Selbstvertrauen entsteht durch Selbstdisziplin

Selbstvertrauen entsteht durch Selbstdisziplin

Viele Menschen leiden unter mangelndem Selbstvertrauen. Das Maß an Selbstvertrauen deckt sich mit dem Maß an Selbstdisziplin. Unser Selbstvertrauen beruht auf unseren Fähigkeiten. Wir vertrauen auf das, was wir können. Das gibt uns Sicherheit. Die Mentalität vieler Leute besteht aber darin abzuwarten, dass das Schicksal es gnädig mit ihnen meint und ihr Leben von allein ganz einfach wird. Sie warten, dass die Motivation sie wie ein Wirbelwind umhüllt und dort hin trägt, wo ihre Ziele sind.

Sie suchen den Weg des geringsten Widerstandes, um ihre Träume zu erfüllen. Dabei landen sie meistens in einem Tal, denn der Weg zum Gipfel ist mit Anstrengungen verbunden. Und so wundern sich viele, dass ihr Leben so ist, wie es ist – dass nichts Aufregendes in ihrem Leben passiert. Neidisch blicken sie auf andere, denen alles zu gelingen scheint, deren Schicksal es einfach besser mit ihnen meint.

 

Selbstvertrauen oder Vertrauensbruch

Wie viele gute Vorsätze haben Sie bisher in die Tat umgesetzt? Was halten Sie von Ihren Mitmenschen, die Ihnen alles Mögliche versprechen und nichts davon einhalten? Wahrscheinlich hält sich Ihre Begeisterung in Grenzen. Was ist aber mit den Versprechungen, die Sie sich selbst geben? Was ist mit Ihren guten Vorsätzen? Versprechen Sie sich auch sehr viel und halten nichts? Was ist mit dem Vertrauensbruch sich selbst gegenüber? Worin bestehen derzeit Ihre Ziele und was haben Sie bisher dafür getan?

Träume und Visionen sind gut für unsere geistige Gesundheit. Wenn Sie sich aber nicht dazu aufraffen können auch dementsprechend zu handeln und über ein gewisses Maß an Selbstdisziplin verfügen, dann werden Sie ein Träumer bleiben.

Es sind mehr Wünsche oder Erwartungen, weil die Bereitschaft zum Handeln fehlt und das wirkt sich auf unser Selbstvertrauen aus. Was würden Sie für Ihre Ziele tun? Ziele erfordern immer einen gewissen Einsatz! Die nächste Frage, die sich stellt: Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben? Woran würde Ihr Umfeld erkennen, dass Sie an Ihrem Ziel angelangt sind? Wer sind Sie dann? Was sind Sie dann? Was tun Sie dann? Wie sieht Ihr Umfeld aus? Wie sieht Ihr Leben aus?

 

Selbstvertrauen durch Bilder unterstützen

Um all diese Fragen beantworten zu können, ist es sinnvoll einen schriftlichen Plan mit einzelnen Etappen zu erstellen. Malen Sie sich für jedes Etappenziel aus, was sich verändert hat. Fertigen Sie sich eine Collage an, auf der Sie Ihre Ziele und Etappen bildlich festhalten. Wenn Sie keine passenden Bilder zu Ihren Zielen finden, dann stellt sich die Frage: Sind diese Ziele, die ich anstrebe überhaupt meine Ziele?

Durch die Erstellung Ihrer Aufzeichnungen, haben Sie die Möglichkeit die Kontrolle zu übernehmen. Sie übernehmen nicht nur die Kontrolle für Ihre Ziele, sondern auch für Ihr Leben! Wenn Sie regelmäßig Ihre Vorgehensweise prüfen, dann finden Sie sehr schnell Ihre Stärken und Schwächen. Somit sind Sie in der Lage sich ständig zu verbessern und Ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Diese Aktionen stärken Ihr Selbstvertrauen. Verzichten Sie auf zu viele Details, diese können Sie später immer noch verfeinern.

 

Richtige Formulierungen unterstützen das Selbstvertrauen

Ich kann es nicht oft genug betonen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Ziele positiv formulieren und das schriftlich fixieren, was Sie wirklich wollen und nicht dass, was Sie nicht wollen! Wenn Sie beispielsweise etwas für Ihre Figur tun wollen, dann macht es keinen Sinn als Ziel folgendes festzuhalten: „Ich will nicht mehr zunehmen!“ Wie wollen Sie sich das bildlich vorstellen?

Ihr Gehirn kann diese Botschaft nicht verstehen und umsetzen. Für Ihren Geist gibt es in diesem Ziel das Wort „zunehmen“. Darauf wird sich Ihr Gehirn dann auch konzentrieren! Nur ist es das, was Sie tatsächlich wollen? Denken Sie also in Ruhe darüber nach! Suchen Sie auch nach Alternativen!

Je mehr Nutzen Sie aus Ihrem Ziel ziehen können, desto reizvoller wird es für Sie dieses Ziel auch zu erreichen. Suchen Sie nach genügend Gründen. Ziele sollen für uns aussichtsreich sein. Sie sollen sich angenehm auf unser Gemüt auswirken.

Es bringt Ihnen nichts, wenn Sie sich unrealistische Ziele setzen und diese dann bestaunen, mit der Gewissheit, dass Sie diese Erwartung sowieso nicht erfüllen können. Es wird nichts von allein passieren – Gewinnen fängt an mit Beginnen! Mit untätigen Staunen landen Sie maximal im Tal der Träume! Erfolge lassen sich jedoch nur mit eigenem Einsatz und persönlicher Leistung erbringen. Das steigert gleichzeitig auch Ihr Selbstvertrauen.

 

Kleine Ziele, wenig Selbstvertrauen

Wer nur wenig Selbstvertrauen hat, versucht sich oft zu schützen und vermeidet jede Form der Aktivität, um bloß nicht zu scheitern. So nach dem Motto: „Wenn ich mich nicht bewege, kann ich auch nichts falsch machen.“ Das ist zwar richtig, aber die Zeit des Lebens verstreicht sinnfrei. Durch „Nichtstun“ macht man eben auch nichts richtig. So kommen wir aus der Übung und unsere Fähigkeiten verkümmern. Damit erreicht niemand mehr Selbstvertrauen.

Falsche Bescheidenheit führt zur Unterforderung. Viele beginnen erst mal damit „kleine Brötchen“ zu backen. Sie setzen sich Miniziele, damit sie auf keinen Fall scheitern. So ist der Erfolg sicher gestellt! Ist er das? Miniziele bringen nicht gerade einen gewaltigen Motivationsschub mit. Mich könnte ein Miniziel nicht in helle Aufregung versetzen, wenn ich mir vorstelle, wie es sein wird, wenn ich mein Ziel erreicht habe.

Ein Beispiel: Sie sind 1,60m groß und wiegen 80 Kilo. Nach der einfachen alten Rechnungsweise, liegt Ihr Normalgewicht bei etwa 60 Kilo +/- 10%. Wenn Sie realistisch sind, dann würden Sie an dieser Stelle feststellen, dass Sie mit + 10% trotzdem 14 Kilo zuviel auf den Rippen haben. Nun liegt es an Ihnen, was aus Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit wird. Unrealistisch ist sicherlich: „Ich nehme in den ersten drei Wochen 10 Kilo ab und in der vierten Woche, dann noch mal die restlichen 4 Kilo!“ Ihr Miniziel könnte sein: „Ich nehme in den nächsten 12 Monaten 3 Kilo ab!“ Würde Sie dieses Ziel beflügeln oder motivieren? Wie viel an persönlichem Engagement würden Sie für dieses Ziel aufbringen?

Aus dem, was Sie jeden Tag tun, leiten Sie für sich ab, was Sie können und wozu Sie in der Lage sind. Langfristig gesehen führen Miniziele in die Frustration. Sie wissen, dass Sie zu mehr fähig sind. Dadurch dass Sie die Messlatte zu tief für sich selbst angesetzt haben, erreichen Sie keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Ihr Selbstvertrauen leidet darunter!

 

Unrealistische Ziele dienen zur Beruhigung des schlechten Gewissens

Sehr verbreitet sind unrealistische Ziele. Die Messlatte liegt viel zu hoch. Es geht auch nicht darum, diese hohen Ziele zu erreichen, sondern diese verbreitete Unart dient schlicht und ergreifend dazu, dass Gewissen zu beruhigen. Silvester ist einer der berühmtesten Tage für diese Art von Zielen. Im Laufe des Januar werden diese Ziele verdrängt bis zum nächsten Jahreswechsel – Prost!

Perfektionismus ist sehr hinderlich, wenn es um das Erreichen bestimmter Ziele geht. Es gibt Menschen, die glauben, sie müssen immer der oder die Beste sein. Perfektionismus verbreitet Versagensängste. Arbeiten ohne Fehler gibt es nicht.

Sie sollten bestrebt sein, Ihre Arbeit gut zu machen und nicht perfekt. Sie sparen nicht nur Nerven, sondern auch Zeit! Im Artikel „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Ausstrahlung?“, haben wir eine kleine Übung gemacht. Diese lässt sich auch hier anwenden.

Wenn Sie einmal darüber nachdenken, welche Menschen Sie am meisten mögen, welche Eigenschaften fallen Ihnen dann zu diesen Menschen ein? Perfektionismus, Status … ?

Vergessen Sie solche Gedanken wie: Alles oder Nichts! Entweder der Sieger oder der Versager! Immer oder Niemals! … Solche Gedanken lassen keine Alternativen zu und führen nur zu Erfolgsängsten. Streben Sie einen Platz im vorderen Drittel an, Sie müssen nicht jedes Mal die Goldmedaille holen! Der Weg ist das Ziel und Experimente führen nicht immer gleich zum angestrebten Erfolg.

Mit neuen Zielen, kommen meist auch neue Prioritäten ins Leben. Während wir im Unternehmen unsere Zielvorgaben von anderen bekommen, müssen wir in unserem eigenen Leben selber entscheiden, was in welcher Reihenfolge kommt. Veränderungen können Sie jedoch nur in Ihrem Leben mit EIGENEN Handlungszielen erreichen.

 

Termine sind wichtig

Für die Terminierung bestimmter Aufgaben und das schrittweise Erreichen bestimmter Zwischenziele eignet sich die Wochenplanung am besten. Zum einen können unvorhergesehene Sachverhalte besser kompensiert werden, zum anderen können Sie in einer Wochenplanung neben Ihrer Arbeit auch Ihre Freizeit mit Familie und Freunden besser planen.

Bei Tagesplanungen, besonders wenn jede Minute verplant ist, kann sich schnell Frustration breit machen. Zu detaillierte Pläne lassen keine spontanen Entscheidungen zu, sie sind unflexibel, was sich nachteilig auswirken kann. Ziele, die nicht terminiert sind, werden in der Regel verdrängt und nicht umgesetzt. Deshalb ist ein angemessener Zeitrahmen die Voraussetzung für jedes Ziel.

Lassen Sie sich nicht von anderen beeindrucken, die etwas Wichtiges an Sie herantragen. Wenn Sie die „Wichtigkeit“ anderer berücksichtigen, bleiben Ihre Ziele auf der Strecke. Dringende Sachen, die erledigt werden müssen, werden meist von draußen an uns heran getragen.

Dringendes ist jedoch nur selten wichtig und gehört meist zu den Prioritäten anderer Leute. Den wirklich wichtigen Dingen sollten wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Man erkennt sie daran, dass sie meist unbequem sind und keinen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen. Deshalb tun wir uns so schwer mit der Erledigung dieser Aufgaben.

Erfolg ist kein Selbstzweck. Erfolg soll uns Erfüllung und Glück schenken. Nur wer in der Lage ist, seine eigenen Prioritäten zu erkennen und danach zu handeln, wird letztlich das Leben führen, was er sich wirklich wünscht. Und er wird sich zu dem Menschen entwickeln, der er wirklich sein will. Dadurch wächst sein Selbstvertrauen.

Ohne langfristige Ziele, sind wir nicht in der Lage ein effektives Selbstmanagement zu führen. Wissen was man tun soll und nicht danach handeln, heißt noch nicht wissen! Machen Sie Schluss mit dem Aufschieben.

Treffen Sie eine verbindliche Entscheidung. Durchdenken Sie Ihre Vorsätze gründlich – suchen Sie auch nach Alternativen. Was ist realistisch, herausfordernd und erreichbar? Überwinden Sie Ihre Gefühle des Unmuts und Ihre eigene Trägheit. Lassen Sie die Bequemlichkeit hinter sich. Gewohnheiten kann man erlernen.

Suchen Sie Ihr Glück nicht in Überstunden – überlegen Sie sich lieber eine vernünftige Strategie, als planlos einen Freifahrtsschein fürs Hamsterrad zu ergattern und in den vielen Aufgaben zu ersticken. Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Rennpferd auf der Galopprennbahn bleiben und nicht irgendwo im Morast landen, wo aus Ihrem Rennpferd plötzlich eine Schildkröte wird.



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