Vergangenheit, Vergangenheit vergessen

 

Haken Sie die Vergangenheit ab

 

Befreien Sie sich von der Vergangenheit. Die Vergangenheit kann sich wie eine Knechtschaft auf Ihr Leben auswirken. Vergangenheit ist nicht real – Vergangenheit ist Kopfsache! Vergangenheit sind Erlebnisse, die wir irgendwann mal erlebt haben. Die Vergangenheit existiert realistisch gesehen nur noch in unseren Gedanken. Wenn Sie Ihre Erfahrungen oder Erlebnisse aus der Vergangenheit vergessen, existiert dieser Teil Ihres Lebens so zu sagen nicht mehr für Sie.

 

 

Ihre Umstände spiegeln Ihr Denken aus der Vergangenheit wider

 

Ihre Vergangenheit hat das aus Ihnen gemacht, was Sie heute sind. Sie sind heute das, was Sie in der Vergangenheit gedacht haben und Ihre Lebensumstände spiegeln Ihre Entscheidungen aus der Vergangenheit wider.

Wenn Ihnen nicht gefällt, wer Sie heute sind und was Sie haben, dann können Sie das mit Hilfe Ihres Geistes ändern. Befreien Sie sich aus der Knechtschaft Ihrer negativen Gefühle, die aus Ihrer Vergangenheit stammen. Gestehen Sie sich ein, was Sie in den letzten Jahren falsch gemacht haben.

Wenn Sie einen Freund verloren haben, dann haben Sie ihn verloren. Wenn Sie zig Tausend Euro in den Sand gesetzt haben, dann haben Sie das Geld in den Sand gesetzt. Wenn Sie durch Ihre Verhaltensweisen Ihren Partner/in verloren haben, dann haben Sie Ihren Partner/in verloren … Ja und?

Sie haben die Zeche bezahlt. Sie müssen ohne Ihren Freund auskommen. Sie können sich nichts für die zig Tausend verlorenen Euro kaufen. Sie müssen ohne Ihren Partner/in weiter leben. Sie tragen die Konsequenzen – das kann Ihnen niemand abnehmen. Aber es heißt doch nicht, dass Sie nicht einen neuen Freund finden können, einen anderen Partner/in, den oder die Sie lieben können. Und wer hat Ihnen gesagt, dass das Geld auf dieser Erde alle ist?

 

Es ist nicht so wichtig woher Sie kommen – es ist viel wichtiger wohin Sie gehen

 

Denken Sie daran: Sie sind jederzeit in der Lage das Blatt zu wenden. Sich mit den Lebensumständen, die Sie nicht mehr dulden wollen zu revanchieren und sich einzureden, dass Sie sowieso nichts ändern können, hat nichts mit Akzeptanz zu tun, sondern wird schlicht und ergreifend Resignation genannt.

Vielleicht fühlen Sie sich gefangen, weil Ihre Vergangenheit nicht nur schöne Erinnerungen hinterlassen hat. Ihre Vergangenheit können Sie nicht mehr ändern. Denken Sie daran, dass die Vergangenheit in Wirklichkeit nicht existiert. Es existiert nur die Erinnerung in Ihrem Kopf daran.

Nutzen Sie die Fehler der Vergangenheit dazu, es in der Zukunft besser zu machen. Durch die Fehler der Vergangenheit haben Sie zumindest einen oder mehrere Wege gefunden, wie es nicht geht. Nutzen Sie dieses Potenzial und diese Erfahrungen für neue Aufgaben, Hürden und Herausforderungen. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Vergangenheit als Begründung nutzen, um Ihr Leben dem „Schicksal“ zu überlassen und die Hände in den Schoß zu legen.

 

Haken Sie die alten Geschichten der Vergangenheit ab

 

Werfen Sie diesen Ballast ab – er ist doch längst Geschichte. Warum wollen Sie weiter leiden und vor allem, was ändert sich dadurch? Was bringen Ihnen Ihre negativen Gefühle an Vorteilen? Welchen Sinn soll das Ganze haben? Haken Sie die alten Geschichten endgültig ab. Sie entwickeln sich jeden Tag weiter. Der Mensch, der Sie gestern waren existiert nicht mehr – Sie haben dazu gelernt und sich weiter entwickelt – Sie haben sich verändert!

Schauen Sie lieber nach vorn und achten Sie auf die unzähligen Chancen, die Ihnen Ihre Gegenwart jeden Tag bietet. Sie können Ihr Leben nur in der Gegenwart verändern. Ihre Vergangenheit zählt nicht mehr. Es ist völlig wumme woher Sie kommen. Entscheidend ist wohin Sie gehen! Wenn Sie immer nur in den Rückspiegel schauen, dann werden Sie ständig von einem Unfall in den nächsten steuern, denn Sie sehen ja nicht, was direkt vor Ihrer Nase passiert. Damit machen Sie sich Ihr Leben nur selbst schwer.

Konzentrieren Sie sich auf neue Herausforderungen, an denen Sie wachsen und sich weiter entwickeln können. Gestalten Sie lieber jetzt Ihr Leben. Gestalten Sie Ihre Zukunft und achten Sie darauf, dass sich die Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Dann hat die Vergangenheit ihre Aufgabe erfüllt. Darüber sollten Sie nachdenken und diese Realität in sich fest verankern. Nutzen Sie lieber die Zeit und schaffen Sie sich die Lebensumstände, die Sie lieben.

 

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.“ (Albert Einstein)

 


15 Kommentare

  1. meine Frau hat sich von mir getrennt was weniger schlimm ist für mich was mir aber immer noch sehr weh tut wenn ich an die Vergangenheit denke is das sie mir die freundschaft zu meinem besten Freund zerstört hat. vieles was sie mitgenommen hat ist mir egal doch die Tatsache das ich dadurch einen „Bruder“ verloren habe das tut mir immer noch so weh

    • Hallo Sascha,
      danke für Ihren Kommentar.

      Trennungen sind immer schmerzhaft und meist einschneidend vor allem dann, wenn es um die Beziehung geht. Wie heißt es doch so schön: „Mit wem Du gelacht hast vergisst Du schnell – mit wem Du geweint hast, vergisst Du nie“.

      Ich kann verstehen, dass Sie über die Trennung enttäuscht sind. Was mich in Ihrem geschilderten Fall nachdenklich macht ist die Frage: Wie konnte ein anderer Ihre Freundschaft zerstören? Für mich ist hier ganz klar, dass daran nicht allein Ihre Frau die Schuld trägt. Jeder Mensch ist Herr seiner Gedanken. Aus diesen Gedanken entstehen Gefühle und aus unseren Gefühlen heraus handeln wir. Ihr Freund, den Sie auch als Ihren Bruder bezeichnen, hat hier ganz klar eine
      Ent-scheidung getroffen.

      Vielleicht hilft Ihnen dieser Sachverhalt ein wenig dabei, das Vergangene hinter sich zu lassen und neu durch zu starten. Sie können die Vergangenheit nicht ändern. Sie können nur lernen zu akzeptieren. Hier finden Sie dazu noch einige Ausführungen, die Ihnen bei der Verarbeitung Ihrer Vergangenheit helfen können.

      Ich wünsche Ihnen viel Kraft auf Ihrem Weg.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

  2. Ich möchte hier einen Satz anmerken, den mir mal ein Coach gesagt hat, der Führungskräfte schulte. Er lautet: „Ich mache keine Fehler, ich sammle Erfahrungen.“
    Wer macht schon keine Fehler? Ich finde es gut, was Frau Maschlanka oben geschrieben hat, dass man sich darüber im Klaren werden MUSS, was man im Leben falsch gemacht hat, um es künftig besser zu machen. Zitiere hier Seneca: „Wenn ein Seemann nicht weiß, welches Ufer er ansteuern muß, dann ist kein Wind der richtige.“
    Wünsche allen Menschen hier, dass sie den Weg finden, der für sie der Beste ist, auch wenn es den einen oder anderen Umweg verlangt!

  3. Ein guter Artikel. Man steht plötzlich mit den Trümmern eines gelebten Lebens da. Mobbing Kündigung Arbeitslosigkeit plötzlich Hartz 4 und Armut, sowie der Verlust geliebter Personen. Und man ist keine 20 mehr. Man merkt, wie oft man vor den Kopf gestossen oder weggestossen wurde. Puh, damit klarzukommen ist echt schwierig. Dennoch lohnt es sich tatsächlich kein bisschen, sich darüber zu ärgern, weil das nichts bringt. Man steht vielleicht da und „guckt blöd aus der Wäsche“.
    Ich denke manchemal, dass eben alles umsonst war, was ich getan habe. Und dass das, was ich gegeben habe, wohl nicht genug für den ein oder anderen war. Jetzt habe ich nichts mehr zu geben. Und bin quasi übrig geblieben. Mit leeren Händen und wenig Kraft.
    Wie sagte Karl Valentin an seinem Sterbebett: „Und das dafür“.
    Es hat sich nicht gelohnt.
    Und die, die weg sind, waren es nicht wert. Denn es hat Ihnen nicht genügt, was sie bekommen haben.

    • Hallo,
      danke für Ihre Ausführungen. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass ALLES umsonst war, denn das ist es nie. In schwierigen Situationen neigen Menschen zu Verallgemeinerungen. Niemand macht ALLES falsch und niemand macht ALLES richtig. Demzufolge müssen Sie also auch etwas richtig gemacht haben in Ihrem Leben.

      Alles hat seinen Sinn – auch wenn Sie es im Moment nicht erkennen können. In der Regel können wir erst dann etwas ändern, wenn wir wissen, was überhaupt schief gelaufen ist.
      Erst wenn wir uns über unsere Fehler im Klaren sind, können wir Korrekturen einleiten. In diesem Blog gibt es viele Artikel zu diesen Themen wie beispielsweise „Ich habe keine andere Wahl oder doch?

      Ich würde Ihnen empfehlen ein bisschen auf dem Blog rum zu schnökern und sich neuen Input zu holen – oft sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht, wenn wir uns in einer schwierigen Konstellation befinden.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

  4. Hallo Kevin,

    es tut mir sehr leid, dass Deine Familie zerbrochen ist. Wenn sich Eltern trennen, ist das für Kinder ein Desaster. Es ist nicht Deine Schuld. Die Vorwürfe, die Dir Deine Mutter macht, sollte sie sich lieber selbst machen, denn sie ist ein Teil der Verantwortlichen für die Trennung.

    Es ist wie es ist. Du kannst am Wenigsten dafür und musst nun mit dieser Situation klar kommen. Wie es gewesen wäre wenn …, wirst Du niemals erfahren. Wichtig ist, dass Du für Dich einen Weg findest mit dieser Situation klar zu kommen.

    Manchmal ist es besser wenn sich Eltern trennen, weil sie miteinander nicht mehr glücklich werden können.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  5. Hallo, danke für diesen schönen Artikel Vergangenheit ist nunmal Vergangenheit aber ich bin erst 15 und habe sehr Heimweh jeden tag muss ich daran denken warum bin zu meinen vater gezogen meine Mutter hat mich sehr gut behandelt aber nach der zeit bei einer 45 Quadratmeter Wohnung da kommt man nicht mehr zurecht dazu ist meine mutter arbeitslos ich wurde auch damals ausgelacht, kinder können sehr gemein sein aber jeden falls hat es sich dann so ergeben und nun ja in der ersten zeit hat meine Mutter mir immer Vorwürfe gemacht das ich sie in stich gelassen habe uvm ich würde alles wieder rückgängig machen aber vergangen ist vergangen der Schmerz begleitet mich immer wieder mit man frägt sich was wäre passiert wenn…. aber so ist es halt jeden tag denk ich daran

  6. Danke für das Feedback. Freut mich, wenn der Artikel etwas bewirkt hat. Natürlich brauchen bestimmte Erfahrungen aus der Vergangenheit ihre Zeit der Verarbeitung bis sie tatsächlich abgehakt werden können. Wichtig ist, dass jedem bewusst wird, dass diese Zeit vorbei ist. Manche Menschen schleppen sich ein Leben lang damit herum. Das ist sehr Schade, denn wer seiner Vergangenheit zu viel Platz in der Gegenwart einräumt, beschränkt sein ganzes Leben.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  7. ich fand den artikel super. zu mir passt er! allerdings kann man nicht immer gleich alles abhaken, klar und je nach vorfall! das kann schwer sein. aber die grundsätzlichen grübelvorlieben und was doch alles besser war oder oder, nun die dinge die einem einfach am voranschreiten hindern. gerade wenn man zeit hat.

    stop und nach vorne schauen.
    danke für das erinnern, war mal wieder zu oft und zu intensiv in der vergangenheit.

  8. Natürlich können wir kognitiv vieles aus der Vergangenheit abhaken und dann zumindest daran glauben, wir etwas Endgültiges vollzogen haben. Emotional gesehen kauen die meisten Menschen jedoch ein Leben lang an ihren größten Fehlern, weil die Ursache dafür oft Ängste und Charaktereigenschaften sind, die wir kaum jemals wirklich loswerden oder ganz beseitigen können.
    In der Realität sind wir nicht unbedingt abhängig von der Vergangenheit als solchen,um so mehr aber von unserer Veranlagung, unseren frühen Traumata, unsere gesellschaftlichen Konditionierung und Sozialisierung.

  9. Danke für das nette Feedback. Natürlich hat jeder seine Sichtweise und Sie schildern hier Ihre Auffassung oder Meinung zum Thema „Vergangenheit“, was auch völlig legitim ist und sogar wünschenswert, da ja auf diese Weise ein Austausch statt finden kann.

    Mir ging es bei diesem Artikel in erster Linie darum, Menschen wach zu rütteln und klar zu stellen, dass trotz Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat, immer die Möglichkeit besteht das Blatt zu wenden und es anders oder besser zu machen.

    Manchmal sind es auch kleine Dinge – schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit, die uns daran hindern heute aktiv zu werden, was einfach Schade ist.

    Ich denke letztlich wollen wir beide das Gleiche, nur das wir verschieden sind, unterschiedliche Erfahrungen haben und somit auch verschiedene Herangehens- und Sichtweisen. Das ist auch gut so, sonst wäre das Leben ja zum Sterben langweilig.

    Die Geschichte mit Ihrer Bekannten tut mir wirklich leid – das ist sehr schwierig. Vielleicht könnte sie Geschichten schreiben? Oder ihre eigene Geschichte? Viele Menschen können sich nicht vorstellen, wie es ist blind zu sein. War jetzt nur mal eine Idee von mir.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  10. Ich fand Ihren Artikel ebenso interessant wie inspirierend. Dennoch möchte ich Ihnen einen Vorschlag unterbreiten, was Sie zumindest meiner Meinung nach besser hätten machen können. Es gibt bestimmt viele Leser, die das nicht so sehen, aber ich habe diesen einen Punkt in Ihrem Artikel vermisst. Obwohl er zumindest angeschnitten wurde kam er aus meiner Sicht zu kurz. Das „Warum“! Warum werden manche Menschen von ihrer Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes festgehalten? Ich hatte nie das Problem, dass ich mich in meine Vergangenheit „verschanzt hätte“ – mit Ausnahme einer gewissen Anzahl an Ereignissen, die mich höchstens für einige Stunden oder Tage beschäftigten -, aber als Hobby-Psychologe versuche ich zumindest nachzuvollziehen, was in diesen Menschen vorgeht. So wie ich das sehe ist es nämlich nicht etwa so, dass diese Menschen aus freien Stücken in dieser eigentlich nicht mehr existierenden Welt leben. Auch bezweifle ich, dass sie irgend eine Sucht nach Erinnerungen an die Vergangenheit hätten.

    Ich stelle mir vor, dass in diesen Menschen eines der folgenden Dinge vor sich geht:

    A) Sie verbarrikadieren sich hinter ihren Erinnerungen, weil sie mit ihrer präsenten Situation unzufrieden sind und zum Beispiel aus Mangel an Bildung oder aufgrund einer Behinderung einfach keine positiven Vorstellungen von ihrer Zukunft haben – was heisst, dass ihen nur ihre positiven Erinnerungen bleiben. Jemand aus meinem Bekanntenkreis ist zum Beispiel tatsächlich vor zwei Jahren bei einem Unfall erblindet. Obwohl wir – als ihre Freunde – versuchen ihr Mut zuzusprechen, hält sie ihre Chancen auf eine bessere Zukunft für äusserst gering.

    B) Sie meinen sich ständig gegen Anfeindungen aufgrund von vergangenen Entscheidungen und Taten rechtfertigen zu müssen, bzw. es gab schon konkrete Vorfälle, in denen von ihnen erwartet wurde, dass sie sich für Taten, die schon damals längst passé waren, rechtfertigten. Im Fall der von Ihnen genannten Beispiele wäre dies in etwa „Mensch Fritz, Dich hab‘ ich ja schon ewig nicht gesehen. Das muss ja mindestens 10 Jahre her sein. Ja, ich erinnere mich. Deine Freundin, meine Schwester, hat Dich damals verlassen als Du Dich so unmöglich benommen hast. Das ist wie gesagt schon zehn Jahre her, aber von einem 15-Jährigen hätte ich echt ein reiferes Verhalten erwartet.“ oder „Du willst wissen, wer der Herr war, der mir gerade so freundlich zugewunken hat? Na Fritz! Genau! Der Depp der vor drei Monaten doch tatsächlich mehrere hundert Euro in den Sand gesetzt hat! So ein Versager!“

    Wie gesagt waren dies nur Vorschläge, wie dieser ohnehin schon recht lesenswerte Artikel eventuell noch besser hätte werden können. Ausserdem muss ich schliesslich zugeben, dass sie diese Gesichtspunkte tatsächlich in ihrem Artikel kurz angeschnitten haben.

    Vielen Dank für diesen Artikel und für Ihre Aufmerksamkeit. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

    P.S. Viele Besitzer von Homepages, Leiter von Kursen etc. wollen wissen, wie ich auf sie gestossen bin. Wie ich mit dem Wort „Hobby-Psychologe“ schon angedeutet habe, war es allein mein Interesse an der Psychologie, die mich hierher trieb.

  11. Hallo Astrid,

    danke für Ihr Feedback und Ihre Ausführungen zu diesem Artikel.

    Ich glaube wir haben entweder unterschiedliche Auffassungen von dem Begriff „abhaken“ oder Sie haben den Artikel nicht richtig gelesen.

    In meinem Artikel steht eindeutig, dass jeder die Konsequenzen seiner Handlungen tragen muss. Ich habe zudem auch ausgeführt, dass die Fehler der Vergangenheit Erfahrungen sind, die wir dazu nutzen sollten, es in Zukunft besser zu machen.

    Kein Mensch ist fehlerfrei – wir machen alle Fehler. Fehler sind Wegweiser. Wenn wir Fehler machen, müssen wir die Konsequenzen tragen und daraus lernen, um es beim nächsten Mal besser oder anders zu machen. Dann hat aber auch dieser Fehler seine „Daseinsberechtigung“ verloren und wir können getrost einen Haken dahinter setzen.

    Es geht nicht darum die Vergangenheit oder das vergangene Leben zu vergessen. Vergessen oder verdrängen ist etwas anderes.

    Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen – Sie können die Vergangenheit nicht ändern. Die Vergangenheit ist so wie sie ist. Was aber jeder ändern kann ist die Sichtweise darauf.

    Natürlich können Sie sich hinsetzen und die nächsten zwanzig Jahre darüber nachgrübeln. Wer grübelt sitzt in einer Grube, hat keine Übersicht und starrt Löcher in die Vergangenheit. Die Vergangenheit und die Zukunft sind Zeiträuber – auf beide haben wir keinen Zugriff. Wirklich etwas ändern können wir nur in der Gegenwart.

    Viele Menschen tragen ihre negativen Gefühle der Vergangenheit mit sich herum und sind wie gelähmt. Sie lassen den „schlechten Film“ immer wieder vor ihrem „inneren Auge“ ablaufen, was dazu führt, dass sie nicht mehr in der Lage sind ihre Gegenwart zu genießen, Veränderungen herbei zu führen und ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Und dieser „schlechte Film“ existiert einzig und allein im Kopf dieses Menschen – es ändert sich nichts durch diese Art und Weise des Umgangs mit der Vergangenheit, denn sie kann nicht rückgängig gemacht werden – das Leben findet heute statt – nicht gestern und nicht morgen.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  12. Seine Vergangenheit abhaken, vor allem wenn man Fehler gemacht hat, ist nicht der richtige Weg zur wirklichen Selbstfindung.
    Was es einem bringt, über seine Vergangenheit nachzugrübeln? Es bringt vielleicht ans Tageslicht, dass man aus Fehlern lernen kann oder muss, dass man sich bei Menschen entschuldigen lernt, denen man weh getan hat und das man rfahrungen weitergeben kann.
    Wenn man versucht, die Vergangenheit zu „vergessen“ und „abzuhaken“, fehlt ein Teil, aus dem sich unsere Persönlichkeit aufbaut.
    Vergangenheit beinhaltet nie nur Negatives, sondern auch viele positive Erfahrungen – löscht man das, worunter man „leidet“ oder was einen „belastet“ aus, dann löscht man auch aus, was es darauffolgendes vielleicht Schönes gab.
    Man kann sich nicht einfach zurücklehnen und sagen, ich hake meine Vergangenheit ab – man kann nur einen Weg finden, mit sich selber und/oder anderen behutsamer, vorsichtiger umzugehen. Alles andere ist pure Verdrängung und irgendwann irgendwo holt es einen wieder ein oder drängelt sich gewaltsam wieder ins Bewusstsein.

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