Depression, depressiv

Ein Weg aus der Depression

 

Viele Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen. Die Ärzte verschreiben immer mehr „Antidepressiva“. Doch was sind eigentlich Depressionen? Depression kann man auch als Stillstand, Tiefpunkt oder negativen Gehirnstand bezeichnen. Es geht um den Prozess negativer emotionaler Zustände. Depressionen sind „nur die Auswirkung“ einer Ursache. Sicherlich kann man mit „Antidepressiva“ den emotionalen Zustand eines Menschen vorübergehend überbrücken, aber die Ursachen werden dadurch nicht beseitigt!

 

Depressive Menschen haben sich auf ein Gefühl ihrer Emotionen festgelegt. In den meisten Fällen gibt es dafür plausible Gründe. Menschen, die mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, die im Job überfordert sind, Menschen, die glauben für bestimmte Arbeiten nicht gut genug zu sein oder für ihren Partner, gesundheitliche Probleme und noch viele andere Hürden und Herausforderungen, mit denen Menschen nicht zurecht kommen. Es gibt viele Dinge, die deprimierend sein können.

 

Kein Problem ist lebenslänglich

 

Sicherlich gibt es in jedem Leben aller Personen irgendwann Momente, die unglücklich verlaufen oder geradezu ganz furchtbar sind. Dann geht es uns sehr schlecht. Wir füllen die meiste Zeit mit negativen Gefühlen aus und sind davon überzeugt, dass wir in dieser Situation machtlos sind. Aber egal wie schrecklich die Situation im Moment auch sein mag, Sie können das Blatt in jeder Situation wenden! Ich glaube Sie sind intelligent genug, um zu wissen, dass jede Situation vorübergeht.

Für Depressionen gibt es keine schnellen kurzfristigen Lösungen. Es ist notwendig zu verstehen, dass die Änderung der Lebensverhältnisse, die uns zu schaffen machen, ein längerer Prozess sind. Es gibt praktikable Lösungen – denn eine Depression ist keinesfalls dauerhaft und sie ist kontrollierbar. Um Gegenmaßnahmen zu ergreifen, brauchen Sie nicht einmal aus dem Haus gehen. Sie können die Ursache Ihrer Depressionen völlig bewegungslos auf der Couch oder im Bett überwinden. Gleichgültig wie schwierig Ihre derzeitige Situation auch sein mag – es wird der Tag kommen, an dem Sie auf diese schwierige Situation zurück blicken können – dann wird sich Ihre Depression möglicherweise als außergewöhnliches Geschenk erweisen.

 

Ihre Denkweise ist der Auslöser für Ihre Depression

 

Die Ursache von Depressionen liegen nicht in der eigentlichen Situation begründet. Es ist also nicht die Situation an sich, welche die Depressionen auslösen, sondern unsere Gedanken über diese Situation und die erhöhte Aufmerksamkeit, die wir der Situation als solches zu kommen lassen. In der Tat können uns negative Umstände umgeben oder auf uns zu kommen, die wir nicht wünschen. Aber die wahre Quelle für den Stillstand, den Tiefpunkt oder den negativen Gehirnstand, ist die Aufmerksamkeit, die wir hoch konzentriert auf diese Umstände richten. Wenn Sie diesen Umständen keine Aufmerksamkeit schenken, dann verlieren sie ihre Macht.

Ein Beispiel: Mal angenommen, sie lebten jahrelang in einer Beziehung und plötzlich hat Sie Ihr Partner oder Ihre Partnerin verlassen. Je mehr Sie über diese Situation nachdenken und desto mehr Sie sich in diesen Umstand hineinsteigern, desto besser und schneller erreichen Sie Ihren emotionalen Tiefpunkt. Beziehungen können zerbrechen und sie zerbrechen in der Regel dann, wenn wichtige Dinge für einen Partner in der jeweiligen Beziehung fehlen.

Jetzt können Sie sich natürlich unentwegt die Frage stellen: Warum? Wenn Sie eine Antwort finden, können Sie die Fehler aus der zerbrochenen Beziehung nutzen, um es in der nächsten besser zu machen. Aber der Fakt ändert nichts daran, dass die Beziehung, die Sie jahrelang geführt haben, beendet ist. Solange Sie über diesen Zustand nachdenken, werden Sie deprimiert sein.

Es ist also nicht die Trennung an sich, die Sie deprimiert, sondern die Art und Weise, wie Sie über die Trennung denken. Vielleicht ist dieser Zustand ja auch ein Geschenk, weil irgendwo ein anderer Mensch auf Sie wartet. Vielleicht werden Sie mit Ihrem neuen Partner(in) eine erfüllendere Beziehung führen, die Sie viel glücklicher macht, als die Beziehung, die Sie verloren haben.

Vielleicht denken Sie nach Jahren an diese deprimierenden Tage zurück und denken sich: „Schade, dass wir uns nicht schon früher getrennt haben.“ Oder: „Ein Glück, dass es so gekommen ist, sonst hätte ich enorm viel verpasst in meinem Leben.“ Denken Sie daran, Sie sind „das Produkt Ihrer Gedanken“!

Ein anderes Beispiel: Sie haben sich verschuldet und sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Wenn Sie jetzt einen Film gucken würden, der sehr lustig ist und den Sie noch nicht kennen, dann lachen Sie sich kaputt, weil all Ihre Konzentration auf den Film gelenkt ist. Denken Sie dann wieder an Ihre Schulden, werden Sie erneut in Ihre negative Emotion zurück fallen.

Es sind nicht Ihre Schulden, welche die Depression auslösen, sondern der Fakt, dass Sie keine Schulden haben wollen. Sie können selbst wählen, ob Sie Ihre Gedanken auf das Problem richten und sich immer weiter in diese Situation hinein steigern wollen oder ob Sie Ihre Gedanken auf die Lösung konzentrieren wollen. Allein dieser Wechsel der Gedanken von „Problem“ auf „Lösung“ kann Ihre Depression zerstören.

 

Was müsste anders sein, damit Sie sich gut fühlen können?

 

Ich denke Sie können nachvollziehen, dass Sie in erster Linie deprimiert sind, wenn Sie sich auf die negativen Umstände wie Geldmangel, Krankheit, zerbrochene oder nicht funktionierende Beziehung … konzentrieren. Und das ist der springende Punkt. Ihre Umstände sind nicht die wahre Quelle Ihrer Depression. Die wahre Quelle liegt in der Aufmerksamkeit, die Sie Ihren Umständen zu kommen lassen.

Gerade die viel verbreitete Angewohnheit, die Gedanken auf das zu konzentrieren, was Sie nicht wollen – was Sie sich aber im Kopf lebhaft vorstellen und erleben führt in einen negativen Gehirnzustand. Also überlegen Sie einmal, was Sie wirklich runterzieht. Es ist wichtig, dass Sie herausfinden, woher Ihre negativen Gefühle kommen. Was genau müsste anders sein, damit Sie sich besser fühlen?

Genau genommen müsste gar nichts anders sein. Sie können sich ohne Grund völlig glücklich fühlen. Lenken Sie Ihre Gedanken auf ein Ereignis, was sehr lustig war oder was Ihr Gemüt in der Vergangenheit auf den Höhepunkt Ihres Glücksgefühls gelenkt hat. Wenn Sie darüber nachdenken und sich in diese Situation hineinsteigern, dann können Sie augenblicklich Glücksmomente erleben und Ihre Stimmung hebt sich.

 

Vernünftig sein bringt wenig bei einer Depression

 

Die meisten Menschen versuchen Ihre Depressionen mit Vernunft in den Griff zu bekommen. Diese Strategie gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den schlechtesten. Denn wenn Vernunft etwas bewirken könnte, gäbe es nicht so viele Menschen, die an Depressionen leiden. Meist führt Vernunft in eine langfristige Depression. Alle Aufmerksamkeit ist auf das Problem, auf die Umstände gerichtet, die wir auf jeden Fall vermeiden wollen.

Dadurch ziehen wir genau diese Umstände immer weiter und tiefer in unser Leben. Denn unser Gehirn gehorcht und folgt uns. Die Folge: Die Depressionen nehmen zu. Nach endloser Frustration folgt der Versuch die Depression durch Fernsehen, Spiele, Alkohol, Nikotin, Drogen oder mit der Einnahme von Medikamenten zu bekämpfen.

Das Bewusstsein oder die Gedanken zu betäuben, können kein Mittel aus dieser Krise sein. Meist entsteht daraus eine Sucht, aus der die betroffenen Personen nur noch schlecht, meist aber gar nicht mehr herauskommen. Natürlich können Alkohol & Co nicht die Lösung der Umstände oder Probleme sein. In der Regel verschlimmert sich alles nur noch mehr – der Teufelskreis schließt sich – und viele sind und bleiben darin gefangen.

 

Ein Ausflug ins Abenteuerland

 

Die Lösung von Depressionen ist möglich, wenn wir den Dingen, die uns bedrücken keine Aufmerksamkeit schenken. Ziehen Sie sich aus Ihrer bedrückenden Situation zurück und denken Sie darüber nach, was Ihnen wirklich, wirklich gut tut. Ziehen Sie Ihre Aufmerksamkeit von den externen Umständen und von Ihrer Umwelt völlig ab. Schaffen Sie sich eine angenehme Atmosphäre, in der Sie sich geborgen und sicher fühlen.

Dann biegen  Sie mit Ihren Gedanken ab in das Land der Phantasie! Vor Ihrem geistigen Auge bauen Sie sich eine Welt auf, in der Sie sich wohl fühlen. Dann verbringen Sie mehr Zeit im Land der Phantasie und richten Ihre ganze Aufmerksamkeit auf Ihre erdachten Kreationen. Dadurch beschäftigen Sie sich weniger mit Ihrer äußerlichen Wirklichkeit und Ihre Gedanken befinden sich dort, wo Sie gerne hinwollen.

Sie sind nicht auf der Flucht. Sie erschaffen sich nur vor Ihrem geistigen Auge, wie Ihre Situation sein könnte. Mit Hilfe Ihrer Phantasie bauen Sie sich realistische Umstände auf, die für Sie attraktiver und erstrebenswerter sind. Bilder von Reichtum, tollen Beziehungen, bester Gesundheit, eine tolle Karriere usw.

Am Anfang mag diese Umstellung schwierig sein, aber mit jeder neuen Übung werden die Erfahrungen besser. Für Ihre Grundbedürfnisse und bestimmte externe Probleme, die geregelt werden müssen, wenden Sie nur noch ein Minimum an Zeit auf. Schenken Sie Ihren Problemen nicht mehr Aufmerksamkeit, als unbedingt nötig!

Den Großteil Ihrer Zeit verbringen Sie jedoch in Ihrem Rückzugsgebiet – im Land der Phantasie! Hier sind Sie frei und können tun und lassen, was Sie wollen. Es gibt keine Beschränkungen für Sie. Sie können den Gedanken folgen, die Sie glücklich machen. Ihre Phantasie erscheint für Sie als Realität und Sie können sie genießen.

Bauen Sie sich in Ihrer Phantasie das Leben auf, was Sie gerne hätten. Machen Sie eine Reise in die Länder, die Sie gerne mögen – wo Sie schon immer mal hin wollten oder wo Sie bereits waren. Erinnern Sie sich an schöne Begebenheiten. Erstellen Sie sich in Ihrer Traumwelt die perfekten Freunde, malen Sie sich Ihre Beziehung in den schönsten Bildern aus. Stellen Sie sich an die Spitze der Supermächte und retten Sie die Welt oder was immer Sie wollen.

Üben Sie sich in Geduld und lassen Sie sich alle Zeit der Welt. Denn wenn Sie sich in einem negativen Gehirnzustand befinden, werden Sie eh keine Mauern einreißen. Wer sich in einer Depression befindet, hat keine Kraft. Es ist als ob Körper und Seele nicht mehr eins sind. Sie haben sich sozusagen verloren. Wenn Sie merken, dass sich Ihre Gedanken anfangen um Ihre Probleme zu drehen und Sie sich machtlos fühlen, dann kehren Sie zurück in Ihre positive geistige Schöpfung. Je mehr Sie darüber nachdenken, desto mehr Details werden Sie hinzufügen.

 

Mit der Zeit verändert sich Ihr Gemütszustand

 

Im Laufe der Zeit entfernen Sie sich immer mehr von Ihren negativen Einflüssen. Ihre Aufmerksamkeit ist auf Ihre positiv gedachten Ideen und Kreationen konzentriert. Sie verbringen mehr Zeit mit positiven Gefühlen, als mit negativen, so dass sich Ihre Gemütslage allmählich verbessern wird. Je mehr Sie Ihre Meinung in die richtige Richtung verschieben, desto schneller wird sich Ihre Depression in Luft auflösen – sie hat keine Chance. Die Folge ist, dass Sie mehr Zeit damit verbringen sich gut zu fühlen und weniger Zeit darüber nachzudenken, was Sie bedrückt.

Nun können Sie sich wieder gut fühlen! Was aber ist mit Ihren negativen Umständen? Auch wenn Sie sich besser fühlen, lösen sich Probleme manchmal nicht von selbst auf – es sei denn sie sind hausgemacht und real gar nicht vorhanden. Aber auch sonst müssen Sie sich keine weiteren Sorgen machen. Dieser Ansatz und Ihr neues Lebensgefühl werden Ihnen helfen die Lösung Ihrer Probleme zu finden.

Dadurch, dass Sie sich besser fühlen, werden Sie wieder stärker motiviert sein, Maßnahmen zu ergreifen, die Ihnen helfen werden, Ihre Umstände so zu gestalten, wie Sie sich das vorstellen. Ihre positiven Emotionen werden Sie befähigen nicht mehr auf Ihren Problemen zu wohnen, sondern gezielt über Lösungen nachzudenken und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Außerdem werden Sie feststellen, dass Sie, wenn Sie sich gut fühlen, dies auch nach außen strahlen. Dadurch festigen sich die positiven Ergebnisse in Ihrem Leben fast mühelos. Sie können so Ihre deprimierenden Umstände in einen Sieg verwandeln. Dies funktioniert, wenn Sie sich gut fühlen bei den Gedanken, die Sie hegen und pflegen.

 

Der Geist ist frei

 

Geistige Freiheit ist ein unglaubliches Geschenk. Sie können einfach jeden Gedanken denken, den Sie wollen oder den Sie sich vorstellen können. Somit haben Sie die Macht in der Hölle zu schmoren oder im Himmel zu schweben – wenn Sie die Macht der Gedanken verstehen.

Die meisten Menschen sind sich darüber nicht im Klaren und so steuern Sie Ihre Gedanken ständig auf das, was sie eben gerade nicht wollen. Allein der Akt der Beobachtung und das Bemerken der Anwesenheit von dem, was Sie nicht wollen in Ihrem Leben, kann Sie in die Falle der Depressionen steuern und negative Zustände hervorbringen.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit weg von unliebsamen Dingen und konzentrieren Sie Ihre Gedanken ausschließlich auf Ihr Wünsche im Leben. Ihr Gehirn erfüllt Ihnen jeden Wunsch. Es kann nicht unterscheiden, ob Sie das denken was Sie wollen oder ob Sie das denken, was Sie nicht wollen. Es wird jedoch stets bestrebt sein, dass in die Realität umzusetzen, worüber Sie am meisten nachdenken! Wenn Sie Ihre äußere Wirklichkeit verändern wollen, müssen Sie sich zuerst eine innere Realität schaffen.

 

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30 Kommentare

  1. Hallo Anja! Ich denke das ist ein toller Ansatzpunkt um sich von den Depressionen zu befreien. Es funktioniert schon ganz gut an was gutes zu denken. Wie soll ich es machen, das ich nicht zuviel abgelenkt werde und die negativen Gedanken dann wieder überhand nehmen. Kannst du mir einen tipp geben, bitte mfg edwin

    • Hallo Edwin,

      ich würde Dir empfehlen genau darauf zu achten, welche Informationen Du im Alltag konsumierst, wie beispielsweise die ständigen Hiobsbotschaften der Medien. Darauf kannst Du auf jeden Fall ganz gezielt achten. Es gibt viele interessante Informationen in Form von Hörbüchern etc., die Du statt dessen konsumieren kannst.
      Der wichtigste Punkt für einen guten Start in den Tag ist ein Morgenritual, das Dich positiv auf den Tag einstimmt. Denn so wie der Morgen verläuft, verläuft der größte Teil des Tages.
      Achte bewusst auf Deine Gedanken. Wenn Du merkst, dass sie abdriften, in eine Richtung, die nicht gut für Dich ist, dann kannst Du beispielsweise auf Informationen von außen zugreifen, die Dich motivieren. Wenn Du nicht weißt, wo Du solche Informationen findest, kannst Du hier fündig werden.
      Eine andere Variante mit Negativität fertig zu werden ist, ganz bewusst hinzuschauen wie groß das Problem eigentlich ist. In der Regel ist es pille palle. Setz Deine Sorgen in ein bestimmtes Verhältnis. Wenn du also beispielsweise pleite bist, ist das nichts im Vergleich zu Eltern, deren Kind an unheilbaren Krebs erkrankt ist.
      Eine andere Übung, die Du morgens und abends machen kannst ist darüber nachzudenken, wofür Du in Deinem Leben dankbar bist. Wir haben leider gelernt unseren Fokus darauf auszurichten, was wir alles noch nicht haben, was wir falsch machen, was besser sein könnte – und so kommt es, dass wir nie zufrieden sind. Realistisch gesehen, geht es uns allen jedoch so gut, dass ganz viele Menschen auf dieser Welt sofort mit uns tauschen würden, weil unsere künstlich erschaffene Unzufriedenheit nichts im Vergleich zu dem Leben ist, was andere Menschen fristen. Hier sind ein paar ganz simple Dinge, für die wir alle dankbar sein können, denn nicht alle Menschen haben diese Privilegien.

      Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiter helfen.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

  2. wer noch nicht in der depression steckte, hat gut reden – und das sind oft auch ärzte!!
    das ist ja die vernunft – sie haben ja keinen grund so hoffnungslos zu sein, therapie dreht sich darum – was sind die probleme
    die beschäftigung mit der vergangenheit … war für mich nicht hilfreich, sondern verstärkte meine depression!
    es gibt zu wenige, die eine depression überwunden haben – und dann anderen helfen!!

    selbsthilfegruppen haben mich auch immer tiefer fallen lassen, weil es nur um dramatische schicksale geht.
    aber die realität trifft menschen bis ins mark – und oft fehlt es gesunden menschen an mut, zuzuhören – sie sind bestürzt und ziehen sich zurück.
    mich ärgert oft solche „besserwisser“ Sprüche – Kopf hoch, die sonne scheint
    selbstmord eines nahen angehörigen, sexueller mißbrauch, schwere krankheit eines angehörigen (alzheimer eines Elternteiles)…
    irgendwann ist die seele am ende…die kraft…
    diese schicksalschläge zu verkraften …
    und oft führt das unverständnis, traurig sein zu dürfen, statt weiterzupowern, dazu stehen zu dürfen – zu depressiven zuständen!! So war es zumindest bei mir –
    ist doch nicht so schlimm, obwohl es schwer ist, trotz solcher schicksalschläge – die man nicht verursacht hat, den alltag, den job zu meistern.
    wir finden immer weniger herzliche anteilnahmen, weder von kollegen, chefs oder fremden .
    im gegenteil – die GUTMENSCHEN werden in unserer gesellschaft oft belächelt!!
    Warum tust du dir das an – zuzuhören, zu helfen, warum nimmst du der kollegin ihre arbeit ab?
    depressionen haben viele ursachen –
    mitgefühl, liebevolle zuwendung helfen bei den meisten seelischen problemen!!!
    mehr als jede therapie!!!!

  3. Vielem im Artikel kann ich zustimmen, insbesondere die Aussage zur negativen Aufmerksamkeit.

    Zu einem Punkt stimme ich nicht überein:

    Gedankliches Abgleiten in die Phantasie und Wünsche ist m. E. nicht geeignet, Depressionen zu überwinden, warum?

    Weil die Gefahr beseht, umso härter auf den Boden der Tasachen aufzuschlagen.

    Es klafft eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit, in welcher sich die Depression ausbreitet.

    Daher schlage ich vor, Wünsche bzw. Erwartungen fahren zu lassen, mitten in der Wirklichkeit zu bleiben und diese zu akzeptieren, was nicht heißt, dass sie unveränderlich wäre. Doch erst diese Akzeptanz ermöglicht den Seelenfrieden und setzt die Energie frei, die für Veränderungen benötigt werden.

    Freiheit heißt Loslassen von Gedanken in psychologscher Sicht, egal ob als positiv oder negativ empfunden.

    • Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Vielleicht können Sie noch ein paar Tipps geben, wie es genau funktioniert mit dem Loslassen der Gedanken, wenn diese in negativen Welten unterwegs sind. Meist schaffen das noch nicht mal Menschen, die nicht von einer Depression betroffen sind.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

      • Gerne:

        Es geht darum, nicht auf die Gedanken aufzusprigen, die gewinnsermaßen automatisch kommen, sondern darum, in den Beobachtungsstatus zu treten: Ich beobachte also meine eigenen Gedanken, ohne sie zu bewerten. Bereits dieser Beobachtungsstatuts führt zu einer Mutation und damit Befreiung des Geistes. Und die Gedanken ziehen vorüber wie Wolken.

  4. Hallo.

    Sorry, aber ich kann diesen Anti-Depressions-Ratgebern nichts abgewinnen. Ich beschränke mich mal auf 3 Depressionsauslöser. Die ersten beiden trifft man am häufigsten an. Sie sind definitiv kein Zuckerschlecken und bedürfen natürlich auch der psychiatrischen Hilfe. Nehmen wir mal Klaus Mustermann. Er lebte ein ganz normales Leben. Ohne Vorankündigung fällt er in eine tiefe Depression. Mithilfe von Ratgebern, Lebenshilfen, Medikamente und Therapien versucht er, da wieder hinzukommen, wo er vor der Depression war.

    Die zweite Gruppe sind die Menschen, die durch einen Schicksalsschlag in die Depression geraten sind. Der Tod einen nahen Angehörigen Beispielsweise. Eine sehr schwere Aufgabe für Therapeuten, dem Hinterbliebenen wieder Hoffnung und Lust auf`s Leben zu vermitteln. Denn anders, als bei der ersten Gruppe, liegt hier ein ganz konkreter Grund für die Depression vor. Den muss man erst einmal annehmen und versuchen zu verarbeiten.

    Der dritte Auslöser ist einer, über den nie berichtet wird, weder in den Medien, Ratgebern noch in den (Gruppen) Therapien. Wenn der Auslöser für die Depression, auch wenn sie bereits in der Kindheit ihren Lauf nahm, aktuell immer noch besteht. Hat jemand Angst vor dem Meer, weil dort etwas schreckliches passiert ist, die Erinnerungen immer wieder auf`s Neue aufkeimen, sobald man sich in dessen Nähe befindet, hilft manchmal vielleicht ein Umzug ins Hinterland. Sind jedoch Menschen der Grund für den depressiven Dauerzustand, kann man sich denen nicht entziehen. Sie sind permanent präsent, egal wo man sich befindet. Aber……..ich kann mich gut in die Depressionshilfe auf dieser Seite hinein versetzen und bin sicher, dass Viele mithilfe dessen neue Möglichkeiten aus der Krise aufgezeigt bekommen.

    VG, Martin

    • Hallo Martin,
      vielen Dank für Ihre Meinung zu diesem Thema.

      Die Depression tritt in vielfältiger Weise auf. Und genau so vielschichtig wie die Depression ist, genau so vielschichtig sind die Wege der Heilung.

      Der Artikel beschreibt einen von ganz vielen Wegen und ich sage nicht, dass es der heilige Gral ist. Er soll inspirieren und zum Nachdenken anregen. In erster Linie möchte ich damit Menschen erreichen, die merken, dass sie abdriften und etwas ändern müssen.

      Um auf Ihr Beispiel zurück zu kommen. Ich glaube nicht, dass Klaus Mustermann ein ganz normales Leben führt und über Nacht von einer Depression „überrollt“ wird. Ich kenne einige Menschen, die von Depressionen heim gesucht wurden und im Vorfeld beispielsweise einen Termin an den nächsten gereiht haben. Die 24 Stunden eines Tages waren voll durch organisiert – Woche für Woche. Für Erholung blieb einfach keine Zeit – zum Teil nicht mal mehr für ausreichend erholsamen Schlaf.

      Der Körper sendet dann schon Warnsignale – aber die werden gern übersehen – bis der Körper selbst die Notbremse zieht. Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr in der Lage abzuschalten. Sie wissen gar nicht mehr wie das überhaupt funktioniert und das finde ich persönlich am Schlimmsten.

      Alles in unserem Leben beginnt mit einem Gedanken. Und aus diesem Gedanken entstehen Gefühle und aus unseren Gefühlen heraus handeln wir. Kein Gedanke „wohnt kostenlos“ in unserem Kopf. Und so lange das „Gehirn“ gesund ist, haben wir selbst die Wahl welchen Gedanken wir „Zutritt verschaffen“ und welchen nicht. Wir können selber wählen, welchen Gedankengängen wir folgen wollen und welche wir verwerfen. Es ist eine Frage der Bedeutung. Welche Bedeutung hat ein bestimmter Gedanke für mich? Wie viel Aufmerksamkeit will ich diesem Gedanken schenken?

      Das Problem ist meiner Meinung nach, dass viele Menschen sich darüber nicht bewusst sind. Sie leben ein Leben unkontrollierter Reflexe und greifen nicht ein – und dann eines Nachts werden sie von einer Depression überrollt.

      Ein Gedanke, der mir nicht gut tut, der mich unzufrieden, zornig oder traurig macht, dem muss ich doch nicht noch mehr vertiefen, dem muss ich doch nicht noch mehr Aufmerksamkeit und Zeit schenken – dem muss ich doch nicht noch mehr von meiner Energie schenken – bis er mich beherrscht.

      Natürlich gibt es auch Dinge, die uns in eine Depression stürzen – deren Folgen wir nicht abschätzen konnten. Wenn eben Katastrophen passieren oder ähnliches. Da sich die Depression aber zu einer Volkskrankheit entwickelt, denke ich, dass die Ursache in den wenigsten Fällen Katastrophen sind. Vielmehr ist es so, dass wir immer noch eine Schippe hier und da drauf legen und gar nicht mehr merken wie sehr wir uns und unser Gehirn überlasten und tatsächlich glauben, dass wir keine Phasen der Ruhe, der Stille, der Regeneration benötigen – und das dies ohne Folgen bleibt. Auch hier gilt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Mit solchen Handlungsweisen schaffe ich doch selbst – ob nun bewusst oder unbewusst – die besten Voraussetzungen für eine Depression.

      Unser Verstand soll uns schützen – auf ihn haben wir Einfluss. Unser Unterbewusstsein, dass für alle Funktionen im Körper sorgt, sendet die Signale – z.B. als Bauchgefühl. Und wenn wir darauf nicht hören, wird es sich Gehör verschaffen – bei dem einen früher – bei dem anderen später. Bei dem einen in Form von chronischen Rückenschmerzen, bei dem anderen in Form von Migräne und beim nächsten in Form einer Depression. Und davor möchte ich alle Menschen warnen, bevor es zu spät ist.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

  5. Hallo,

    sehr interessanter Text. Allerdings ist es nicht immer einfach, diese lästigen negativen Gedanken beiseite zu schieben. Ich schreibe auch sehr viel über meine Erfahrungen mit der Depression, denn auch ich gehe einen langen Weg mit ihr. Viele Informationen zu dem Thema stelle ich zur Verfügung. Bei Interesse einfach mal vorbeischauen.

    Ich denke Veränderungen im Lebenstil, in der Denkweise und auch berufliche Veränderungen sind wichtig, um die Depression zu besiegen. Zumindest habe ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Werde hier jetzt öfter mal mitlesen. Bis zum nächsten Mal viele Grüße!
    Dennis

  6. Seit über einem Jahr wache ich jeden morgen gegen 4.00 Uhr auf mit unbeschreiblicher angst , oder totaler Hoffnungslosigkeit. Jeden Morgen stehe ich trotzdem auf , gehe eine kleine runde mit meinem hund. An essen ist nicht zu denken. Dann fahre ich mit dem Fahrrad auf arbeit. Ich arbeite schon seit 25 Jahren als op schwester. Niemals hätte ich mir früher vorstellen können mich so zu fühlen. Ich schaffe meine Arbeit gerade so. Ich kann mich sehr schwer konzentrieren. Meine Kolleginnen passen auf mich auf und sagen mir auch das man es mirnicht anmerkt und das ich ganz korrekt arbeite. Ich habe ganz viel Unterstützung durch meine Arbeitskollegen , Freunde , meine Kinder , Eltern und meinen freund. Ich bemühe mich jeden Tag ein ganz normales Leben zu führen. Die Angst , oder die Unruhe oder Gleichgültigkeit sind meine täglichen begleiter. Ich War eine aktive und fröhliche Frau , die ihre Freude und Kraft vor allem in der Natur gefunden hat.auch wenn ich heute in die Natur gehe , ich fühle meist gar nichts. Ich glaube nicht , das meine lebensumstände schlecht sind. Vom verstand her weiß ich , das das leben sehr schön ist. Trotzdem kann ich nur als oft auch wie hinter einer Wand abwesenden Zuschauer mitlaufen , . Ich glaube es gibt schon einen unterschied zwischen Depression und depression.
    Liebe conny , ich wünsche dir ganz viel Kraft und Geduld , und gib die Hoffnung nicht auf ;Es kommt die Zeit wo es vorbei ist, das hält mich am leben und ein paar Stunden am abend in denen es mir etwas besser geht. Deine Beschreibung deines Empfindens hat mich sehr berührt , da ich selbst bei einem Aufenthalt in einer tagesklinik noch niemanden getroffen habe dem es auch so schlecht geht. Ich habe immer geglaubt , das ich als einzige unfähig bin mit dieser Krankheit umzugehen.

  7. Mitten in der Nacht wachte ich auf mit einem unbeschreiblichen Brennen in der Harnroehre, konnte mich nicht selber beruehren, die Nerven brannten, die Nervenenden zappelten. Es war als haette ich eine elektrische Leitung durch meinen Koerper die vibrierte. Viele Monate diese SChmerzen, extreme Angstschuebe, die zu Depressionen gehoeren koennen, 8 Kilo in 6 Wochen abgenommen, jede Stunde schweissgebadet aus dem Schlaft geschreckt. Furchtbare unkontrollierbare Schuebe von Panick und erschrekcenden Selbstmordimpulsen. Grauenhaft. DAs war meine schwere Depression.Alles war entregelt, ich roch zig mal intensiver, mein eigenes Haus war unertraeglich. Bitte erzaehlt nicht, dass man das mit positiven Gedanken mal eben wieder ins Lot bekommt. Vielleicht eine leichtere Depression ohne koerperliche Beschwerden. Ich werde dieses Erlebnis nie wieder vergessen, vor allem wei es ohne Ankuendigung mitten in der Nacht begann. Bitte Menschen, das ist eine schwere Depression und nicht mit Gedanken heilbar.

  8. Hallo Anja, ich danke Dir für diese Seite. Ich kenne vieles. Krebs mit Rezidive, Alkoholismus des Partners, Geldsorgen uvm.. Früher sagte ich mir immer, dass schaffe ich noch. Bis ich es nicht mehr schaffte. Ich bin nicht dumm um nicht zu erkennen, was mit mir geschied. Ich sehe jetzt vieles noch klarer. Es ist nur, dass man sich noch so sehr in Träumen aufrechthalten kann und man dann sein möchte wie man mag, einem die Familie schief ansieht. Gehe ich den Weg, den ich gehen müsste, bin ich allein. Bleib ich da wo ich bin, bin ich allein. Mein Körper sagt mir, was gut ist für mich und was schlecht, und vieles widerstrebt mir. Nun auf Grund der vielen Dinge, bin ich verrentet. Und doch noch nicht bereit mich aufzugeben. Doch manchmal ist der Suizit viel zu nah mit dem Bedürfnis nach entgültiger Ruhe. Und dann, … es gibt doch einen Grund am Leben sein zu dürfen. Ich schreibe mir nun Satz für Satz ab mit viel Platz dazwischen für meine Gedanken. Hiermit hast du mir sehr geholfen, mich etwas besser mehr zu ordnen, besser als jede Psychotherapie und jeder Arzt.
    Und ja, ich habe eine Nebenwirkung zum Johanneskraut, extremes schwitzen. Kann es sein, dass es auch die Hormontabletten der Wechseljahre beeinflusst?

    Herzliche Grüße und allen anderen eine gute Zeit

    Sabine

    • Hallo Sabine,
      danke für Deine Ausführungen. Die Idee des Aufschreibens finde ich gut, dadurch werden unsere Gedankengänge sichtbar, lassen sich besser nach vollziehen, neu überdenken und ordnen. Alles was wir sehen ist für uns besser greifbar.

      Zum Johanniskraut: Es ist ohne Weiteres möglich, dass es eine Wechselwirkung zwischen Johanniskraut und Hormontabletten gibt. Ich würde direkt beim Arzt nachfragen. In den Wechseljahren sind Hitzewallungen keine Seltenheit – auch das kann die Ursache extremen Schwitzens sein. Die nächste Frage ist natürlich: Wozu brauche ich Hormontabletten in den Wechseljahren? Ich persönlich nehme keine. Welcher Sinn steckt dahinter? Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess!

      Auf jeden Fall ist der Mensch ein „Gewohnheitstier“ und deshalb ist es allgemein so, dass sich der Körper mit der Zeit an alles gewöhnt – sei es nun Johanniskraut oder beispielsweise Grapefruitkernextrakt usw. Deshalb sind solche Alternativen immer nur so lange sinnvoll bis wir uns allein wieder weiter helfen können. Unser Körper besitzt selbst viele „Selbstheilungssysteme“, die uns leider allmählich verloren gehen.

      Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück auf Deinem Weg.

      Herzliche Grüße
      Anja Maschlanka

  9. Hallo Susanne,
    danke für die lieben Worte. Es freut mich, dass wir einen gemeinsamen Kontext gefunden haben – auch wenn unsere Sichtweisen unterschiedlich sind. Das ist ja genau der Punkt, der den Austausch zu verschiedenen Themen so interessant macht. Wenn wir alle die gleiche Sichtweise und die selbe Meinung vertreten würden, dann wäre es ganz schön langweilig auf diesem Planeten.

    Über Ihren Satz: „… Nicht als Ratgeberin, jedoch als Mensch, der mir eine Tür geöffnet hat, hinter der ich Vertrauen und Verständnis entdeckt habe, wo ich es nicht vermutet hätte.“, musste ich ein wenig schmunzeln. Ich verrate Ihnen ein kleines Geheimnis: Ich musste mir schon immer meine Freundschaften und das Vertrauen anderer Menschen erarbeiten. Ich weiß ich bin sehr selbstbewusst, ich lasse mich von anderen nicht verbiegen, habe meine eigene Meinung und stehe auch dazu – wahrscheinlich sieht man mir das an – jeder Mensch strahlt ja nun mal das nach außen, was er in sich trägt. Das führt immer wieder dazu, dass Menschen skeptisch und langsam auf mich zu kommen. Mir persönlich ist es aber lieber, wenn mich andere für meine Art ehrlich hassen oder eben mögen, als falsche Freundschaft, Verlogenheit oder künstliche Freundlichkeit – das ist überhaupt nicht mein Ding.

    Ich würde mich freuen, wenn ich immer mal ein Lebenszeichen von Ihnen höre, dann weiß ich, dass es Ihnen gut geht.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  10. Liebe Anja, nun antworte ich noch mit ein paar Zeilen auf Ihre Antwort, über die ich mich sehr gefreut habe!
    „Verkopft“ ;-), oje, vielleicht ist das ja wirklich eine Eigenkreation von mir, verzeihen Sie. Aber Sie liegen natürlich richtig…….ich meine vergeistigt, und ich vermisse ein bisschen das „Beseelte“ in Ihren Artikeln. Aber das ist ja individuell verschieden. Andere Leser empfinden das wieder anders, so ist das nun mal.
    Ich habe viele Ihrer Artikel „in Augenschein“ genommen und wollte mir damit einfach nur ein Bild von dem, was Sie tun, machen. Da ich nicht die typische Ratgeber-Leserin bin, muss ich zugeben, dass ich mich weniger für die Tipps interessiert habe, sondern mehr für die Person, die dahinter steht 🙂
    Ich werde mich ganz sicher wieder melden, und vielleicht kommen wir ja auch noch zu anderen Themen ins Gespräch. Schön, dass es Ihren Blog gibt!
    Ich danke Ihnen, Sie haben mir sehr geholfen! Nicht als Ratgeberin, jedoch als Mensch, der mir eine Tür geöffnet hat, hinter der ich Vertrauen und Verständnis entdeckt habe, wo ich es nicht vermutet hätte.

    Ich möchte Ihnen zum Schluss noch eine Seite ans Herz legen, die mir wertvolle Einblicke gegeben hat zum Thema Geist, Seele, Psyche. Vielleicht können sie ein paar Aspekte für Ihre Recherche nutzen, oder einfach nur auf ihrem persönlichen Weg mit einfließen lassen, natürlich nur, wenn Sie möchten 😉
    http://www.seele-verstehen.de
    Somit verbleibe ich mit herzlichen Grüßen,
    Susanne.

  11. Liebe Susanne,
    vielen Dank für Ihre Ausführungen. Es tut mir leid, dass Sie diesen Leidensweg hinter sich bringen mussten und immer wieder einen Teil des Weges damit verbringen müssen. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die Krankheit an sich eingehen, denn sie ist ein unerschöpfliches Thema – ich hoffe Sie verstehen das.

    Sie haben natürlich völlig Recht, wenn Sie sagen dass persönliches Wachstum kein Spaziergang bei garantiert schönem Wetter ist – im Gegenteil, es ist Arbeit – harte Arbeit. Wenn persönliches Wachstum eine ganz einfache Geschichte wäre, würden wir nicht ständig nach Antworten für die vielen Dinge des Lebens suchen.

    Sie schreiben: “Ihre Artikel wirken auf mich sehr “verkopft”. Die Unterschiede zwischen Geist-Psyche-Seele werden leider nicht berücksichtigt.” Ich kenne dieses Wort “verkopft” gar nicht und gehe einfach mal davon aus, dass Sie mit “verkopft” den Verstand meinen. Die Unterschiede zwischen Geist-Psyche-Seele sind ein riesiges Gebiet. Ich weiß natürlich, was Sie meinen – ich weiß aber nicht welche Artikel Sie auf dem Blog gelesen haben. Wenn Verstand und Gefühl aufeinander treffen “gewinnt” immer das Gefühl – da bin ich ganz bei Ihnen. In verschiedenen Artikeln des Blogs ist dies auch so ausgeführt. Spiritualität ist nicht jedermanns Sache, genau wie Religion – daher ist es auf diesem Blog nicht zu finden im Gegensatz zu Emotionen und Gefühlen.

    Ich habe allerdings inzwischen mehrere Leser, die mich zu diesem Thema befragt haben, weil sie mit diesen Begrifflichkeiten Geist, Seele, Bewusstsein, Verstand, Unterbewusstsein, Autosuggestion, Unbewusstsein … nicht viel anfangen können bzw. auch nicht sonderlich gut verstehen, was genau damit gemeint ist und vor allem wie man es umsetzen kann.

    Daher habe ich diese Problematik bereits auf dem Schirm, denn die einzelnen Bewusstseinsebenen und alles was damit im Zusammenhang steht sind sehr umfangreich und nicht mit wenigen Sätzen zu erklären. Ich würde Ihnen vorerst meine Artikel: Die Autosuggestion ist mächtig oder Autosuggestion gezielt anwenden empfehlen – vielleicht gefallen Ihnen diese Ausführungen besser.

    Liebe Susanne, ich würde mich sehr freuen mal wieder von Ihnen zu hören. Vielleicht abonnieren Sie meinen RSS-Feed, dann bekommen Sie immer mit, wenn es etwas Neues auf diesem Blog gibt.

    Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall alles Gute und ganz viel Kraft auf Ihrem Weg.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  12. Liebe Anja,
    vielen Dank für die ausführliche Antwort und Ihre Offenheit!
    Das, was Sie beschreiben, habe ich so ähnlich auch erlebt, vor 20 Jahren (bin jetzt Mitte 40).
    Bei mir hatten sich allerdings massive psychosomatische Symptome schon in der Jugend ausgebildet. Als nach einer Trennung und einer beruflichen Niederlage dann Suizidgedanken dazu kamen, wusste ich, dass es nur noch zwei Möglichkeiten für mich gab-Leben oder Sterben. Zu dem Zeitpunkt lebte ich schon lange in dem Zustand, den sie in ihrer Antwort schildern.
    Ich hatte das große Glück, an eine gut ausgebildete, erfahrene Psychotherapeutin zu gelangen und ich kam in den „Genuss“ einer klassischen Psychoanalyse, die über 3 Jahre dauerte. Ich ging während dieser Zeit durch die Hölle, denn es wurde alles aufgedeckt, was ich seit frühester Kindheit verdrängt hatte. Ich flehte meine Therapeutin oft an, sie möge mir Psychopharmaka verschreiben, aber sie tat mir den Gefallen Gott sei Dank nicht, denn sie wusste, dass dies nicht die Lösung war. Ich arbeitete in der Therapie also tapfer mit und ging weiter meinem Beruf nach, ohne Krankschreibungen, ohne Tabletten.
    (das meinte ich in meinem 1.Kommentar;-)
    Nach der Therapie fühlte ich mich wie neugeboren, und konnte für viele Jahre wirklich unbeschwert leben, und meine Lebenswünsche in die Tat umsetzen. Da kann ich ihnen nur Recht geben, dass unsere Gedanken bestimmen, ob wir glücklich sind oder unglücklich. Ich dachte damals, alles wäre nun ganz einfach 😉 Heute weiß ich aber, dass es sich mit einem Depressiven ähnlich verhält, wie mit einem trockenen Alkoholiker, wenn Sie verstehen, was ich damit meine. Die Depression hat mich an entscheidenden Lebens-Schnittstellen immer wieder heimgesucht, entflammte immer wieder neu, z.Bsp. nach der Geburt meines Sohnes……..ich war fassungslos, weil ich nicht im Geringsten damit gerechnet hatte. Die ersten 2 Jahre nach der Geburt waren die Hölle. Und in dieser Zeit fruchtete meine Fähigkeit des positiven Denkens übrigens gar nicht! Da war es wiederum mein Baby, dass mir, einerseits die letzte Kraft raubend, andererseits viel Kraft gab, nicht aufzugeben. Das ist nun fast 9 Jahre her, und Alles ist gut inzwischen, sehr gut sogar. Aber es war ein schwerer Weg, nicht der Erste und bestimmt auch nicht der Letzte. Und da bin ich bei dem Punkt, warum ich nun doch etwas ausführlicher über mich geschrieben habe. Ich möchte damit aufzeigen, dass es den einfachen Weg zum persönlichen Wachstum, aus meiner Sicht nicht gibt. Das werden Sie, liebe Anja, auf Grund Ihrer eigenen Lebenserfahrung, bestätigen. Ich sehe aber eine Gefahr darin, dass Sie den Menschen mit Ihren Artikeln, unbeabsichtigt, das Gefühl geben könnten, es wäre ganz einfach, sobald man das enorme Spektrum seines eigenen geistigen Potenzials erkannt hat. Ich weiß jedoch aus meiner Erfahrung, dass NIE nur das rationale Begreifen, Verstehen, Durchschauen bestimmter Mechanismen, einen Menschen wachsen, reifen oder heilen lassen. Viel wichtiger ist der „Aha-Effekt“ auf der Gefühlsebene, der spirituelle Moment, das EMOTIONALE Erleben des Unterschieds zwischen „ich lehne ab“ oder „ich nehme an“, als Beispiel.
    Ihre Artikel wirken auf mich sehr „verkopft“. Die Unterschiede zwischen Geist-Psyche-Seele werden leider nicht berücksichtigt. Und Ihr großes Herz, dass man in Ihren Antworten zweifelsohne erkennt, müsste in Ihren Artikeln noch viel mehr erstrahlen, wenn ich das anmerken darf.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Susanne.

  13. Liebe Susanne,
    vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

    Wie Sie schon selber schreiben ist die Depression sehr vielschichtig und macht sich in den unterschiedlichsten Formen bemerkbar, weshalb ja auch die Behandlung so schwierig ist.

    Sie gehören definitiv nicht zu dem Personenkreis, von dem ich denke, dass diese Menschen zurück gezogen leben und nicht im Netz surfen. Der Personenkreis, den ich meine, leidet an schweren Depressionen, kommt ohne Medikamente nicht aus und ist so derart von Ängsten geprägt, dass das Leben eigentlich gar kein Leben mehr ist. Ein „halbwegs normales“ Familienleben ist nicht mehr möglich.

    Ich habe selber über viele Jahre diese Erfahrung gemacht mit Menschen, die mir sehr sehr nahe standen. Diese Menschen sind nicht mehr in der Lage von sich aus auch nur einen einzigen positiven Aspekt im Leben zu sehen – sie sind nur von Problemen umgeben und wenn es keine Probleme gibt, werden selbst welche kreiert. Diese Menschen leben sehr zurück gezogen und sind nicht mehr in der Lage eigenständig Hilfe zu suchen. Sie merken auch nicht, wenn sich ihr Zustand so verschlimmert, dass sie nur noch unter ärztlicher Kontrolle „überleben“ können. Diese Menschen leben ganz nah am Suizid, weil sie keine Auswege aus ihrer Situation sehen. Das ist sehr sehr schlimm und belastet die gesamte Familie in einem Ausmaß, das sich nur jemand vorstellen kann, der es selbst erlebt hat. Eine Heilung ist sehr sehr schwierig oder eben ausgeschlossen. Es ist nur noch möglich mit Tabletten das Leben halbwegs erträglich zu machen. Diese Art der Depression ist so extrem, dass ich das wirklich niemanden wünsche.

    Ich kenne beispielsweise auch eine Person aus meinem Freundeskreis, die an einer anderen Form der Depression litt und das Gefühl hatte, dass der Kopf – also der Geist und der Körper keine Einheit mehr bildeten. Es schien so, als wären Geist und Körper voneinander getrennt – der eine Teil hatte keinen Einfluss mehr auf den anderen. Auch diese Person lebte während der Depression völlig zurück gezogen und hatte nicht ansatzweise das Verlangen überhaupt den Computer einzuschalten. Gott sei Dank ist sie heute wieder gesund – so weit man das überhaupt in solchen Fällen sagen kann. Diese Art der Depression wurde ebenfalls von Fachärzten begleitet und war mit einem längeren Krankenhausaufenthalt und entsprechenden Medikamenten verbunden.

    Allerdings war es in allen Fällen so, dass diese Personen im Vorfeld extrem überlastet waren. Die Terminkalender überfüllt bzw. hohe geistige Anforderungen über längere Zeiträume – und ich rede hier nicht von Wochen. Das Böse ist eben, dass sie erst dann merkten, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war. Auch innerhalb der Familie ist es schwierig eine heran nahende schwere Depression zu erkennen, da diese Menschen ja nicht von jetzt auf gleich „umkippen“ – noch dazu, wenn diese Krankheit noch nie vorher aufgetaucht ist.

    Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass mein Artikel in diesem Blog ein Lebensratgeber ist. Ja das ist er. Ich glaube nicht, dass Sie im Netz eine Seite finden, die Sie erfolgreich „kurieren“ kann – dafür gibt es ausgebildete Fachärzte.

    Mir geht es hauptsächlich darum Denkanstöße und Impulse zu vermitteln, die Menschen für sich nutzen können, um aus einer Depression, die noch nicht so weit fortgeschritten ist bzw. so schwer ist, wie es in meiner Familie der Fall war, zu vermitteln.

    So lange Menschen selber merken, dass irgend etwas nicht stimmt, so lange können sie sich selbst helfen und ja – auch Hilfe im Internet suchen.

    Bei einer Depression gibt es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen immer ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn. Wenn bestimmte Botenstoffe im Gehirn fehlen, dann kippt die Stimmung – bis hin zu Depression – wenn nicht gegen gesteuert wird.

    Die „Schulmedizin“ hat Johanniskraut in diesem Zusammenhang schätzen gelernt. Johanniskraut wirkt sich auf jeden Fall positiv auf das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn aus. Allerdings sollte jeder darauf achten, dass das Johanniskraut nicht mit anderen Wirkstoffen kombiniert ist.

    Liebe Susanne, damit wir uns nicht falsch verstehen – es geht mir nicht darum mich mit Ihnen oder anderen Lesern über schwere und nicht so schwere – echte oder unechte Depressionen herum zu streiten. Alles was ich möchte ist das Bestreben Ihnen und anderen Menschen dabei zu helfen ein positives Lebensgefühl zu finden und zu vermeiden, dass Sie das erleben müssen, was ich erleben musste.

    Manchmal sind es ganz kleine Dinge oder bestimmte Formulierungen, die uns „anticken“ und unsere Denkweisen in eine andere Richtung lenken. Letztlich ist die Botschaft immer: „Du bist, was Du denkst.“ Alles beginnt mit unseren Gedanken. Das ist meine Erkenntnis.

    In der Hoffnung, dass auch Sie einen Weg für sich finden und aus dem Tunnel zum Licht finden, verbleibe ich mit

    herzlichen Grüßen
    Anja Maschlanka

  14. Natürlich spricht man nicht von „echter“ und „unechter“ Depression, aber ich denke, es gibt schon gravierende Unterschiede zwischen einer depressiven Verstimmung und einer Depression. Eine Depression äußert sich in vielen Fällen eben nicht nur in gedrückter Stimmung. Und es gibt viele verschiedene Formen dieser Krankheit. Da ich zu den Personen gehöre, von denen Sie meinen, dass sie zurück gezogen leben und nicht im Netz surfen, muss ich mich dazu einfach mal äußern. Gerade Menschen, die sich sehr krank fühlen und auf der Suche nach Hilfe sind, nutzen das Internet! Der Titel Ihres Blogs „Ein Weg aus der Depression“ klingt erst einmal ernstzunehmend. Es zeigt sich jedoch, dass es sich um einen Lebensratgeber handelt, der auf mich sehr allgemeingültig wirkt. Davon gab und gibt es schon so viele. Das Thema Depression ist so vielschichtig und komplex, da kommt man mit allgemeingültigen Lebensweisheiten nicht weit. Betroffene haben einen „Tunnelblick“, und es ist unendlich schwer, die düsteren Gedanken umzulenken. Die eigenen Kräfte sind erheblich eingeschränkt. Glauben Sie mir bitte, dass ich weiß, wovon ich rede/schreibe. Ich habe einen langen Leidensweg hinter mir. Ich habe jedoch immer an „das Gute“ geglaubt und all meine positiven Gedanken und Kräfte genutzt, um nicht unter zu gehen. Ich habe nie Psychopharmaka genommen, immer gearbeitet, einen Sohn geboren, ihn liebevoll groß gezogen, pflege gute Beziehungen und lebe sehr bewusst und achtsam. All das macht mich glücklich und mein Leben sinnhaft. Der Schmerz in mir jedoch bleibt.
    Wenn wir nicht gänzlich loslassen können, sprich, an der Depression festhalten müssen, dann haben wir noch nicht genug aus ihr gelernt. Das ist meine Erkenntnis.

    Ihnen alles Gute,
    Susanne.

  15. Hallo Tanja,

    Danke für Ihr Feedback zu diesem Artikel.

    Ich weiß nicht genau was Sie unter einer echten Depression verstehen – ich habe noch nie von unechten Depressionen gehört. Eine Depression äußert sich durch bedrückte Stimmung oder wie Herr Neffe bereits im vorigen Kommentar schon angemerkt heißt Depression übersetzt so viel wie „Herab-Drückung“. Diese Menschen tragen eine schwere Last mit sich herum. Natürlich ist nicht jedes Stimmungstief gleich eine Depression. Wenn dieses Tief jedoch über einen längeren Zeitraum anhält, kann es sich zu einer schweren Depression entwickeln – das ist wahrscheinlich aus Ihrer Sicht die „echte Depression“.

    Dieser Artikel ist in erster Linie für Menschen geschrieben, die selber merken, dass sie sich in einem depressiven Zustand befinden und die noch selbst in der Lage sind dies zu erkennen. Für Menschen mit schwerer Depression ist der Artikel nicht gedacht, da diese Personen in sich zurück gezogen leben und wohl kaum im Internet surfen.

    Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen schwere Depressionen können nicht mehr mit positiven Gedanken geheilt werden. In diesem Artikel geht es darum Betroffenen neue bzw. andere Denkanstöße zu vermitteln und bestimmte Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so dass sie sich möglichst selbst aus diesem Stimmungstief – aus Ihrer „Bedrückung“ oder „Herabdrückung“ befreien können.

    Dass das Gehirn aufhört zwei Botenstoffe zu produzieren halte ich allerdings für ein Gerücht und für schlicht weg falsch. Ich denke Sie meinen die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin.

    Es ist inzwischen durch Forschungsarbeiten belegt, dass die Systeme im Gehirn, die diese Botenstoffen an die Synapsen weiterleiten, aus dem Gleichgewicht geraten. Durch dieses Ungleichgewicht haben andere unerwünschte Botenstoffe vermehrt Zugang zu den Synapsen. Mit Antidepressiva werden letztlich zwei Zugänge der unerwünschten Botenstoffe gehemmt. Insgesamt gibt es aber drei Zugänge. Wie der dritte Zugang gehemmt werden kann, ist noch ein Rätsel. Johanniskraut gehört zu den Heilkräutern, die in der Lage sind alle drei Zugänge zu hemmen und eine gute Alternative um die Stimmung aufzuhellen.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  16. Ich habe selten so einen Unsinn über Depressionen gelesen. Echte Depression ist nachweislich ein Krankheit und kann nicht mit positiven Gedanken geheilt werden. Sicherlich unterstützen positive Gedanken den Heilungsprozess, aber das Gehirn hört auf zwei wichtige Botenstoffe zu produzieren. Wer solch einen Artikel schreibt, hat noch nie wirklich unter echten Depressionen gelitten, wohl eher an Stimmungsschwankungen….

    • Diesem Kommentar widerspreche ich total. Bin durch schlimmste Depressionen gegangen (mit Symtomen, die ich keinem Menschen wünsche und bei denen ich dachte nie, nie, nie wieder heraus zu kommen). Wenn ich diesen Mist weiter geglaubt hätte, den auch Mediziner einen gern glauben lassen, dann würde ich heute immer noch den Vulkan, der in mir brodelte mit Medikamenten deckeln und mich verzweifelt fragen, ob dieser Wahnsinn je aufhört. Wir können unser Gehirn in eine bessere Richtung lenken. Das hier im Text ist ein Top-Ansatz. Eine tolle Hilfe langsam wieder in die Normalität zu gleiten. Wieder ein Leben ohne diese gehirnverändernde Chemie zu führen. Mein erster Gedanke war eher, die Autorin weiss sehr wohl wovon sie schreibt.

    • Ich sehe das auch so
      Das was in dem Bericht beschrieben wird, ist allenfalls der Inhalt der einen oder anderen Therapie, die aber erst durchgeführt wesen kann, wenn man die RICHTIGEN UND INDIVIDUEL PASSENDEN Medikamente hat, damit man wieder klar genug denken kann um eine Therapie durch zu fühern oder gar selbstständig sich neue Denkweisen an zu trainieren. Auch dies hat nur dann Erfolgsaussichten, wenn man wenigstens erahnen kann was die Depression ausgelößt haben könnte. Es gibt auch Depressionen die von innen heraus oder durch Medikamente ( dazu gehören auch Blutdrucksenker) ausgelöst werden – dann gibt es keine Gedanken, die man sich schön reden kann! Habe auch eine schwere Depression gehabt und weis wie sich das anfühlt – wenn man überhaupt noch was fühlen kann. ( selbst Traurgkeit war bei mir nicht mehr drin !)
      Vorsicht bei bei Johanniskraut! Es dauert lange bis es wirkt (mann könnte sich in dieser Zeit bereis umgebracht haben) und es hat starke Nebenwirkungen bei einer wirksammen Dosierung, da es pflanzlich ist und daher weit weniger erforscht als die chemischen Medikamente.
      Es gibt viele unterschiedliche Antidepressiva, mit ganz unterschiedlichen Wirkansetzen und Wirkungen. Auch gibt es welche mit starken Nebenwirkungen bis hin zu welchen ohne Nebenwirkungen ( ja, habe ich auch mal gehabt). Wenn eins nicht hilft, kann es möglicher Weise ein anderes.

      • Hallo Frank,

        vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie schreiben Johanniskraut hat starke Nebenwirkungen. Mich würde interessieren welche das sind.

        Herzliche Grüße
        Anja Maschlanka

  17. DE-Pression = Herab-Drückung.
    Wie intelligent ist es eigentlich, gegen den HERABdruck, der eh schon die Kräfte aufzehrt, auch noch mit Anti-De-Pressiva dadegen zu drücken?

    Und wenn man sich mit Herab- und Gegendruck matt gedrückt hat, muss man dann auch noch ein Problem in den Griff bekommen, das dann ja gar nicht mehr weg kann?

    Wie ist das: Wenn man seine Hände zusammenfaltet und dann plötztlich erkennt, dass sie EINS geworden sind, kann man sie dann in diesem Leben noch einmal auseinander bringen?

    É.COUÉ wählte diesen Handfalteversuch, um den zahntausenden Hilfesuchenden, die jedes Jahr aus aller Welt zu ihm kamen, die Macht ihres Geistes zu demonstrieren. Eine Minute lang ließ er sie schnellstmöglich wiederholen: „Ich kann meine Hände nicht öffnen; ichkannnichtichkannnichtichkannnichtichkannnicht……“ und wenn sie das so schnell taten, dass sie nichts anderes mehr dachten, dann wurde dieser Gedanke ihre einzige WIRKlichkeit und sie brachten die Hände nicht wieder auseinander.
    Coué pflegte dann lächelnd zu kommentieren: „Wer so gut denken kann wie Sie, der sollte nie denken: Ich kann nicht!“

    Wir selbst sind die HerrInnen unserer Geisteskräfte. Um unsere Lebensprobleme zu lösen, müssten wir zuerst einmal genau das wissen. Coué schreibt schon: „Und das wissen die wenigsten.“ Ist es nicht bemerkenswert, an welch kleinen Problemen sich letztlich Erfolg oder Misserfolg entscheiden?
    Wenn wir uns unserer Potentiale bewusst sind, müssen wir nur noch so mit ihnen umgehen, wie wir wollen, dass mit uns umgegangen wird. Mich fragen die Leute oft: „Wie soll ich meine Affirmationen formulieren?“ u.ä. Dann frage ich zurück: „Wenn Du von einem Freund etwas willst, überlegst Du Dir dann auch, wie Du Affirmationen für ihn formulierst?“ Warum behandeln wir uns selbst nicht auch einfach so gut wie unsere Freunde, von denen wir wegen unseres guten originalen Umganges mit ihnen alles bekommen?
    Ist es nicht niederdrückend, wie viele oft mit ihren feinsten und genialsten Kräften umgehen? Und wie sie sich dafür immer noch mehr anstrengen, wenn sie damit einen Misserfolg nach dem anderen einfahren? Könnten wir nicht einfach dadurch weniger niedergedrückt sein, dass wir uns selbst weniger niederdrücken?
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  18. Hallo Bodo,

    danke für Dein Feedback. Vieles was wir lesen ist nicht wirklich neu und revolutionär. Es ist eher so, dass es uns in dem Augenblick wo wir es lesen bewusster wird und zum Nachdenken anregt.

    Deine kleine Anekdote ist sehr schön – kannte ich noch gar nicht. Passt gut zu dieser hier!

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  19. Wie ich letzt schrieb, haben deine Artikel zwar keine Revolution, aber eine innere Wende bei mir ausgelöst. Und eines stimmt: wenn man seinen Blick in bestimmte Richtungen lenkt, findet man stets weitere Bausteine dazu. Dies habe ich in den Untiefen des Netzes gefunden.

    Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel:
    „In meinem Herzen leben zwei Wölfe,
    Der eine ist der Wolf der Dunkelheit, der Angst,
    der Verzweiflung und des Misstrauens.
    Der andere Wolf ist der Wolf des Lichtes,
    der Lust, der Hoffnung, der Lebensfreude
    und der Liebe.
    Beide Wölfe kämpfen oft miteinander.“
    Der Enkel fragt nach:“ Welcher Wolf gewinnt?“
    Der Indianer antwortet: „Der, den ich füttere….“

    Beste Grüße

    Bodo

  20. Sehr guter Artikel! Einfache und sofort umsetzbare Anleitungen. Mir ist es unmittelbar nach dem Lesen bereits besser gegangen. Habe mir jetzt einen ganzen Katalog zusammengestellt, welche positiven Ansätze ich weiterspinnen kann. Vielen Dank!

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