Fiasko

Das Fiasko im Leben und wie Sie ihm entgegenwirken

Kennen Sie das Gefühl, wenn das Leben im Fiasko zu ertrinken droht, weil sich in verschiedenen Situationen Pleiten, Pech und Pannen aneinanderreihen? Sie finden Ihren Schlüssel nicht, lassen in der Hektik einige wichtige Unterlagen liegen, alle Ampeln sind rot, sie kommen zu spät zu einem wichtigen Termin und kippen sich versehentlich auch noch einen Teil Ihres Kaffees über die Bluse oder das Hemd.

Solche Situationen hat wohl schon jeder einmal von uns erlebt. Die Dinge laufen nicht wie sie sollen - das Fiasko ist perfekt - das Chaos nimmt seinen Lauf. Eine Welle der Verärgerung und Wut breitet sich in uns aus. Teilweise weigern wir uns dieses Fiasko zu akzeptieren - die Unterlagen müssen doch da sein und wir wühlen alles zwanzig mal durch - aber trotz aller Gründlichkeit - es ist wie es ist.

Im Fiasko realisieren wir die Verluste

In der Regel sind es viele Kleinigkeiten, die gleichzeitig auf uns einströmen und uns in die Erschöpfung treiben. Wir haben das Gefühl nicht mehr Herr der Lage zu sein. Es scheint wie eine Art Fluch. Eine Reihe von Gedanken wirbeln durch unsere Köpfe:

Warum muss das ausgerechnet mir immer passieren? Warum verliere ich ständig irgend etwas? Warum bin ich so tollpatschig? Warum arbeite ich überhaupt, wenn ich am Ende doch nichts davon habe, weil ich alles irgendwo liegen lasse? Ist mit mir alles in Ordnung oder stimmt irgend etwas mit meiner Person nicht? ...

Unsere Gedanken sorgen dafür, dass wir uns schlecht, ungeschickt und dumm fühlen. Wir steigern uns weiter in dieses Fiasko hinein und neigen unbewusst dazu alles zu verallgemeinern. Dadurch fahren wir uns fest und werden handlungsunfähig.

In derart festgefahrenen Situationen ist es besser seinen Gefühlen erst einmal freien Lauf zu lassen anstatt gegen sich selbst zu kämpfen. Dadurch können Emotionen wie Frustration, Resignation, Gereiztheit, Ärger, Selbstvorwürfe, Enttäuschung und Schmerz durch uns hindurch fließen.

Mit ein wenig Abstand wird es zunehmend möglich das Fiasko zu analysieren. Wir versetzen uns somit selbst in die Lage herauszufinden, was uns eigentlich so wütend und zornig macht. Daraus ergeben sich Kernpunkte, auf die wir künftig besser achten können, um ähnliche Situationen zu vermeiden. Durch diese Methode verändern sich unsere Gefühle obwohl sich die Umstände um uns herum gar nicht verändert haben.



Durch neue Perspektiven wird die Welt im Fiasko ein glücklicher Ort

Durch die Entschlüsselung der Kernpunkte können wir für uns selbst neue Perspektiven entwickeln, so dass es uns mitten im Fiasko schlagartig bedeutend besser geht. Wir sitzen nicht mehr in einer Grube und grübeln, sondern können uns auf andere Aktivitäten konzentrieren.

Was gewesen ist, ist gewesen. Sie können Ihre Vergangenheit nicht ändern. Sie können nur Ihre Sichtweise auf Vergangenes ändern. Es macht daher wenig Sinn sich übermäßig lange mit Pleiten, Pech und Pannen zu beschäftigen.

Klar haben Sie möglicherweise einen Verlust erlitten, weil Sie beispielsweise Ihr Handy verloren haben. Was nützt es Ihnen aber jetzt auf sich selbst gnadenlos einzuprügeln? Davon kommt Ihr Handy auch nicht wieder. Sie lösen kein einziges Problem mit dieser Strategie.

Fehler sind nur ein vorübergehender Irrtum. Verschwenden Sie nicht Ihre Lebenszeit und Ihre Energie mit all diesen ärgerlichen Dingen, die real gesehen nur eine Verschiebung in der Wahrnehmung sind. Was für den einen die mittlere Katastrophe darstellt, ist für den anderen "Pille-Palle-Kinderkram".

Angemessene Reaktionen führen aus dem Fiasko heraus

Wenn wir uns in chaotischen Situationen befinden, sind wir oftmals wie gelähmt und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Weil bestimmte Situationen schwierig sind und wir Mühe haben mit ihnen fertig zu werden, versetzen wir uns in negative Zyklen und schaden uns damit in erster Linie selbst. Wir verbringen unsere Zeit damit auf unsere schwierigen Situationen zu beharren und betreiben einen zusätzlichen Kraftaufwand um uns ja nicht aus diesem Vorfall heraus zu bewegen.

Negative Ereignisse und Begebenheiten passieren jeden Tag in unserem Leben. Selbst reiche oder berühmte Menschen werden vom Fiasko nicht verschont. Wir haben nicht immer genügend Einfluss negative Vorfälle aus unserem Leben fern zu halten, wir haben jedoch die Wahl wie wir darauf reagieren und welche Handlungen wir einleiten. Wenn wir lernen mit schwierigen Situationen, Pleiten, Pech und Pannen angemessen umzugehen, können wir in unserem Leben sehr viel mehr erreichen.

 

10 Tipps dem Fiasko entgegen zu wirken

1. Machen Sie einen Schritt zurück und bewerten Sie das Gesamtbild einer Situation

Stellen Sie sich folgende Fragen:

1. Worin besteht überhaupt mein Problem?
2. Bin ich der einzige Mensch auf dieser Welt, der mit dieser Problematik konfrontiert ist?
3. Wie sieht mein Problem im Vergleich zum globalen Maßstab aus?
4. Hat mein Problem Auswirkungen auf mein weiteres Leben, auf meine Lebensqualität oder auf meine Persönlichkeit?
5.  Werde ich mich in sieben Jahren noch an dieses Problem erinnern?

Anhand dieser Fragen in den unterschiedlichen Situationen werden Sie erkennen, dass die einen Probleme gar nicht so groß sind und die anderen Probleme eigentlich nur aus ungelösten Aufgaben bestehen.

Mal angenommen sie haben verschlafen, finden Ihren Schlüssel nicht, vergessen wichtige Unterlagen, alle Ampeln sind rot und Sie kommen zu spät zu einem wichtigen Termin.

1. Das Problem besteht nun realistisch darin, dass Sie Ihre Zeitreserven mit Suchen verbraucht haben und zu spät zu einem Termin kommen ohne Ihre wichtigen Unterlagen.

2. Aber wahrscheinlich gibt es noch einige tausend andere Menschen, die genau zur selben Zeit mit der selben Situation konfrontiert sind.

3. Das Leben geht trotzdem weiter und im Vergleich zu den Problemen im globalen Maßstab dieser Erde, ist es so winzig klein, dass es nicht mal als Problem wahr genommen wird.

Es gibt wahrscheinlich Millionen von Menschen auf dieser Erde die gern ihre Probleme mit Ihnen tauschen würden. Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder satt kriegen sollen, Menschen, die auf der Flucht vor Kriegen sind oder Menschen, die an schweren unheilbaren Krankheiten leiden. Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen.

4. Im schlimmsten Fall kommen Sie zu einem Termin zu spät und werden nicht mehr empfangen. Dadurch haben Sie das Problem der vergessenen Unterlagen nicht mehr.

Mal angenommen Sie können trotzdem an der Sitzung teilnehmen. Das Schlimmste was Ihnen jetzt noch passieren kann ist, dass alle kurz rum murren, weil Sie zu spät sind. Sie vermitteln möglicherweise einen schlechten oder zerstreuten Eindruck. Sie werden vielleicht keinen Geschäftsabschluss in diesem einen Fall machen, weil Sie ja auch noch Ihre Unterlagen vergessen haben. Im allerschlechtesten Fall verlieren Sie Ihren Job. Wahrscheinlich wird jedoch nichts von alledem eintreffen und es passiert gar nichts.

5. Wissen Sie noch ob bzw. welches Problem Sie heute vor genau sieben Jahren hatten? Wird Ihr Fiasko in drei Monaten noch eine Rolle in Ihrem Leben spielen? Vermutlich nicht! Kein Problem hält lebenslänglich.

Durch diese Fragestellungen geben Sie sich selbst die Möglichkeit Ihr Fiasko aus verschiedenen Richtungen zu betrachten. Sie erkennen rasch die Kernpunkte, die Sie zukünftig anders steuern müssen und neue Perspektiven tun sich für Ihre Situation auf.

Die meisten Probleme, mit denen wir uns täglich beschäftigen haben kaum einen Einfluss auf unser Leben oder auf unsere Lebensqualität. Der größte Teil überlebt keine 24 Stunden. Daher gibt es keinen Grund überbetont zu reagieren.

2. Schaffen Sie sich ein Ventil für Ihr Fiasko

In manchen Situationen haben wir Mühe an uns zu halten. Wir müssen irgendwo hin mit dem Adrenalin und der aufgestauten Wut in uns. Wir fühlen uns wie ein Topf mit einem Deckel oben drauf, in dem das Wasser kocht und der Dampf nicht entweichen kann. Je mehr wir uns aufregen, desto mehr brodelt es im Topf. Irgendwann gibt es kein Halten mehr und der Deckel hebt unkontrolliert ab.

Einerseits kann es In solchen persönlichen Schieflagen passieren, dass wir alles oder vieles "zerkloppen", was wir vorher mühevoll mit unseren Händen an vielen Tagen aufgebaut haben. Andererseits ist es ungesund für Geist und Seele, wenn wir unsere Probleme in uns "hinein fressen".

Suchen Sie deshalb nach individuellen Wegen, um sich ein "Ventil" für derartige Lebenslagen zu schaffen. Fahren Sie meinetwegen in einen Wald und brüllen Sie die Bäume an bis Ihre Wut verflogen ist.

Eine sehr gute Möglichkeit Adrenalin abzubauen ist Bewegung. Je mehr und je flinker Sie sich bewegen, desto schneller verschwindet Ihre Wut.

Kennen Sie das Gefühl der Erleichterung, wenn Sie mal so richtig geheult haben? Tränen transportieren ebenfalls Adrenalin aus dem Körper und für viele Menschen ist diese Variante ein beliebtes "Ablassventil". Hinterher sind sie tot müde und bekommen obendrein noch eine Mütze Schlaf, der ebenfalls entspannt.

Tun Sie was Ihnen gut tut, aber bleiben Sie nicht in Ihrem Fiasko stecken. Wenn Sie sich den ganzen Tag mit diesen Nichtigkeiten beschäftigen, sorgen Sie selbst für Ihre schlechte Laune und sind einfach unausstehlich. Sie ziehen andere herunter und saugen sämtliche Energie aus Ihrer Umgebung ab. Am Ende haben Sie sich unbeliebt gemacht und Ihr Problem ist trotzdem nicht gelöst.

3. Verwandeln Sie Ihr Fiasko nicht in einen schlummernden Vulkan

Natürlich gibt es auch Sorgen und Nöte, die tiefgreifender sind. Sie machen uns traurig und unglücklich. Diese Gefühle müssen bewusst verarbeitet werden. Sie dürfen nicht geleugnet oder unterdrückt werden.

Mit einer Wunde im Herzen ist es ähnlich wie mit einer Wunde am Körper. Wenn Sie sich äußerlich verletzen, dann ist es wichtig die Wunde gut zu versorgen, damit sie schnell verheilen kann. Sind Sie unachtsam können Bakterien die Wunde infizieren und sie heilt ewig nicht. Manchmal denken wir auch die Wunde ist verheilt, bis wir schmerzlich feststellen, dass es sich lediglich um die Oberfläche handelt. Im inneren ist nichts verheilt.

In der gleichen Weise verhält es sich mit den Wunden im Herzen, auf der Seele oder im Geist. Wenn Sie sich nicht ausreichend darum kümmern, liegen sie in Ihnen bereit um zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufzutauchen und erneut Schmerz zu bringen.

Diese Wunden sind wie ein schlummernder Vulkan, der jahrelang inaktiv ist, bis er plötzlich und unerwartet wieder ausbricht. Das ist einer der Gründe, warum Menschen, denen es bisher gut ging plötzlich seelisch zusammenbrechen, wenn bestimmte Themen angesprochen oder diskutiert werden. Die Wunden der Vergangenheit reißen wieder auf, obwohl die gegenwärtige Situation nicht bedrohlich für diese Betroffenen ist.

4. Respektieren Sie Ihre Gefühle

Sträuben Sie sich nicht mit aller Macht gegen Ihre Gefühle. Durch Ihre persönliche Akzeptanz Ihrer Emotionen erkennen Sie diese an. Wenn Sie beispielsweise denken: "Ich habe Angst vor der Prüfung." Dann ist es so und Sie sollten diese Tatsache respektieren.

Quittieren Sie jedes Gefühl, das in Ihnen aufsteigt, denn es ist ja erst einmal da. Respekt und Akzeptanz bedeuten nicht Einverständnis. Die Anerkennung, dass Ihre Gefühle existieren verhilft Ihnen sich auf die Dinge zu konzentrieren, die auf der Hand liegen, anstatt sich mit der Verweigerung Ihrer Emotionen zu beschäftigen.

Wenn Sie also Angst vor der Prüfung haben und Sie erkennen an, dass es Ängste gibt, dann haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, woher diese Angst kommt. Vielleicht fehlen Ihnen Informationen und Sie haben deshalb ein ungutes Gefühl. Anstatt so zu tun, als hätten Sie keine Angst tun Sie lieber das, was auf der Hand liegt - nämlich die fehlenden Informationen zu besorgen.

5. Schicken Sie Ihr Fiasko in den Urlaub und entschlüsseln Sie was Sie wirklich ärgert

Wenn Ihre Lebenssituation zu sehr von einem Fiasko überschattet wird, dies aber nicht zeitkritisch ist, dann gönnen Sie sich eine Auszeit. Mit etwas Abstand können Sie Ihre Situation objektiver bewerten.

Mitten im Chaos neigen wir dazu Gott und die Welt für unsere schwierige Situation verantwortlich zu machen. Tief in unserem Inneren sind wir jedoch wütend auf uns selbst.

Sobald wir uns weit genug in unser Fiasko hinein steigern, halten wir uns für alles mögliche - verantwortungslos, leichtsinnig, tollpatschig ... Durch unsere Subjektivität sabotieren wir uns selbst und reiben uns an trivialen Dingen auf, die uns suggerieren, dass wir zu den Verlierern im Leben gehören.

Unsere Wut nimmt proportional in dem Maße zu, wie unsere Kontrolle über eine Situation auf der anderen Seite abnimmt. Deshalb werden Sie mit Wut auch kein einziges Problem lösen. Je objektiver Sie sind, desto mehr Maßnahmen können Sie ergreifen, um sich aus Ihrem Fiasko zu befreien. Mit jeder Maßnahme die Sie einleiten erlangen Sie mehr Kontrolle in Ihrer Situation und mit der steigenden Kontrolle verändern sich Ihre Gefühle zum Positiven.

6. Überwinden Sie mögliche Hindernisse auf dem Weg

Egal wo Sie gerade in Ihrem Leben stehen und mit welchen Problemen Sie gerade konfrontiert sind, es gibt eine unabänderliche Tatsache: Sie werden auf jeden Fall weiterhin Fehler in Ihrem Leben machen und Sie werden weiterhin mit unzähligen ungelösten Aufgaben auf Ihrem Weg konfrontiert werden.

Die gute Nachricht ist: Je öfter Sie sich den Hürden des Lebens stellen, desto routinierter werden Sie. Je mehr Routine Sie haben, desto leichter können Sie Ihre ungelösten Aufgaben erledigen.

Mit jeder neuen Erfahrung entwickeln Sie sich automatisch weiter und treiben auf diese Weise Ihre Persönlichkeitsentwicklung immer weiter voran. Und genau dieser Punkt unterscheidet Sie letztlich von denen, die an ihrer kleinen jämmerliche Komfort-Zone kleben und barmen wie schlecht es das Schicksal mit ihnen meint.

7. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf realisierbare Schritte

Mit jedem Fiasko erleben Sie Situationen, die Sie nicht wieder rückgängig machen können, da sie bereits eingetreten sind. Viele richten ihre gesamte Aufmerksamkeit trotzdem auf verschiedene Elemente des Problems, in der Hoffnung noch irgend etwas retten zu können.

Es ist egal wie oft Sie Ihr Problem hin und her drehen - allein vom angucken löst es sich nicht in Luft auf. Wenn Sie zu spät gekommen sind, dann sind Sie zu spät gekommen - da gibt es nichts mehr zu retten. Wenn Sie Ihr Geld in den Sand gesetzt haben, dann haben Sie Ihr Geld in den Sand gesetzt - auch da gibt es nichts mehr zu retten. Wenn Sie ein Projekt gegen die Wand gefahren haben, dann haben Sie ein Projekt gegen die Wand gefahren ...

Die Frage ist doch, was können Sie zukünftig tun, um dieses Fiasko zu vermeiden? Wie sehen die Schritte ganz konkret aus, die Sie gehen können? Es geht darum das Fiasko wieder unter Kontrolle zu bringen durch umgehende Aktionen.

8. Lokalisieren Sie wie es zum Fiasko gekommen ist

Bemühen Sie sich zu verstehen wie Ihr Problem überhaupt entstanden ist. Es macht wenig Sinn, wenn Sie sich mit den Auswirkungen eines Problems verausgaben. Worin liegt die Ursache des Übels? So lange Sie das Dilemma nicht bei der Wurzel packen, so lange wird es Ihnen eine Lektion nach der anderen erteilen bis Sie irgendwann daraus gelernt haben. Die meisten Probleme sind vollständig vermeidbar, wenn Ihre Erwartungen realistisch sind.

Wenn Sie also beispielsweise zu einem wichtigen Termin müssen und Sie haben einen Anfahrtsweg mit dem Auto von 80 Kilometern, dann ist es unrealistisch eine Stunde vor dem Termin loszufahren. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spät kommen. Diese unrealistische Erwartungshaltung führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Problem, was Sie vermeiden könnten, wenn Sie früher los fahren.

9. Eine Steigerung ist immer möglich

Kennen Sie den Spruch: Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" - Ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!

Egal wie dramatisch eine Situation ist, es gibt fast immer eine Steigerung. Diese Steigerung der Dramaturgie können Sie nutzen, um das Fiasko klein zu halten. Meist läuft es ja umgekehrt und wir machen aus einer Mücke einen Elefanten.

Denken Sie darüber nach, was das Schlechte an Ihrer Situation war! Sie sind zu spät gekommen. Sie hatten Ihre Unterlagen vergessen. Sie sind den ganzen Tag mit Kaffeeflecken auf Ihrer Bluse oder auf Ihrem Hemd durch die Gegend gerannt. Sie waren abgehetzt - der ganze Tag war ein einziges Fiasko.

Und was war das Gute an Ihrer Situation? Es hätte schlimmer kommen können! Trotz der ganzen Hetzerei sind Sie gesund bei Ihrem Termin angekommen. Sie hätten auch in einen Unfall verwickelt werden und mit starken Schmerzen oder querschnittsgelähmt im Krankenhaus enden können.

Sie hatten zwar Ihre Unterlagen vergessen, was in gewisser Weise vielleicht peinlich war, aber wenn Sie Ihren Laptop vergessen hätten, wären Sie arbeitsunfähig gewesen und hätten weitere Termine verhauen.

Sie sind den ganzen Tag mit einem Kaffeefleck auf der Bluse oder dem Hemd herum gelaufen. Das Hemd bzw. die Bluse können Sie waschen. Hätten Sie sich die ganze Kanne Kaffee über gekippt, hätten Sie sich vielleicht stark verbrüht und wären für immer gezeichnet.

Es gibt unzählige Möglichkeiten eine Situation zu steigern, um zu sehen, dass das Fiasko doch nicht so schlimm war wie im ersten Augenblick angenommen. Sie sehen einen Silberstreif am Horizont und erkennen: Die Welt ist das, was Sie von ihr denken.

10. Geben Sie Ihr Bestes, aber opfern Sie sich nicht auf

Geben Sie Ihr Bestes um Ihrem Fiasko entgegen zu wirken. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die Dinge nicht so laufen, wie Sie es sich wünschen. Selbst in den katastrophalsten Situationen bieten sich Alternativen, die Sie für sich nutzen können. Manchmal ist es zugegebener Maßen schwierig - aber es ist nicht unmöglich.

Es kommt darauf an, wie Sie mit Ihren Schwierigkeiten umgehen.  Selbst wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollen, wird Ihr Leben trotzdem weiter gehen. Das Leben ist zu wertvoll, um sich zu viele Sorgen über bestimmte Probleme zu machen, die tagein - tagaus unsere Wege kreuzen.

Machen Sie den berühmten Schritt zurück, legen Sie eine Pause ein, um möglichst objektive Bewertungen zu treffen und tun Sie das, was Sie innerhalb Ihrer Mittel und Möglichkeiten tun können. Alles andere wird sich entsprechend fügen. Ärgern Sie sich nicht über das Ergebnis, wenn es nicht zu ändern ist. Oftmals leben wir besser, wenn wir uns einfach keine Sorgen machen und den Dingen ihren Lauf lassen.



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