Die Hände in der Körpersprache

Die Hände in der Körpersprache

Die Hände sagen in der Körpersprache sehr viel über eine Person aus. Vielleicht kennen Sie es aus alten Filmen, vielleicht kennen Sie es aus dem wunderschönen Wien: „Küss die Hand, gnädige Frau“. Würden Sie Ihre Hand gern zum Kuss hinhalten oder würden Sie lieber die Hände bis zu den Ellenbogen in Ihren Taschen verstecken?

 

Die Hände prägen die Körpersprache besonders intensiv

Die Hände bringen oftmals unbewusst Gesten zum Ausdruck, die mehr verraten, als wir manchmal preisgeben wollen. Diejenigen, die ein wenig Körpersprache verstehen wissen, dass die Körpersprache ehrlicher ist, als das, was wir mit dem Mund sagen. Die Körpersprache wird vom Unterbewusstsein gesteuert - sie spiegelt das nach außen, was wir wirklich denken.

Ein Mensch, der sich beispielsweise das Kinn streichelt, vermittelt Selbstgefälligkeit. Jemand der sich die Hände reibt, ist zufrieden. Wer mit den Händen ein Spitzdach nach oben formt, vermittelt Sicherheit oder Nachdenklichkeit. Wird das Spitzdach jedoch in Richtung des Gesprächspartners geformt, bedeutet es Unsicherheit oder Ablehnung. Kleine Ursache - große Wirkung.

Wenn Sie beispielsweise mit den Händen eine doppelläufige Pistole bilden, also die Finger ineinander verschränken und die Zeigefinger gestreckt aufeinanderlegen, dann vermitteln Sie, dass Sie jeder Zeit zum Angriff bereit sind. Sie können Ihrem Gegenüber dann noch so viel erzählen, dass Sie ganz seiner Meinung sind – wenn er nicht ganz blind ist, wird er Ihnen nicht glauben. Bevor Sie nun anfangen die positiven Botschaften der Hände zu üben, sollten Sie zuerst Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, keine negativen Gestiken zu verwenden.

Ein Mensch der uns versucht etwas glaubhaft zu vermitteln, die Hände aber bis zu den Ellenbogen in den Hosentaschen vergräbt, hat wahrscheinlich mehr zu verbergen, als nur einen abgebrochenen Fingernagel.

 

„Die Leiter des Erfolges kann man nicht mit den Händen in den Hosentaschen erklimmen.“ (amerikanisches Sprichwort)

 

Untersuchungen haben ergeben, dass ein Mensch im Gespräch unfähig ist für 15 Sekunden auf die Bewegungen mit der Hand oder den Fingern zu verzichten. Wenn Sie etwas erreichen wollen, dann sollten Sie neben einer positiven Argumentation auch positive Gesten verwenden.

Die Hände sind fest mit dem Gehirn verankert. Da sie jedoch relativ weit vom Gehirn entfernt sind, ist es wichtig bewusst auf die Gesten zu achten, die Sie mit dem Herumwirbeln Ihrer Hände vermitteln. Vermeiden Sie auf jeden Fall Gesten mit der Hand zum Hals – sie werden immer negativ gewertet!

Achten Sie darauf, ob sich Ihr Zuhörer während Sie reden, ans Ohrläppchen fasst. Es könnte heißen, dass Ihnen Ihr Gegenüber nicht besonders gut gesonnen ist und gar nicht hören will, was Sie ihm erzählen. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Arme und Hände immer über der Gürtellinie befinden. Gesten unterhalb der Taille werden negativ wahrgenommen!

 

Der Händedruck beim Handschlag

Sie haben es bestimmt schon mehrfach erlebt, dass ein Händedruck ein Erlebnis sein kann. Der Handschlag wird als Zeichen des Vertrauens gewertet und verrät uns, ob wir bei unserem Gegenüber willkommen sind oder nicht. Niemand weiß vorher so genau, was ihn erwartet. Die einen geben uns die Hand und wir haben das Gefühl wir sitzen in der Falle, denn unser Gegenüber macht keine Anstalten, sie jemals wieder los zu lassen.

Die einen schütteln uns durch, bei anderen wissen wir nicht so genau: Ist es nun die Hand des Gegenübers, die wir gerade in unserer Hand halten oder hat er nur ein Bund Möhren kurz in unserer Hand abgelegt? Vom Schraubstock bis zum toten Fisch ist so ziemlich alles dabei, was wir beim Händereichen erleben können.

Allerdings kann ein Händedruck auch einstudiert werden. So ist es möglich, dass wir beim Händereichen ein gesundes Selbstbewusstsein unseres Gegenübers vorgegaukelt bekommen, bei näherer Betrachtung stellen wir jedoch fest, dass der Blick nach unten gerichtet ist, was uns genau das Gegenteil erzählt. Ja an dieser Stelle ist dann weitere „Forschungsarbeit“ nötig.

 

Was der Händedruck verrät

Wenn Ihnen jemand die Hand reicht und Sie haben das Gefühl ein „totes Stück Fleisch“ in der Hand zu halten, dann ist dies ein sehr abschreckendes Gefühl. Noch schlimmer ist es, wenn die gereichte Hand kalt und nass ist. Diese Personen wirken nicht sonderlich glaubwürdig, haben meist einen schwachen Charakter und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an einer Begegnung mit Ihnen interessiert.

Begegnen Sie jemanden, der Ihnen die Hand zerwürgt wie ein Schraubstock, können Sie davon ausgehen, dass der andere den brennenden Wunsch hat Sie zu dominieren. Meist sind diese Personen sehr aggressiv. Bleiben Sie also wachsam! Diese Taktik ist besonders unter Geschäftsleuten äußerst beliebt.

Wenn Sie von Ihrem Gegenüber nur noch die Fingerspitzen erwischen, handelt es sich wahrscheinlich um das andere Geschlecht. Das hängt damit zusammen, dass Männer sofort die Hand zum Gruß ausstrecken, während Frauen zuerst einmal den Blickkontakt herstellen. Die Frau übersieht dabei schon mal die Hand des Mannes. Während er die Hand zurückzieht, streckt sie nun ihrerseits die Hand zur Begrüßung aus . Oft verlaufen solche Begegnungen nicht „unfallfrei“. Die Hände „hängen“ nun irgendwie zusammen und erinnern eher an zwei Tintenfische, die sich liebevoll mit ihren Tentakeln umarmen.

Menschen, die einem fast den Arm bei der Begrüßung auskugeln, um den anderen ins eigene Territorium zu zerren, sind machtgierige Menschen.

Die Skala ließe sich beliebig fortführen. Mit einem vernünftigen Handschlag, die Hand senkrecht aufgerichtet und einem vernünftigen Händedruck vermeiden Sie auf jeden Fall ungewollte negative Botschaften.

 

Die Hände sind das "Aushängeschild" Ihrer Persönlichkeit

Die Hände eines Menschen, sind wie eine Visitenkarte. Die Hände eines Bauern sehen anders aus, als die eines Künstlers. Hände sagen mehr über das Alter eines Menschen aus, als beispielsweise das Gesicht. Kein anderes Körperteil des Menschen kommt so oft zum Einsatz wie unsere Hände. Egal ob wir arbeiten oder erzählen – die Hände sind immer mit dabei. Sie sind jeden Tag im Dauerstress.

Während andere Körperteile dem Wetter entsprechend gut „verpackt“ sind, kommen die Hände meist trotzdem mit der Witterung in Kontakt. Sie ertragen Kälte und Wärme, Sonne und Regen ... Sie werden mehrmals am Tag gewaschen und sind eigentlich mehr oder weniger „immer bei der Arbeit“. Kein Wunder, dass Sie sich manchmal anfühlen wie Reibeisen oder die Nägel abgebrochen sind.

Da die Hände stets im Einsatz sind, ob bei der Arbeit, beim Gestikulieren, beim Essen usw., sind sie immer sichtbar und ihrer Pflege sollte daher besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Der Markt bietet viele Produkte an. Der Einsatz von Pflegeprodukten gerade was die Hände betrifft, sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Da die Haut der Hände so gut wie keine Talgdrüsen hat, ist hier die Pflege so früh wie möglich zu empfehlen. Im Handel gibt es viele Angebote für die verschiedensten Ansprüche.

Auch die Fingernägel sollten regelmäßig gereinigt und in Form gefeilt werden. Je nach Mode sind sie oval oder gerade am vorderen Ende geformt. Jeder sollte die Fingernägel so feilen, wie es ihm gefällt und wie er sich wohl fühlt. Vor allem sollten Fingernägel kein Hindernis bei der täglichen Arbeit sein. Ob kurz oder lang – erlaubt ist, was gefällt.



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