Meditieren entspannt den Geist und fördert das Gedächtnis

 

Meditieren erfordert keine außerordentlichen Kenntnisse – vielleicht etwas Geduld. Meditation wird gern als Mysterium betrachtet, dabei handelt es sich um reine Entspannung, die viele Menschen gar nicht mehr erleben können. Deshalb möchte ich hier einige Anregungen geben, warum es sich lohnt das Meditieren zu lernen, zu üben und welcher praktische Nutzen sich daraus für Sie ergibt.

 

 

Was meditieren bewirken kann

Meditieren ist Entspannung für den Geist, die Seele und letztlich auch für den Körper. Diese Methode bringt viele positive Aspekte mit sich: Sie kann Ängste und Stress reduzieren, die Zufriedenheit aufwerten, das Selbstwertgefühl steigern, das Vertrauen zu sich selbst aufbauen, die Empathie verbessern, den Blutdruck senken, die Gedächtnisleistung erhöhen und natürlich mehr Ruhe, Entspannung und Freude in den Alltag bringen. Durch Meditieren können Sie einen aktiven Beitrag zu Ihrem Seelenfrieden leisten.

Forschungen führen immer öfter ans Tageslicht, dass die Vorteile der Meditation nun auch in der Schulmedizin nicht mehr weg zu diskutieren sind. So gibt es heute Nachweise, dass Meditation beispielsweise eine positive Wirkung auf Menschen hat, die unter Depressionen leiden.

Untersuchungen zeigen, dass die Gehirne von Mönchen, deren Großteil des Lebens aus meditieren besteht, völlig anders arbeiten, als bei Menschen, die gar nicht meditieren. Im Gamma Wellen Bereich des Gehirns der Mönche wurden Werte verzeichnet, die selbst Schulwissenschaftler vom Hocker gehauen haben. Die Schulmedizin spekuliert inzwischen, dass der Gamma Wellen Bereich mit verantwortlich dafür ist, wie das Bewusstsein eines Menschen entsteht.

Durch Meditieren wird die Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Konzentration geschult. Das führt mit der Zeit dazu, dass das Gehirn anders reagiert und feiner abgestimmt ist. Durch regelmäßiges meditieren verändert sich die Masse der grauen Substanz im Kortex des Gehirns.

Zudem können wir durch meditieren einmal inne halten und ganz zu uns selbst zurück kehren. Einfach mal raus aus dem Lärm und raus aus der Informationsflut. Dem Körper und dem Geist mal eine Pause gönnen.

Meditieren bedeutet soviel wie nachdenken oder nachsinnen. Es trägt zur Beruhigung des Geistes bei. In Asien dient die Meditation der Bewusstseinserweiterung, des Einssein mit dem Augenblick – frei von jeglichen Gedanken. Im Christentum bildet Gott die Grundlage. Im Buddhismus hingegen ist der Geist bzw. das Bewusstsein der Kern der Existenz.

Alle Gefühle, Gut und Böse, Leben und Tod, Zeit und Raum … haben keine Bedeutung, wenn sie nicht bewusst durch Gedanken interpretiert werden. Aus buddhistischer Sicht ist es sekundär, ob wir ewig leben oder nur ganz kurz, ob Götter existieren oder nicht. Auch solche Dinge wie Glück, Freude, Güte, Leid, Schmerz usw. haben nur den Sinn, den wir ihnen mit unseren Gefühlen und Einstellungen geben. Daher konzentriert sich der Buddhismus auf den Geist.

 

Einfache Meditation oder wie meditiere ich richtig

Im Grunde ist meditieren eine Frage der Übung. Es geht darum dem Kopf “leer” zu kriegen – einfach mal nicht zu denken. Bevor Sie also mit der Meditation anfangen überlegen Sie sich warum Sie überhaupt meditieren wollen und engagieren Sie sich hundertprozentig dabei.

Sie können mit relativ kleinen Schritten beginnen. Unter 15 Minuten sollte eine Sitzung jedoch nicht dauern. Sie müssen sich nicht zum Mönch qualifizieren und stundenlang meditieren. Versuchen Sie nicht jemand zu sein oder etwas zu tun, was Ihnen nicht gefällt. Es geht nicht darum irgendjemanden etwas zu beweisen – es geht um den liebevollen Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Seele.

Sie können im “Schneidersitz” am Boden auf einem Kissen meditieren, sie können dabei aber auch auf einem Stuhl sitzen. Tun Sie es so, wie es sich für Sie richtig anfühlt. Sitzen Sie gerade und aufrecht – ohne irgendwo anzulehnen, so dass Sie dabei Ihre “Würde” verkörpern. Diese Sitzhaltung erfordert ein wenig Übung, bietet aber die maximale Stabilität. Schließen Sie die Augen oder suchen Sie sich einen Punkt, auf den Sie sich konzentrieren.

Meditieren Sie idealerweise, wenn Ihr Geist wach ist – möglichst täglich zur selben Zeit – am besten in den frühen Morgenstunden.

Meditieren erfordert Konzentration auf sich selbst – auf das, was gerade passiert – es ist sozusagen die Konzentration auf den Augenblick. Das bedeutet, dass Sie darauf achten müssen, dass Ihr Geist nicht abdriftet. Lauschen Sie am besten einfach nur Ihrem Atem.

Betreiben Sie das Meditieren genau so einfach wie Ihre tägliche Hygiene oder zerbrechen Sie sich jeden Morgen den Kopf, ob Sie Ihre Zähne auch wirklich richtig geputzt haben? Suchen Sie sich einfach einen Ort der Ruhe, bleiben Sie dort so lange, wie Sie es für sich festgelegt haben, konzentrieren Sie sich auf Ihren Anker und löschen Sie Ihre Gedanken kurzzeitig aus. Denken Sie immer daran, dass meditieren ein Prozess ist und kein Ergebnis. Wiederholung führt zur Meisterschaft. Je öfter Sie also üben, desto leichter fällt Ihnen die Konzentration auf sich selbst.

 

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