Autosuggestion, Suggestion

Die Autosuggestion ist mächtig

 

Die Autosuggestion funktioniert sehr einfach und bedeutet so viel wie Selbstbeeinflussung. Gerade die Werbeindustrie arbeitet gern mit den Mitteln der Autosuggestion und lässt nichts unversucht, uns zu suggerieren, was wir alles brauchen. Je öfter sich die Industrie dieser  Methode bedient und diese mit ihrer Werbung über die Bildschirme und andere Medien fließen lässt, desto mehr sind wir davon überzeugt, dass wir bestimmte Dinge anschaffen müssen, die wir letztlich nicht immer wirklich brauchen.

 

Was wir immer wieder hören, ist wie ein Branding im Hirn

 

Die Autosuggestion findet mehr oder weniger unbewusst statt und bettet sich früher oder später im Unterbewusstsein ein. Sie können sicherlich schlagartig irgendwelche Werbesprüche, die Sie immer wieder über Funk und Fernsehen gehört oder gesehen haben sofort abrufen. Denken Sie beispielsweise an Boris Becker: „Ich bin ja schon drin, na das war ja einfach!“ Oder: „Real, einmal hin – alles drin!“

All diese Botschaften sind in unserem Unterbewusstsein abgespeichert, da wir sie nahezu täglich hören oder sehen. Wir prüfen nicht genau, ob diese Aussagen stimmen oder nicht, wir nehmen sie als gegeben hin und fertig.

Mit der Werbung der Produkte werden Gefühle und Emotionen an den Kunden herangetragen, die uns versprechen, dass wir es mit diesen Produkten leichter und komfortabler haben, dass wir uns wohlfühlen, dass es uns mit diesem Produkt bedeutend besser geht. Jeder von uns nutzt dieses Werkzeug ebenfalls – ob bewusst oder unbewusst. Doch wie können wir es nützlich für unseren inneren Seelenfrieden nutzen?

 

Die Autosuggestion kann Menschen zerstören

 

Das gleiche Prinzip greift natürlich auch, wenn es um Aussagen zu unserer Person geht. Was wir immer wieder hören, glauben wir irgendwann auch. Leider passiert es oft, dass Eltern oder andere Erwachsene Kindern immer wieder sagen: „Aus dir wird nie was!“ Oder „ Du bist einfach nicht in der Lage dieses oder jenes zu verstehen!“ … Diese Aussagen brennen sich ebenfalls in das Gehirn ein. Viele Kinder setzen das, was sie immer wieder hören, in die Realität um – was sollen sie auch tun? Wenn sie dann herangewachsen sind und an jeder noch so kleinen Herausforderung zerbrechen, bekommen sie noch einmal die Bestätigung: „Ich hab es ja schon immer gesagt …!“

Versetzen wir uns in diesen „armen Teufel“ ist wohl für jeden nachvollziehbar, dass ein Mensch, der so aufgewachsen ist, nicht den Hauch eines Selbstwertgefühls, geschweige über ein gewisses Maß an Selbstvertrauen verfügt. Woher sollte es kommen? Natürlich trifft es nicht nur Kinder.

Erwachsene neigen oft selbst dazu sich einzureden, was sie alles nicht können. Je mehr und öfter Sie sich selber sagen: „Das schaffe ich nie!“ Oder „Ich kann einfach nicht mit Zahlen umgehen!“ …., desto mehr versperren Sie sich selbst den Zugang. Denn das, was Sie immer wieder hören – durch Ihre eigene Stimme und sei es nur die innere oder durch andere – das werden Sie auch glauben. Irgendwann haben Sie sich selbst davon überzeugt, dass Sie einfach zu nichts taugen und ein totaler Versager sind.

 

Die Autosuggestion kann Menschen aufbauen

 

Was in die eine Richtung funktioniert, funktioniert natürlich auch entgegengesetzt. Durch den bewussten Einsatz der Autosuggestion ist es möglich, über den Teil des Gehirns, der für das bewusste Denken verantwortlich ist und jenem Teil des Gehirns, der die unterbewussten Reaktionen steuert, zu vermitteln. Somit können neue Vernetzungen im Geist eines Menschen produziert und gefestigt werden. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, Gedanken, Vorstellungen, Betrachtungsweisen und Standpunkte, von denen wir unser Denken und unsere Emotionen leiten lassen, wohlüberlegt in die gewünschten Bahnen zu leiten.

Jeder von uns ist also in der Lage die Autosuggestion für sich selbst zu seinem Besten einzusetzen. Dadurch wird es möglich, unbeliebte Verhaltensweisen zu ändern und eine geistige Einstellung zu entwickeln, die förderlich ist und nicht behindert. Mit dem Einsatz der Autosuggestion sind Sie in der Lage selbst zu entscheiden, ob Sie sich in Zukunft mit schöpferischen, kreativen und genialen Gedanken beschäftigen möchten oder ob Sie sich hinderlichen, destruktiven und zerstörerischen Gedanken hingeben wollen.

Ja – hier haben Sie wieder die Wahl – von einem der beiden müssen Sie sich „scheiden“. Das menschliche Gehirn kann nur eins von beiden gleichzeitig – entweder schöpferisch oder destruktiv!  Wenn Sie sich über die Kraft der Autosuggestion im Klaren sind, eröffnen Sie  sich zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Tun und Ihre geistige Einstellung so zu beeinflussen, als Sie es sich jetzt vielleicht vorstellen können. Mit Autosuggestion können Sie nahezu alles schaffen – Sie haben Milliarden Mitarbeiter ständig zur Verfügung – Ihr Unterbewusstsein arbeitet Tag und Nacht für Sie. Nutzen Sie diese Chance!

 

 


7 Kommentare

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  3. Das ist nur eine viel nachgebetete, nie überprüfte Theorie, dass Worte wie „nicht“ oder „keine“ vom Gehirn ausgeblendet würde. Es zeigt, wie leichtfertig wir oberflächliche Vorgaben ohne Prüfung übernehmen.
    Die Realität ist genau 180° andersherum.

    „Du brauchst KEINE Angst zu haben, es tut überhaupt NICHT weh“, sagt die Ärztin dem Kind und nun bekommt das Kind Angst.
    „Das Unbewusste hat kein Bild für die Worte nicht & keine“, ich erinnere mich noch, wie nett das Theres Miller, die 1988 in Zürich den großen Hypnosekongress organisiert hat, an dem ich auch teilnahm, immer suggeriert hat. Das ist aber schlicht und einfach falsch.
    Wenn ich Frau Miller gesagt hätte, dass sie NICHT intelligent sei und NICHTS verstanden habe, hätte ich eine sehr starke und tiefe Wirkung auf ihr UNBEWUSSTES gehabt.
    Im UNBEWUSSTEN steuert GEIST alle unsere Lebensfunktionen. Eine Kraft, die u.a. nebenbei ständig das Zusammenwirken von 100 Billionen Zellen managt, soll zu blöd sein, die Worte nicht & keine zu verstehen?
    GEIST versteht ALLES noch bevor wir es gesagt haben.
    Wenn die Ärztin das Mädel mit dem o.g. Satz beruhigen will, dann kommt es ganz darauf an, was sie in diesem Augenblick AUSSTRAHLT. Ihre STRAHLEN wirken nämlich sehr viel tiefer als die Worte.
    Und das UNBEWUSSTE in dem Kind weiß sehr genau, wie oft es schon mit solchen Floskeln über´s Ohr gehaut worden ist. Das UNBEWUSSTE weiß, IN WELCHEM GEISTE die Worte gesagt werden und was sie tatsächlich bedeuten. Das weiß oft nicht einmal der, der sie gesagt hat, weil er z.B. nicht bei der Sache oder bei sich ist.
    Und wer sich sagt: „Ich will nicht mehr rauchen“, der täte gut, bei COUÉ beobachten zu lernen. Coué machte darauf aufmerksam, dass Sätze, die mit „Ich will“ beginnen, meist mit „ich kann aber nicht“ enden.
    Wenn wir so genau arbeiten wie COUÉ, können wir auch solche Erfolge erzielen wie er.
    Im übrigen ist wikipedia bisher in puncto Suggestion alles andere als maßgebend.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  4. Hallo Frau Maschlanka!

    Ein wenig scheint bei Ihrem Artikel für mich, wegen fehlerhafter Begriffsverwendung, durcheinandergeraten zu sein.

    – Man unterscheidet Auto (Selbst)- und Fremdsuggestion. Der nicht direkt zugeordnete Begriff ist schlicht Suggestion, ohne Begriffserweiterung.
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Suggestion)

    Wichtig scheint mir zum Thema Autosuggestion noch der Hinweis, daß Vorstellungen positiv und einfach formuliert sein sollten.

    – Der Begriff „nicht“ geht zum Beispiel leicht unter und die Vorsatzformel verkehrt sich ins Gegenteil: Wer sich also einsuggeriert: „Ich will nicht mehr rauchen.“ kann damit genau das Gegenteil erreichen, weil das „nicht“ gerne vom Hirn ausgeblendet wird. – Wahrgenommen wird dann oft: „Ich will mehr rauchen.“

    Herzlichst

    Frank Gülden

  5. Hallo Herr Neffe,
    vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ja oftmals stehen wir uns selbst auf den Füßen und merken es nicht. Meist ist es besser auch mal inne zu halten, auf einen Baum zu klettern und die Gesamtsituation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Neue Sichtweisen können uns helfen eine neue Orientierung zu finden, anstatt kopflos durch den Wald zu rennen und ihn vor lauter Bäumen nicht zu sehen.

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  6. Ich erforsche und erprobe die Autosuggestion selbst seit ca. 35 Jahren und bin zufällig auf den sofort ins Auge springenden Titel dieser Website „Persönliches Wachstum“ gestoßen. Aus der Autosuggestion Coués hat sich mein päd. Konzept der neuen Ich-kann-Schule ergeben und dort ist ein Kernsatz: „Probleme ERSCHEINEN nur als SACHprobleme, sie SIND aber immer PERSÖNLICHE Probleme. – Wir sollten nicht das SCHEIN- sondern das SEINSproblem lösen.“
    Das ist natürlich sehr interessant, wenn jemand schon am Eintritt zu seiner Website genau sagt, worauf es ankommt, eben: PERSÖNLICHES WACHSTUM.
    Coué zeigte ja schon jeden Tag den zehntausenden Hilfesuchenden, die jährlich aus aller Welt zu nihm kamen, dass AUTOSUGGESTION ein WERKZEUG ist, „das wir schon bei der Geburt besitzen, und diesem Werkzeug oder, besser gesagt, dieser Kraft wohnt eine unerhörte und unberechenbare Macht inne, ndie – je nach ihrer Wirkung – sehr gute oder sehr schlechte Wirkungen hervorbringt.“ und er fährt fort: „Die Kenntnis dieser Kraft kann jedem von uns nnützen, dochj geradezu unentbehrlich ist das Wissen um sie für Ärzte, Richter, Anwälte und Erzieher junger Menschen.“
    Es ist sehr hilfreich, wenn jemand so genau und sorgfältig hinschaut wie Coué und es ebenso klar weitergibt, wie ich hier gelesen habe:
    Ja, in uns warten Millionen und Abermillionen von Kräften, Talenten, Potentialen, Fähigkeiten, Möglichkeiten darauf beansprucht zu werden. Das macht sie glücklich, denn sie sind nur für eins auf der Welt: ALLES FÜR UNS ZU TUN. Und wenn wir ihnen das nicht ständig vermasseln, indem wir es selber tun, können wir das Glück unserer Talente in uns fühlen.
    Jawohl, wir sollten unsere Chancen- auf die wir hier so klar hingewiesen werden – nutzen: alle.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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