Unsere Aufmerksamkeit geht oft andere Wege als wir selbst

 

Unsere persönliche Aufmerksamkeit ist oft geteilt zwischen dem, was wir wahrnehmen und dem, was wir über unsere Wahrnehmung denken. Hinzu kommt, dass ein Großteil unserer Aufmerksamkeit auf unsere vertrauten Gedanken zu geläufigen Themen im Alltag gerichtet ist. Je unbewusster wir unsere Aufmerksamkeit teilen, desto stärker reagieren wir mit Gefühlen.

 

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Die Kunst der Aufmerksamkeit liegt in der Konzentration

Ein untrainierter Geist nimmt nur gelegentlich wahr, was um uns herum geschieht. Da wir unsere geistige Aufmerksamkeit sehr oft auf unsere gewohnten Gedanken richten, nehmen wir nur wenig von dem wahr, was um uns herum tatsächlich geschieht. Werden wir dann mit einer unbekannten Situation konfrontiert, neigen wir dazu, diese Tatsache zu verleugnen oder wir bemühen uns Licht ins Dunkel zu bringen, indem wir Unbekanntes durch Vertrautes ersetzen. Daraus ergibt sich, dass unsere Sichtweise immer nur subjektiv ist und nicht wirklich viel mit der Realität zu tun hat.

Unser Unterbewusstsein hingegen speichert die meisten Tagesereignisse ab, die um uns herum statt finden. Das führt dazu, dass unser Unterbewusstes Alarm schlägt – auch wenn gerade keine Gefahr besteht. Die Reaktion kann beispielsweise mit Angstgefühlen über das Bewusstsein zu uns heran getragen werden – dementsprechend erwidern wir diese Angst oder Aggression nach außen.

Je unbewusster wir also durch den Tag taumeln, desto mehr greift unser “inneres System” auf die Erfahrungen der Vergangenheit zurück und sorgt manchmal für recht heftige Reaktionen. Diese emotionale Reaktivität drosselt unsere Fähigkeit, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, was gerade in unserem Leben tatsächlich passiert.

Um dieser Art des Automatismus entgegen zu wirken, müssen wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf den jetzigen Moment ausrichten. Durch die bewusste Aufmerksamkeit des Augenblicks verstärken wir unsere persönliche Präsenz und können jederzeit angemessen auf die Ereignisse um uns herum reagieren.

In den Momenten, wo wir unsere Aufmerksamkeit unbewusst auf widersprüchliche Gedanken richten, entziehen wir uns selbst zunehmend dem Einfluss unseres eigenen Handelns. Am Ende verschieben wir dadurch, was für unser Leben wichtig ist. Die Sorgfalt zur Verbesserung unserer Aufmerksamkeit liegt in der Fähigkeit, die fokussierte Konzentration auf das Wesentliche des Augenblicks zu richten und uns nicht von Gedankengängen ablenken zu lassen.

Gemischte Gefühle sind beispielsweise so eine Auswirkung der Konflikte in unserem Kopf, wenn wir nicht in der Lage sind unsere Aufmerksamkeit bewusst zu lenken. Wir sind dann geistig zumindest nicht zu 100 Prozent in der jeweiligen Situation anwesend. Das kann zur Folge haben, dass wir in bestimmten Situationen außerstande sind intelligentere Entscheidungen zu treffen, auf die es wirklich ankommt und für die wir keine zweite Chance bekommen.

 

Geteilte Aufmerksamkeit führt zu Voreingenommenheit

Sie sind das, worüber Sie ständig nachdenken. Schweifen Sie in Gedanken zu negativen Situationen der Vergangenheit, dann machen sich bedrückende Gefühle breit. Möglicherweise werden Sie zornig oder ängstlich.

Ihr Verstand beschäftigt sich mit den Gedanken, die über eine längere Zeit immer wieder bekräftigt worden. Es ist eine Art Training, welches mit der Zeit dazu führt, dass Sie bereits eine vorgefasste Meinung aus den Erfahrungen der Vergangenheit haben, ganz egal wie sich die Dinge in der Gegenwart entwickeln. Dadurch setzen Sie Grenzen in Ihrem eigenen Kopf, die in der Realität nicht existent sind. Aus dieser Tatsache ergibt sich, dass Sie selbst Ihr Potenzial beschneiden, statt es zu entfalten. Deshalb ist es wichtig so oft wie möglich in der Gegenwart anwesend zu sein und die gesamte Aufmerksamkeit darauf zu richten.

Um Ihr volles Potenzial entfalten zu können, müssen Sie sich von den unbewussten, nachteiligen Verhaltensweisen, die von Ihren negativen Gedanken und einschränkenden Überzeugungen angetrieben werden, trennen. Ist Ihre Aufmerksamkeit ständig auf Ihre Vergangenheit fokussiert, identifizieren Sie sich mit den schlechten Erfahrungen, was zu weniger Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitskomplexen, Beschränkungen und Vorurteilen führt, die nicht mehr real gesteuert werden können.

Unser Bedürfnis nach Sicherheit, Wohlbefinden und die effektive Erfüllung unserer Aufgaben setzt voraus, dass wir ständig neue Entscheidungen treffen. Für eine intelligente Wahl ist jedoch unsere Aufmerksamkeit entscheidend, da wir nur so in der Lage sind überhaupt alle verfügbaren Optionen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen abzuwägen.

Professionelles Verhalten setzt Rationalität voraus. Wenn Sie Ihren Gefühlen freien Lauf lassen, die bei wichtigen Entscheidungen meist nicht so effektiv sind, dann ist Ihre Sicht auf die verschiedenen Perspektiven eingeschränkt. Das wiederum kann zu unqualifizierten Entscheidungen führen, aus denen sich letztlich marginale Ergebnisse für Sie ergeben.

Unsere Intuition ist bei vielen Entscheidungen von großer Bedeutung – nur wenn Sie selbst nicht von sich überzeugt sind, dann können Ihre Instinkte Sie auch in die Irre führen, statt angemessen zu reagieren.

Die Kommunikation ist das Wichtigste bei Verhandlungen und sämtlichen Interaktionen mit anderen Menschen. Nur wenn Ihre Aufmerksamkeit auf die Kommunikation gerichtet ist, können Sie bestimmte Dinge überhaupt erst wahrnehmen. Ist Ihre Aufmerksamkeit gerade anderweitig unterwegs, wird es schwierig eine klare und sinnvolle Antwort zu geben. Wenn der Empfänger Ihre Informationen falsch versteht, kann das katastrophale Folgen haben. Trainieren Sie daher Ihre Aufmerksamkeit, um in der Zukunft noch besser und angemessener reagieren zu können.

 

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