Die Lebenszeit richtig nutzen

Lebenszeit

Unsere Lebenszeit ist nicht besonders lang. Wenn Sie 75 Jahre alt werden, dann leben Sie etwa 27.393 Tage. Da Sie wahrscheinlich nicht erst gestern geboren wurden, haben Sie davon schon einige Tage verbraucht. Mal angenommen Sie sind etwa 30 Jahre alt, dann sind bereits 10.960 Tage vergangen. Rechnen Sie sich selbst Ihr verbleibendes Zeitbudget aus, um zu erkennen, wie kostbar Ihre Lebenszeit ist. 

Wenn wir also unser Leben nicht in Jahren rechnen, sondern in Tagen, dann merken wir, dass wir gar nicht so unendlich viel Zeit zur Verfügung haben. Wie gehen wir also sinnvoll mit dieser Lebenszeit um? Macht es Sinn die paar Tage auf der Erde mit Dingen zu verbringen, die wir gar nicht wollen oder nicht gern tun?

Keiner hat Zeit – jeder steht im Stress

Realistisch gesehen verbringen wir etwa fünfzehn Prozent unserer Lebenszeit mit unserem Job. Der Rest ist Freizeit. Trotzdem hat keiner mehr Zeit – Depressionen und Burn Out sind ein ständiger Begleiter unseres Zeitalters.

Wir sind bestrebt ständig etwas zu erleben. Wir ruhen uns nicht mehr aus. Viele Menschen können heute kaum noch wirkliche Ruhe ertragen. Sie entspannen sich lieber mit einem Krimi im Fernsehen oder mit aktiver Freizeitgestaltung. Auf jeden Fall sollte es nicht ausschließlich Ruhe sein.

Neue Berufe schießen wie Pilze aus dem Boden. Da haben wir beispielsweise Coaches oder Trainer, die uns bei bringen, wie wir unsere ganzen Termine in Terminkalendern planen können. Zeitmanagement ist ein lukratives Geschäft geworden, da uns ja die Zeit anscheinend verloren gegangen ist.

Lebenszeit und Zeitnot

Zeitnot wird hauptsächlich von jedem selbst verursacht. Wenn Sie chaotisch und ohne Überlegung Ihre Lebenszeit verplempern, dann sind Sie ständig in Zeitnot.

Wir verschieben unsere Vorhaben, weil sie teilweise so umfangreich sind, dass wir uns nicht aufraffen können dieses Pensum in Angriff zu nehmen. Es ist deshalb vorteilhaft umfangreiche Aufgaben in kleine tägliche Aufgaben zu zerteilen, die uns jeden Tag dem Ziel ein Stück näher bringen.

Den Tag richtig planen spart kostbare Lebenszeit. Wenn Sie sich Abends zehn bis dreißig Minuten hinsetzen, um den folgenden Tag zu planen, dann wissen Sie genau, wo Ihr Tagesziel liegt und können zielstrebig daran arbeiten.

Priorisieren Sie Ihre Aufgaben, so dass Sie die wichtigsten Arbeiten auf  jeden Fall schaffen. Überlegen Sie sich vor jeder Handlung, welche Auswirkungen entstehen, wenn Sie die Aufgabe nicht erfüllen. Sollten Sie dabei feststellen, dass die Ausführung Ihres Vorhabens nichts bewirkt, dann können Sie sich diese Zeit schon einmal sparen.

Planen Sie Ihre Zeit richtig ein. Viele Menschen sind überfordert, wenn Sie im Voraus bestimmen sollen, wie viel Zeit sie für eine bestimmte Aufgabe benötigen. Wenn Ihr Zeitbudget zu eng gestrickt ist, kommen Sie ins Schleudern.

Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie eine bestimmte Tätigkeit erledigen wollen. Wenn Sie genaue Vorstellungen vom Ablauf Ihrer notwendigen Handlungen haben, dann werden Sie schneller fertig.

Beginnen Sie mit Ihren Aufgaben unverzüglich. Viele Menschen benötigen mehr Zeit, um sich auf eine Arbeit vorzubereiten, als für die eigentliche Aufgabe selbst. Lassen Sie sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken und konzentrieren Sie sich. So sind Sie schnell fertig.

Legen Sie ähnliche Arbeiten zusammen, so dass Sie im Arbeitsfluss bleiben. Führen Sie beispielsweise alle wichtigen Telefonate hintereinander weg. Erledigen Sie alle E-Mails hintereinander. Versuchen Sie wichtige Termine auf einen Tag zu legen, so dass Sie nicht ständig hin und her fahren müssen …

Immer wenn Sie sich einem neuen Aufgabengebiet zuwenden, müssen Sie umdenken. Wenn Sie also ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her springen, dann verlieren Sie leicht die Übersicht und fühlen sich gehetzt. Hinzu kommt das Gefühl, dass Sie nichts fertig kriegen, was deprimierend sein kann, weil Sie das Gefühl entwickeln, dass Ihnen nichts von der Hand geht und Ihnen alles über den Kopf wächst.

Nehmen Sie ganz bewusst das Wörtchen „Nein“ in Ihrem Vokabular auf und sprechen Sie es öfter aus. Lassen Sie sich nicht zu Dingen überreden, die nicht zu Ihren Aufgaben gehören oder für die Sie gerade keine Zeit haben, weil Sie mit anderen wichtigen Aufgaben beschäftigt sind.

Überlegen Sie sich, welche Aufgaben Sie delegieren können. Das gilt nicht nur für den Job, sondern auch für zu Hause. Kinder können bestimmte Aufgaben wie Geschirrspüler ein- und ausräumen, Müll runter bringen usw. auch erledigen. Sie müssen nicht alles selbst machen – geben Sie die Arbeiten weg, die andere genau so gut erledigen können.

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