Akzeptanz, akzeptieren

Akzeptanz ist ein Teil der Selbstdisziplin

Akzeptanz – was ist das?

Akzeptanz bedeutet, dass Sie die Realität, die Sie umgibt bewusst wahrnehmen und anerkennen. Das klingt zwar logisch, ist in der Praxis aber nicht immer so einfach umzusetzen. Wenn Sie ein Dauerproblem in einem Bereich Ihres Lebens haben, dann ist es meist schwierig zu akzeptieren, dass die Realität gegen die Ursache des Problems verstößt. Wenn Sie also beispielsweise ein dauerhaftes Geldproblem haben, dann ist es schwierig zu akzeptieren, dass in der Realität mehr Geld verfügbar ist. Würden Sie die Ursachen Ihres chronischen Geldmangels beseitigen, hätten Sie dieses Problem nicht mehr.

Warum ist Akzeptanz ein Teil der Selbstdisziplin?

Die meisten Leute machen einen grundsätzlichen Fehler in Bezug auf Ihre Selbstdisziplin. Die Akzeptanz ihrer gegenwärtige Situation fällt ihnen schwer und deshalb betreiben sie Augenwäscherei, malen sich alles schön bunt und wundern sich, wenn sie scheitern.

Wenn Sie also beispielsweise nicht akzeptieren, dass Sie ein Übergewicht von 10 oder 15 oder … Kilo haben, dann wird es schwierig die Ursache zu beseitigen. Realistisch gesehen könnten Sie Ihr Idealgewicht haben, wenn Sie aber Ihre jetzige Situation nicht akzeptieren, wie wollen Sie dann einen Plan aufstellen, um dieses Problem zu lösen?

Sie sind ja dann nicht einmal bereit die Ursache Ihres Problems zu akzeptieren. Woher wollen Sie wissen, welcher der richtige Ansatzpunkt für Ihr Vorgehen ist? Das ist so, als ob Sie an einem Marathon teilnehmen würden, obwohl Sie nur 500 Meter  joggen können – Sie erinnern sich an das Beispiel aus dem vorigen Artikel? Wenn Sie nicht bereit sind zu akzeptieren, wo Sie jetzt mit Ihrer Selbstdisziplin stehen, werden Sie kaum Verbesserungen in irgend einem Bereich schaffen.

Wenn Sie Ihre Akzeptanz ausbauen wollen, dann ist es wichtig eine Bestandsaufnahme zu machen. Wo stehen Sie im Augenblick mit Ihrer Disziplin? Welche Herausforderungen haben Sie bisher gemeistert und wovor haben Sie sich bisher gedrückt? Welcher Art von Herausforderungen würden Sie gern annehmen, fühlen sich derzeit aber praktisch nicht dazu in der Lage? Welche Fähigkeiten müssten Sie erlernen, um diese Herausforderungen zu meistern? Hier sind einige Punkte, an denen Sie beispielsweise Ihre Disziplin überprüfen könnten – es sind nur Beispiele!

Finden Sie heraus, wo Sie gerade mit Ihren kleinen täglichen Herausforderungen stehen:

– Stehen Sie jeden Morgen rechtzeitig auf?

– Gehen Sie immer bestmöglich gepflegt und angezogen zur Arbeit?

– Legen Sie sich jeden Abend die Sachen für den nächsten Tag bereit?

– Haben Sie morgens genügend Zeit, um stressfrei zur Arbeit zu kommen?

– Ist Ihr Wohnraum sauber und gut durch organisiert?

– Haben Sie ausreichend Zeit für Ihre Kinder?

– Bewegen Sie sich ausreichend?

– Essen Sie jeden Tag wenigstens ein wenig Obst oder Gemüse?

– Halten Sie Ihre Versprechen, besonders Ihren Kindern gegenüber?

– Setzen Sie Ihre Vorsätze in die Tat um? – Wie gut ist Ihr Tag organisiert?

– Verplempern Sie täglich viel Zeit und schaffen nichts?

– Wie lange sind Sie in der Lage hoch konzentriert zu arbeiten?

– Welche Ihrer Vorsätze haben das 1. Lebensjahr erreicht und sind nicht erledigt?

– Konzentrieren Sie sich täglich auf die positiven Dinge im Leben?

– Sind Sie ständig bemüht schlechte Eigenschaften gegen positive auszutauschen?

– Haben Sie Ihre finanziellen Mittel immer unter Kontrolle?

– Kennen Sie genau die Summe Ihrer monatlichen Einnahmen und Ausgaben?

– Haben Sie Ihre wichtigsten Ziele schriftlich fixiert?

– Hatten Sie sich vorgenommen jetzt mein Blog zu besuchen oder sind Sie nur zufällig hier gelandet?

– Wofür opfern Sie gerade Ihre meiste Energie auf?

– Sitzen Sie jeden Tag regungslos vor dem Fernseher und stopfen eine Menge fettiger Chips in sich rein?

– Könnten Sie mir genau sagen, was Sie morgen alles tun werden?

Wie würden Sie all diese Fragen bewerten, wenn Sie sich Schulnoten von 1-6 vergeben? Denken Sie daran, wir reden gerade über Akzeptanz! Auf welcher Ebene der Selbstdisziplin befinden Sie sich jetzt? Welche Schulnote würden Sie erreichen?



Akzeptanz für Ihre jetzige Situation

Ermitteln Sie einen Bereich, wo Ihre Selbstdisziplin am wenigsten ausgebaut ist. Akzeptieren Sie Ihren Ausgangspunkt und erkennen Sie ihn an. Dann erstellen Sie Ihr eigenes Programm, um sich in diesem Bereich zu verbessern. Beginnen Sie mit einfachen Schritten und überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Herausforderungen Stück für Stück höher setzen können.

Mit den ersten Fortschritten steigt auch Ihre Motivation. Denken Sie daran, dass Beharrlichkeit ihre eigene Motivation mit sich bringt. Wenn Sie also beispielsweise jemand sind, der Morgens nicht aus dem Bett findet und bis 11 Uhr schläft, dann wird es nicht viel Sinn machen, den Tag Morgens um 5 Uhr zu beginnen. Vielleicht könnten Sie es aber schaffen die nächsten 7 Tage um 10:30 Uhr aufzustehen. Und wenn Ihnen das nicht mehr schwer fällt, dann beginnen Sie Ihren Tag um 10 Uhr und immer so weiter.

Ohne Akzeptanz tappen Sie entweder im Dunkeln oder Sie verleugnen sich selbst. Wenn Sie Ihrer Akzeptanz keine Aufmerksamkeit schenken, wissen Sie einfach nicht, wo Ihre Reserven liegen und verschenken Ihr Potenzial.

Schuldzuweisungen sind nicht akzeptabel

Wenn Sie nur eine vage Vorstellung von Ihrer Akzeptanz haben, dann erreichen Sie vielleicht einige Erfolge, aber auch eine Menge Misserfolge. Sie neigen eher dazu sich Vorwürfe zu machen und agieren über Schuldzuweisungen. Sie sind dann nicht in der Lage zu ermitteln, welche „Anzahl von Metern, die Sie joggen können“ für Sie die Richtige ist, um stärker zu werden und sich weiter entwickeln zu können.

Wenn Sie sich selbst gegenüber Ihr Maß an Akzeptanz verleugnen, dann entwickeln Sie eine falsche Sicht der Wirklichkeit. Sie über- oder unterschätzen dann Ihre Fähigkeiten leicht. Sie gehen wie ein Azubi durchs Leben, in der Hoffnung den richtigen Punkt Ihrer Fähigkeiten zu treffen.

Unterschätzen Sie sich, bleiben Sie unter Ihren Fähigkeiten und erreichen nur mittelmäßige Ergebnisse. Überschätzen Sie sich, werden Sie ständig scheitern und Frustration wird die Folge sein.

Akzeptanz ist der erste Schritt

Auf dem Weg der Akzeptanz kann jeder enorme Vorteile für sich ausbauen. Am Ende eines Monats können Sie dann die markanten Ergebnisse, die Sie erreicht haben analysieren. Wenn Sie einfach nur warten, wie sich die Dinge ergeben, um dann darauf zu reagieren, werden Sie nie Ihre Ziele erreichen und erfolgreich sein. Wie soll das gehen?

Also tun Sie sich selbst den Gefallen und machen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme nur für sich. Vielleicht haben Sie sich ja ein Tagebuch als Lösungshilfe zugelegt. Dort können Sie ganz allein für sich eine Selbstanalyse durchführen. Selbstdisziplin ist ein persönlicher, leiser Sieg! Wenn Sie es nicht tun, dann könnte es Ihnen wie vielen anderen gehen, die irgendwann erkennen müssen, dass ihr Leben nicht mehr funktioniert.

Ich habe vor Kurzem selbst wieder so eine Erfahrung gemacht. Eine Frau mittleren Alters kontaktierte mich im Rahmen meines Jobs, den ich hauptberuflich ausübe. Sie war sehr gebildet, was sich anhand ihrer Berufsbezeichnung ablesen lies. Die Frau erklärte mir kurz den Grund ihres Anrufes, als sie plötzlich in Tränen ausbrach und mich mit den Worten ankreischte: „Was habe ich ihnen getan, was habe ich der Welt getan, dass alles schief läuft und mein Leben so beschi…. ist?“ Noch bevor ich etwas sagen konnte, legte sie auf. Ihr Problem, weswegen sie mich kontaktiert hatte, konnte ich lösen – aber ihr Leben muss sie selbst in die Hand nehmen.

Das ist genau das, was passiert, wenn man nicht akzeptiert, dass man für seine Lebensumstände selbst verantwortlich ist und dass es nur einen geben kann, der in der Lage ist, dies zu ändern. Ich kann die Aufgabe für diese Person nicht übernehmen. Ich bin nicht Schuld an ihrer Situation und die Welt auch nicht. Ich hoffe Sie verstehen spätestens jetzt, warum Akzeptanz so wichtig ist. Wer keine Ziele und Pläne hat, der hat nur eine zufällige Zukunft. Das Leben verläuft unkontrolliert und endet nicht selten im Chaos und oft genug in einer Sucht.

Ihre Situation ändert sich nicht vom angucken

Das Leben nach seinen eigenen Wünschen und Ideen zu gestalten ist eine schwierige Herausforderung. Es kann Jahre dauern und es ist harte Arbeit. Machen Sie einen Unterschied! Sorgen Sie dafür, dass Ihr Leben kein Zufall ist. Es ist sicher nicht immer leicht, aber die Mühe ist es wert.

Ein wichtiger Schritt ist offen zu akzeptieren, dass Sie da sind, wo Sie gerade im Leben sind – egal, ob Sie es gut finden oder nicht – es ist, wie es ist. Es wird auch nicht anders, wenn Sie die Augen davor verschließen. Sie können nur bessere Ergebnisse erzielen, wenn Sie akzeptieren, dass Sie noch Reserven haben, dann wird es Ihnen möglich sein, Ihre Kraft so zu konzentrieren, dass Sie die Ergebnisse erreichen, die Sie für erstrebenswert halten.



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