Intermittierendes Fasten, Intervallfasten

Intermittierendes Fasten - Intervallfasten

Intermittierendes Fasten wird auch als "Intervallfasten" bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht um eine Diät über einen bestimmten Zeitraum, sondern um eine Lebensphilosophie, die ein Leben lang beibehalten werden kann. Intermittierendes Fasten ist eine unkomplizierte Methode und hat den Vorteil, dass Sie im Grunde auf nichts verzichten müssen.

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten bedeutet in bestimmten Intervallen zu essen und ganz auf Nahrung zu verzichten. Intervallfasten ist keine Diät als solches, sondern eine Art Lebensphilosophie - eine andere Essgewohnheit. Es ändert sich also nicht was Sie essen, sondern wann Sie essen.

Intermittierendes Fasten erfreut sich immer größerer Beliebtheit, weil es zum einen einfach ist und zum anderen auch Zeit und Geld spart. Der Kern des Intervallfastens besteht darin, den Körper darauf zu trainieren an die eigenen Fettreserven zu gehen.

Bei den meisten Diäten wird zuerst Wasser und anschließend Muskelmasse abgebaut. Da 1 kg Fett jedoch mehr Platz benötigt, als 1 kg Muskelmasse, bleibt der Körper "wabbelig" bei vielen Diäten. Cellulite und andere unschöne Auswirkungen sind die Folge. Beim intermittierenden Fasten steht der Fettabbau im Mittelpunkt. Das ist der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Diäten.



Wie funktioniert intermittierendes Fasten?

Intervallfasten beinhaltet zwei verschiedene Intervalle: Nahrungsaufnahme und nüchterner Zustand. Wenn wir etwas essen, dann produziert der Körper Insulin, um die Nährstoffe an die Zellen zu bringen. Haben die Zellen keinen Bedarf an Nährstoffen, werden diese als Reserve in den Fettzellen eingelagert. So lange der Körper Insulin produziert, so lange findet keine Fettverbrennung statt. Das heißt jedes Mal, wenn Sie etwas essen, wird Insulin benötigt. Essen Sie jetzt am Tag 10 klitzekleine Mahlzeiten, wird die Insulinzufuhr 10 Mal am Tag aktiviert. Essen Sie hingegen nur 3 große Mahlzeiten, wird die Insulinzufuhr nur 3 Mal am Tag aktiviert.

Ist Ihre Nahrung völlig verdaut, befinden Sie sich im so genannten nüchternen Zustand. Jetzt ist der Insulinspiegel niedrig und die Fettverbrennung kann beginnen. So lange Sie jetzt nichts essen, muss der Körper seine Energie aus den Fettreserven schöpfen. An die Fettreserven kommt der Körper jedoch nur heran, so lange Insulin die Zellen nicht anderweitig versorgt. Wenn wir also jeden Tag fünf Mahlzeiten essen und hier und da die ein oder andere Kleinigkeit naschen aktivieren wir immer wieder die Insulinzufuhr. Das führt zu mehr Fettreserven.

Welche Intervalle gibt es beim intermittierenden Fasten?

Intermittierendes Fasten ist relativ simple. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, weshalb das Intervallfasten sehr flexibel ist. Im Grunde können Sie selbst festlegen, wie oft und wie lange Sie fasten wollen. Viele Menschen - insbesondere Frauen - fasten Montag, Mittwoch und Freitag. An allen anderen Tagen essen sie ganz normal, weil sich dieser Intervall am besten in das Familienleben integrieren lässt.

Eine andere Möglichkeit wäre grundsätzlich einen Tag zu essen, dann wieder einen Tag zu fasten - das sogenannte 10/2 Fasten. Die Eins steht für Nahrungsaufnahme, die Null für das Fasten und die Zwei für die Anzahl der Tage. Manche Leute essen fünf Tage und fasten dann zwei Tage.

Es gibt auch Intervallfasten im Stundentakt, was allerdings nicht sehr wirkungsvoll ist. Dieses intermittierende Fasten funktioniert so, dass Sie acht Stunden am Tag essen und 16 Stunden konsequent nichts. Diese Variante ist jedoch umstritten, da bei 16 Stunden der Effekt des Fastens nicht eintritt. Der Zeitabschnitt des nüchternden Zustands ist einfach zu kurz.

Ich persönlich würde die Variante mit einem Tag essen und einem Tag fasten empfehlen. Das bedeutet: Sie essen 12 Stunden und fasten 36 Stunden. Das Gute daran: von den 36 Stunden schlafen Sie 16 bis 18. Für die meisten ist es einfacher zu sagen: Morgen kann ich wieder essen, was ich will - heute eben nicht. Wenn Sie einen Intervall mit mehreren Fastentagen wählen, dann ist es schwieriger mit dem Durchhalten. Allerdings je länger die Fasten Phase ist, desto mehr nähern Sie sich dem Flow des Fastens - ein absolutes Hochgefühl.

 

Welche Vorteile hat intermittierendes Fasten?

1. Sie sparen Zeit - Ihr Tagesablauf wird einfacher

Intermittierendes Fasten ist einfach. Sie müssen keine besondere Ausrüstung kaufen, Sie brauchen keine großartigen Fachkenntnisse, keine Punkte zählen, keine Kalorientabellen studieren usw. An den Fastentagen müssen Sie nicht darüber nachdenken, was Sie zu den einzelnen Mahlzeiten essen wollen. Es gibt ohnehin nur Getränke wie Wasser, Tee und all die Dinge ohne Zucker und Milch. Einfach nur Getränke ohne Kalorien. An den Fastentagen sparen Sie Zeit, denn Sie müssen nichts zubereiten. An den Tagen der Nahrungsaufnahme können Sie Ihr Essen besser genießen.

2. Intermittierendes Fasten kann Ihr Leben verlängern

Es gibt bereits zahlreiche Experimente - besonders in den USA, aus denen hervor geht, dass weniger Essen das Leben verlängert. In den USA gibt es bereits große Gruppen, die täglich weniger Kalorien essen, als empfohlen. Diese Menschen sind nicht nur schlank, sondern fühlen sich energiegeladen und fit. Aus logischer Sicht kann es durchaus sein, dass unsere "Batterien" länger halten, wenn sie nicht so viel Energie für die Verdauung raus hauen müssen. Der Knackpunkt ist nur: Wenn Sie durch weniger essen länger leben, dann würden Sie in gewisser Weise auch länger hungern! 😀 Das ist natürlich ganz allein Ihre Entscheidung. Letztlich gewöhnt sich der Körper daran und der Mechanismus der Kalorienrestriktion setzt ein. Somit bleibt das Hungergefühl auf lange Sicht aus.

3. Intermittierendes Fasten kann das Krebsrisiko senken

Untersuchungen an Krebspatienten zeigten, dass durch intermittierendes Fasten die Nebenwirkungen der Chemotherapie besser vertragen wurden. Zudem stiegen die Heilungschancen durch intermittierendes Fasten bei Betroffenen an - die Sterberate verringerte sich. Schlussendlich werden durch das Fasten weniger Radikale aufgenommen. Durch den längeren nüchternden Zustand hat der Körper bessere Möglichkeiten sich selbst zu regenerieren. Das gleiche trifft für Herz-Kreislauf-Beschwerden zu.

4. Intermittierendes Fasten ist einfacher als eine Diät

Die meisten Diäten sind kurzfristiges Flickzeug. Auf lange Sicht möchte keiner ein Leben lang Punkte zählen oder ständig das Gefühl haben auf alles mögliche verzichten zu müssen. Es geht nicht allein um das Problem "Ernährung", sondern in erster Linie um eine Verhaltensänderung, die uns nicht allzu schwer fällt. Intermittierendes Fasten lässt sich einfach in jeden Tagesablauf integrieren, wenn Sie sich damit anfreunden können, nicht immerzu essen zu müssen. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, kann er sich schnell daran anpassen, mal einen Tag nichts zu essen und dafür am nächsten Tag nicht verzichten zu müssen. So wird Intervallfasten rasch zur Routine.

Wer das intermittierende Fasten gern mal ausprobieren möchte, wird feststellen, dass diese Art der Fettverbrennung noch sehr viele andere Vorteile mit sich bringt. Sie werden beispielsweise selbst merken, dass Sie plötzlich auf ganz natürliche Weise den Drang nach Bewegung verspüren. Sie werden nach einiger Zeit merken, dass Sie jünger aussehen, denn intermittierendes Fasten hat auch einen Anti Aging Effekt. Es gibt so viele Vorteile. Am Ende können wir festhalten, dass intermittierendes Fasten eine Art Lebensphilosophie ist, die jeder Mensch zu jeder Zeit flexibel handhaben kann.



Teilen macht Spaß und erhält die Freundschaft …

Wie viele Sterne geben Sie diesem Artikel?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, durchschnittlich: 4,75 von 5)
Loading...

Erhalten Sie lebensverändernde Ideen in Ihrem Posteingang: Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein!