensch lebt, ist eine ganz andere, als unsere. Es macht keinen Sinn, wenn Sie nun anfangen dem anderen gefallen zu wollen. Noch dazu mit der weisen Voraussicht, dass Sie es gar nicht wollen und Ihnen dieser Mensch einfach nur egal ist. Sparen Sie sich die Mühe! Stehen Sie einfach auf, nehmen Sie Ihren Hut, sagen Sie „Adieu“ und wünschen Sie dem anderen alles Gute – das war’s – mehr ist an dieser Stelle nicht drin. Sie tun nicht nur sich selbst einen Gefallen damit, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dem anderen. Sie müssen sich nicht verbiegen, verrenken, beugen oder krumm machen für soziale Beziehungen. Akzeptieren Sie einfach, dass der andere anders ist als Sie selbst und fertig!

Wenn Sie es schaffen, Ihre sozialen Beziehungen um 20% zu verbessern, dann wird sich Ihr ganzes Dasein zum Positiven verändern. Ihr Leben wird definitiv anders verlaufen. Im nächsten Jahr um diese Zeit weist Ihre persönliche Bilanz keine läppischen Ergebnisse mehr im Bereich „soziale Beziehungen“ aus – und das ist Ihr Gewinn!

 


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