Emotionen – sind Sie emotional armselig?

Emotionen sind Sie emotional armselig

Ihre Emotionen haben Auswirkungen auf Ihre Denkstrukturen. Je mehr Sie mit Ihren Emotionen geizen, desto eingeschränkter ist Ihr Denken. Menschen sind soziale Wesen, die von ihren Emotionen gesteuert werden. Die einen sind emotional spendabel und großzügig – die anderen gehen sparsam mit ihren Gefühlen um. Zu welchen Menschen gehören Sie? Verschenken Sie gern Lob und Anerkennung oder konzentrieren Sie sich lieber auf die Fehler der anderen?

 

Emotional großzügig oder emotional armselig?

Menschen, die mit Ihren Emotionen freigiebig und spendabel sind erwarten keine Gegenleistung. Sie sind in der Regel sehr beliebt, weil sie immer ein freundliches Wort übrig haben. Sie loben andere aufrichtig und bringen ihnen ihre Wertschätzung entgegen.

Menschen, die geizig mit ihren Emotionen sind, verfügen in gewisser Weise über eine karge Denkstruktur, die sie einschränkt und begrenzt. Ein Austausch mit diesen Leuten ist in der Regel sehr schwierig und Nerven aufreibend. Sie halten sich mit ihrer Anerkennung und Wertschätzung zurück – meist sind sie respektlos und können andere Menschen nur schwer akzeptieren.

Solche Personen bewerten alles, legen jedes Wort auf die Goldwaage und sind sehr kritisch. Ihr gesamter Fokus ist auf Fehler und auf das Negative ausgerichtet. Emotional armselig im Fühlen, Denken und Handeln sind sie egoistisch und teilen nicht gern mit anderen – egal worum es sich handelt.

 

Gründe für die Armseligkeit an Emotionen

Distanzierung – emotional karge Menschen sind sehr einsam. Sie gehen anderen Menschen lieber aus dem Weg, weil sie sich in deren Umgebung unsicher fühlen und ständig daran erinnert werden, dass sie ein armseliges Leben führen.

Mangel – tief in ihrem Inneren sind diese Menschen leer, verarmt und unglücklich. In ihrem Elend wünschen sie sich, dass es anderen Menschen auch so geht wie ihnen. Ihre Motivation besteht darin sich auf jede Kleinigkeit zu stürzen, um andere zu manipulieren und ihnen das Gefühl zu geben sie wären nicht gut genug.

Selbstgerechtigkeit – Menschen mit spärlich ausgeprägten Emotionen teilen gern Kritik aus und halten sich selbst für unfehlbar. Sie haben eine beschränkte Sicht und wollen nicht, dass andere mitkriegen, was sie für sich selbst mit ihrem Verhalten erschachern.

Egoistisch – armselige Menschen schenken anderen keine Anerkennung und halten sich auch mit Lob stark zurück. Sie vertreten die Ansicht, dass sie mit ihrer Wertschätzung anderen gegenüber zugeben müssten, dass diese ihnen überlegen oder besser als sie selbst sind.

Rivalität – diese Leute sehen andere Menschen als Rivalen – eine sprudelnde Quelle des Wettbewerbs, die sie nicht akzeptieren können, weil sie keine einzige Winzigkeit mit ihren Konkurrenten teilen wollen.

Angst – Menschen mit beschränkter Emotionalität verweigern jede Zuwendung und Herzlichkeit anderer Menschen, da sie befürchten durch Offenheit verletzt oder gedemütigt zu werden, wenn sie diese nicht zurück geben. Sie sind der Überzeugung, dass andere Menschen genau so denken wie sie und eine Gegenleistung für ihre emotionale Großzügigkeit einfordern.

Nullsummendenken – diese Menschen geben nicht gern etwas von sich preis. Menschen mit mangelnden Gefühlen sind Nullsummendenker. Nullsummendenker glauben, dass ihre Verluste in einer Situation genau so hoch sind wie ihre Gewinne, wenn sie sich mit anderen Menschen einlassen. In ihrer begrenzten Denkweise sind sie davon überzeugt, dass nichts oder nur wenig übrig bleibt von dem was sie haben. Ihre ganzen Bemühungen liegen darin ihr Geraffel zusammen zu halten.

 

Duales Denken betäubt Emotionen

Emotionaler Geiz ist leider in unserer Gesellschaft immer weiter auf dem Vormarsch. Bei Menschen, die rücksichtslos und nur auf sich und ihre Vorteile bedacht sind ohne Rücksicht auf Verluste dominiert die duale Denkweise. Entweder – Oder!

In Ihrer Denkweise sind Mangel und Knappheit eine feste Gesetzmäßigkeit. Ihr Leben ist ein erbitterter Wettkampf im Nullsummenspiel. Es ist ihr Ego was sie antreibt alles zu gewinnen und sich gegen jeden „Rivalen“ und jede „Konkurrenz“ durchzusetzen.

Diese Menschen haben eine sehr unangenehme Wirkung. Ihre Anwesenheit ist wie ein emotionaler Sog, der anderen die gesamte Energie abzieht und sie in ihrem Inneren mit verödeten Gefühlen – ausgedörrt und leer zurück lässt. Egal welches Erscheinungsbild solche Personen nach außen demonstrieren – sie wirken auf andere abstoßend und widerlich, weil sie in jedem Menschen einen Nebenbuhler sehen und deshalb für negative Erfahrungen ihres Gegenübers sorgen.

 

Warum haben manche Menschen keine Emotionen?

Menschen ohne Emotionen wachsen bereits in einer Art Wettbewerbs-Modus auf. Diese Mentalität wird gern in Schulen, Unternehmen und auch von Eltern gefördert. Es ist ein unerbittlicher Vergleich mit den anderen auf einem hohen Niveau der Perfektion.

Diese Menschen haben einen „Null-Summen-Blick“ auf alle Bereiche ihres Lebens. Die Anerkennung anderer Leistungen kommt für sie praktisch niemals in Frage, weil es in ihrem Denken eine Art der Niederlage ist.

Diese Menschen verkörpern Angst getriebene Mentalitäten. Ihre egoistischen Verhaltensweisen werden von ihrer Nullsummen-Mentalität immer weiter gefördert und voran getrieben. Ihre Sichtweise beruht darauf, dass alles was sie bisher erreicht haben ausnahmslos auf ihren Fähigkeiten und Talenten beruht und sie somit zu Recht verdienen was sie haben. Anderen Mitmenschen um sich herum bieten sie keine Hilfe an, weil sie die Meinung vertreten, dass die anderen härter oder mehr arbeiten sollten, wenn sie ebenfalls bekommen wollen, was diese armseligen Menschen bereits besitzen.

Sie sehen ihre Aufgabe stets und ständig darin andere zu bewerten. Sie verbringen einen großen Teil ihrer Zeit als „Schicksals-Polizisten“ und fällen fortlaufen Urteile, ob andere Mitmenschen ihre Gunst, Freundschaft, Gewogenheit … verdient haben und sie diese mit ihnen teilen wollen oder nicht. All diese Bemühungen führen zu oberflächlichen Emotionen. Es ist ein Zustand enormer Anstrengungen, der einen hohen Druck auf solche Personen ausübt und der letztlich zu nichts führt. Es sind die ineffizienten Denkstrukturen, die diese Menschen in die Annahme versetzen, dass ihre Verhaltensweisen völlig normal und korrekt sind. Durch die enorme emotionale Belastung stehen diese Menschen immer am Rand des Geschehens und beobachten kritisch und berechnend das Treiben um sich herum.

 

Bauen Sie Ihre Emotionen aus und erweitern Sie Ihren Horizont

Wenn Sie sich an verschiedenen Stellen dieses Artikels wieder erkannt haben, dann gehören Sie zu den Menschen, die sich das Leben unnötig schwer machen. Mit dieser Einschränkung begrenzen Sie Ihren Horizont und Ihre eigene Lebensqualität.

Niemand kann über seinen Schatten springen – das ist auch gar nicht nötig. Tasten Sie sich langsam vorwärts. Beginnen Sie mit kleinen Schritten – einem kleinen Akt der Anerkennung und Wertschätzung anderen gegenüber. Beginnen Sie mit einem Lächeln, einem Lob, mit aufrichtiger Anerkennung oder Dankbarkeit. Tun Sie es, weil Sie es wollen mit einer echten Absicht von Herzen ohne Erwartungshaltung anderen gegenüber.

Vergessen Sie Ihre Null-Summen-Theorie und Ihr duales Denken. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß – es gibt unendlich viele Grautöne dazwischen. Denken Sie nicht „Entweder – Oder“ sondern „sowohl als auch“!

Im Laufe der Zeit werden Sie merken, dass Sie sich verändern. Sie werden nicht mehr von Ihrem Ego oder von Ihren Angst-Mentalitäten angetrieben, sondern von Freundschaft, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft.

Mit dieser Veränderung, ändern sich auch die Menschen in Ihrem Umfeld. Und eines Tages werden die Leute freundlich und offen auf Sie zukommen. Sie werden merken, dass Sie durch Ihre aufrichtigen Emotionen anderen gegenüber nichts verlieren sondern nur gewinnen.



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