Angst zu versagen und 10 Anzeichen dafür

Angst zu versagen

Die Angst zu versagen ist bei vielen Menschen ein großes Hemmnis. Hier finden Sie 10 Anzeichen für Versagensängste und Möglichkeiten Ihre Angst vor dem Scheitern erfolgreich zu überwinden. Kein Mensch versagt gerne, aber Fehler sind nun einmal die besten Freunde auf dem Weg zum Erfolg. Wer erfolgreich sein will, muss viel ausprobieren und Risiken eingehen. Versagen ist ein Teil des Erfolges - jedoch gibt es Menschen, die eine so wahnsinnige Bedrohung in ihren Fehlern sehen, dass sie jegliche Motivation verlieren, nur um sich der Angst zu versagen zu entziehen.

 

Die Angst zu versagen ist oft eine Angst vor der Scham

Die Angst zu versagen boykottiert unbewusst Ihre Chancen auf Erfolg bei einer Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Sie sorgt für unschöne Gefühle wie Enttäuschung, Wut, Frustration, Trauer, Reue ...

Menschen, die Angst vor dem Versagen haben, sind auf Fehlervermeidung ausgerichtet, nicht etwa weil sie mit ihrer Enttäuschung nicht umgehen können, sondern vor allem aus Schamgefühl. Scham verbinden wir mit Schuldgefühlen und mit Bedauern - wir fühlen uns miserabel, weil wir die Person sind, die wir sind. Wir betrachten Scham als eine Art Schande für unsere Persönlichkeit.

10 Anzeichen für die Angst zu versagen

1. Aus Angst zu versagen machen Sie sich ständig Gedanken darüber was andere sagen.

2. Sie machen sich oft Sorgen, ob Ihre Fähigkeiten überhaupt ausreichen, um sich die Zukunft zu erschaffen, die Sie sich wünschen.

3. Sie haben dauernd Befürchtungen, dass andere Menschen ihr Interesse an Ihnen verlieren.

4. Sie sind oft beunruhigt darüber, ob Sie klug und in der Lage sind, bestimmte Dinge zu meistern.

5. Sie sind ständig bemüht andere Menschen nicht zu enttäuschen, weil Sie deren Meinung über alles schätzen.

6. Aus Angst zu versagen tendieren Sie dazu, bereits im Vorfeld anderen Menschen zu erklären, dass Sie nicht erwarten mit Ihren Handlungen erfolgreich zu sein und senken deshalb oft Ihre Ansprüche.

7. Sobald Ihnen etwas nicht gelingt, haben Sie Probleme sich vorzustellen, wie Sie auf eine andere Art und Weise vielleicht doch noch erfolgreich sein könnten.

8. Sie neigen zu Kopf- und Magenschmerzen oder zu anderen körperlichen Symptomen, die das Abschließen Ihres Vorhabens verhindern.

9. Aus Angst zu versagen lenken Sie sich mit nebensächlichen Aufgaben ab, die Ihren Erfolg verhindern.

10. Sie neigen zu Prokrastination und verschleppen wichtige Aufgaben bis zur letzten Sekunde, was dazu führt, dass Sie sich halb überschlagen müssen und Fehler unterlaufen.

 

Aus Angst zu versagen, fangen die meisten gar nicht erst an

Ging es Ihnen in Ihrem Leben auch schon einmal so, dass Sie aus Angst zu versagen beschlossen haben gar nicht erst anzufangen? Oder haben Sie Ihre Versagensangst untergraben, weil Sie unbewusst Ihre eigenen Anstrengungen umgehen wollten?

Die Angst zu versagen ist ein Grund, warum viele Menschen gar nicht erst anfangen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Menschen ständig darüber nachdenken, was Sie gerade tun? Ganz ehrlich: Sie wären wahrscheinlich enttäuscht! Jeder Mensch hat seine eigenen Probleme, auf die er seinen Fokus richtet. Von daher ist die Angst zu versagen weniger begründet, als Sie annehmen.

Wer nichts riskiert hat keinen Erfolg und somit auch nicht versagt. Diejenigen, die die meisten Erfolge haben, haben auch am meisten versagt.  Viele Menschen haben nie gelernt Ziele zu setzen. Sie wissen nicht, wie dieser Prozess vonstatten geht und deshalb bleibt alles so wie es ist.

Bedauerlich ist nur, dass die Angst zu versagen auch den kleinsten Versuch der Aktivität verhindert. So bleiben vielleicht große Erfolge auf der Strecke, von denen wir nie etwas erfahren werden. Das Gleiche gilt für das Aufschieben von Aufgaben, die uns dadurch nur noch mehr belasten, weil wir uns länger in diesem Zustand aufhalten, als es eigentlich nötig wäre.

Also keine Angst vor Experimenten. Wenn Sie wissen wollen, ob etwas gelingt oder nicht, dann probieren Sie es einfach aus – nur ein einziges Mal!

Wenn Sie befürchten, dass Sie sich lächerlich machen oder Angst vor Zurückweisung haben, dann erzählen Sie einfach niemandem davon. Behandeln Sie Ihre Ziele als „Top Secret“ und vertrauen Sie sich nur den Menschen an, von denen sie wissen, dass sie Ihnen weiter helfen.

Haben Sie gute Ergebnisse erzielt und ein Gefühl der Gewissheit entwickelt, dann können Sie auch anderen von Ihrem Ziel erzählen. Sie können auf dem Weg zum Ziel immer wieder Kurskorrekturen vornehmen, aber anfangen müssen Sie erst mal.

Wenn Sie mutig eine Probe gestartet haben, erhalten Sie verwertbare Ergebnisse. Entweder Sie waren erfolgreich oder Sie haben etwas gelernt. Beim nächsten Versuch können Sie es dann gleich intelligenter anstellen. Verlieren können Sie dabei nichts.

Leider verzetteln sich die meisten Leute zu sehr in der Planung und kommen nie dazu auch mal eine Aktion einzuleiten. So lange Sie aber immer nur planen und nie aktiv werden, können Sie auch nicht erfolgreich werden. Erfolg wird an Ergebnissen gemessen und nicht an Plänen.

 

Die Angst zu versagen in Erfolg umwandeln

Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg, sondern ein wesentlicher Bestandteil. Wenn Ihnen der Durchbruch gelingt, wen interessieren dann noch Ihre Fehlversuche? Keinen Menschen!

Wir haben nur deshalb Glühbirnen in unseren Räumlichkeiten, weil Thomas Edison auch nach zehntausend mal versagen nicht aufgegeben hat. Er hat bei jedem Versagen dazu gelernt, bis die Glühbirne Realität wurde. Edison wurde seinerzeit gefragt, warum er nach 5000 Misserfolgen immer noch nicht aufgab. Edison sagte sinngemäß: ... Ich habe nicht im Geringsten versagt, ich habe lediglich 5000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert. ... Hätte Edison Angst zu versagen gehabt – wer weiß ...!? Entweder es klappt oder Sie sind schlauer als vorher!

Das Loslassen der Angst zu versagen ist ein guter Dienst, den Sie sich selbst antun können und sollten! Wenn Sie das Erreichen eines bestimmten Ziels innerlich aufwühlt und mit einem positiven Gefühl erwärmt – Sie aber die Angst zu versagen spüren – dann springen Sie einfach hoch und tun es trotzdem.

Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass Sie etwas Neues dazulernen und der nächste Versuch bessere Ergebnisse bringt statt die Angst zu versagen zu hüten und zu pflegen. Wenn Sie sich Menschen, die erfolgreich im Geschäft sind genauer anschauen und deren Biographien lesen, waren Sie alle mehr oder weniger Versager, bevor Sie erfolgreich wurden wie beispielsweise Henry Ford oder Winston Churchill ... .

 

Begrenzen Sie Ihre Angst zu versagen durch Erfahrungen

Je früher Sie scheitern, desto schneller lernen Sie. Sorgen Sie sich nicht darüber, ob künftige Aktionen Highlights werden. Wahrscheinlich werden Sie es nicht, aber Sie sammeln bei jeder aktiven Handlung kostbare Erfahrungen, die Ihnen allein durch theoretisches Denken niemals zur Verfügung stehen werden. Wenn Sie trotz Ihrer Zweifel mutig und entschlossen zur Tat schreiten, als ob es unmöglich ist zu scheitern, dann werden Sie feststellen, das es im Wesentlichen tatsächlich auch so ist.

 

"Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken." (Bertrand Russell)

 

Überwinden Sie Ihre Angst zu versagen – jetzt ist die Zeit dafür!

Viele Menschen verzögern Ihre Entscheidungen, weil Sie über ihre Angst zu versagen nachdenken und keine Klarheit haben. Aber die Verzögerung von Entscheidungen hat meist negative Folgen. Auch wenn Sie mit Unklarheiten konfrontiert sind, treffen Sie Ihre Entscheidungen!

Wenn sich herausstellen sollte, dass Sie sich geirrt haben, werden Sie es früh genug erfahren und können dann immer noch Korrekturen vornehmen. Die meisten Menschen verbringen mehr als 60 Sekunden nur allein damit, was sie nun essen werden, weil sie ein Hungergefühl verspüren.

Wenn Sie sich angewöhnen Entscheidungen schnell zu treffen, können Sie den Rest des Tages mit Ihren Aufgaben verbringen, die Sie zu erledigen haben, anstatt die perfekte Entscheidung zu treffen, die es eh nicht gibt.

Die besten Manager haben ein enorm gutes Handling für Mehrdeutigkeiten. Sie handeln schnell und können gut mit wenigen Informationen oder widersprüchlichen Daten umgehen und Trendentwicklungen erkennen.

Viele Branchen entwickeln sich heute so rasant, die schnelle Entscheidungen und rasches Handeln unabdingbar machen, will man die Chancen am Markt nutzen.

Wenn die Manager großer erfolgreicher Unternehmen erst mal Tage damit verbringen würden die perfekte Entscheidung zu finden, sind die Chancen am Markt längst Vergangenheit und ihre Unternehmen fallen zurück.

 

Angst entsteht durch Unwissenheit

Wenn Ihnen Informationen oder Daten fehlen, dann vertrauen Sie auf Ihre Intuition und auf Ihren gesunden Menschenverstand, gepaart mit Ihren bisher gemachten Erfahrungen. Ziehen Sie bestimmte Optionen in Betracht, die Ihnen vernünftig erscheinen und entscheiden Sie sich.

Nutzen Sie den größten Teil Ihrer Zeit für Aktionen und nicht für Entscheidungen. Sie verschwenden sonst unnötig viel Zeit. Versuchen Sie Entscheidungen innerhalb von zwei Minuten zu treffen.

Bewegen Sie sich aus Ihrer Unsicherheit heraus und handeln Sie in der Gewissheit, die bestmögliche Entscheidung getroffen zu haben. Überlassen Sie es der Welt Ihnen zu sagen, wenn Sie sich geirrt haben. Sie erhalten auf jeden Fall eine Rückmeldung und daraus können Sie genug Erfahrungen sammeln, um in Zukunft intelligentere Entscheidungen zu treffen.



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