Beharrlichkeit ist Handlung

Beharrlichkeit ist Handlung

Beharrlichkeit ist die Fähigkeit mit Ausdauer zu handeln – unabhängig von Ihrem Gefühlszustand. Sie ziehen Ihre Sache durch – auch wenn Sie sich einsam, verlassen, müde ... fühlen. Wenn Sie auf ein großes Ziel hinarbeiten, verhält sich Ihre Motivation wie Wellen im Ozean. Manchmal sind Sie hoch motiviert und manchmal nicht. Aber es ist nicht Ihre Motivation, die letztlich die Ergebnisse hervorbringen wird, sondern Ihr Vorgehen.

Mit Beharrlichkeit bleiben Sie in Aktion, auch wenn Sie sich nicht motiviert fühlen. Und deshalb erhalten Sie Ergebnisse.

Beharrlichkeit setzt seine eigene Motivation. Wenn Sie beharrlich sind und einfach handeln, erreichen Sie bestimmte Ergebnisse. Diese Ergebnisse können wiederum einen neuen Motivationsschub liefern. Z.B. werden Sie sich mehr für eine Gewichtsreduktion begeistern, wenn Sie die ersten 3 Kilo verloren haben und Ihre Sachen lockerer am Körper sitzen. Sie haben ein Ergebnis erzielt und das motiviert zum Weitermachen.

 

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!" (Indianerspruch)

Beharrlichkeit - sollte man niemals aufgeben?

Sollen Sie immer handeln und niemals aufgeben? Natürlich nicht. Manchmal ist Aufgeben die bessere Variante.

Woher wissen Sie nun, ob Ihr Pferd tot ist oder nicht?

Prüfen Sie genau, ob Ihr Plan zum jetzigen Zeitpunkt immer noch optimal ist! Wenn nicht, dann nehmen Sie Korrekturen vor und passen den Plan an die neuen Gegebenheiten an. Ist das Ziel, was Sie verfolgen noch das Richtige? Oder haben sich Ihre Ziele im Laufe der Zeit geändert? Nehmen Sie Korrekturen in Ihren Zielen vor oder werfen Sie ein Ziel, dessen Verfolgung sich nicht mehr lohnt über Bord! Sie erhalten keinen Ruhm dafür, wenn Sie an einem Ziel festhalten, was Sie nicht mehr motiviert. Beharrlichkeit heißt nicht Blindheit oder Sturheit.

Diese Lektion ist besonders schwierig zu lernen. Die meisten Menschen glauben, dass Sie nie aufgeben sollten, sobald sie sich ein Ziel gesetzt haben. Sie quälen sich, um ein Ziel zu erreichen bis zum bitteren Ende. Das würde bedeuten, ein Kapitän bleibt auf seinem Schiff, koste es was es wolle – auch wenn das Schiff untergeht. Das macht keinen Sinn!

Jeder Mensch entwickelt sich weiter von Tag zu Tag. Nach einem Jahr ist er logischerweise nicht mehr derselbe Mensch. Die Personen, die Ihre persönliche Entwicklung planen, verändern sich noch viel rasanter. Von daher ist es ohne Weiteres möglich, dass Sie nach einem Jahr gar nicht mehr die Ziele für erstrebenswert halten, die Sie noch vor einem Jahr erreichen wollten. Mit zunehmenden Alter ändern sich die Bedürfnisse und die Lebensträume.

 

Mit Beharrlichkeit in die Zukunft

Um Platz für Neues zu schaffen, muss man sich von alten Dingen trennen. Um Raum für neue Ziele zu haben, ist es sinnvoll alte nicht mehr erstrebenswerte von der Liste zu streichen. Manchmal sind neue Ziele wie Magneten, die so überzeugend und anziehend sind, dass wir andere Ziele auf halber Strecke aufgeben. Ab und zu ist das notwendig. Das ständige Wechseln von einem Ziel zum nächsten, ist etwas anderes! Diese Mentalität zeugt davon, dass man nicht weiß, was man wirklich will und das Ziel nicht klar genug ist!

Um die eigene Entwicklung weiter voran zu treiben, ist es manchmal notwendig sich von lieb gewordenen Gewohnheiten und Arbeiten zu trennen. Entscheiden Sie ganz genau und wohl überlegt, welche Projekte Sie löschen und welche Sie weiter verfolgen wollen! Setzen Sie Ihre Ziele nicht in einen zu festen und engen Rahmen. Breite dynamische Ziele lassen sich besser in das eigene persönliche Wachstum integrieren. Sie sind dann flexibler. Achten Sie darauf, dass Ihre Ziele Sie nicht langweilen und Sie in Selbstzufriedenheit verfallen – denn das ist Stillstand!

Der Wert der Beharrlichkeit ergibt sich nicht aus dem hartnäckigen Festhalten der Vergangenheit. Beharrlichkeit sollte auf die Vision der Zukunft gerichtet sein, die so überzeugend ist, dass sie es wert ist Realität zu werden.



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